„Ein ereignisreiches und mit Terminen vollgepacktes Jahr 2025 haben die Feuerwehren in Meßstetten und ihren Stadtteilen auf Trab gehalten.“ Mit diesen Worten leitete Gesamtkommandant Ralf Smolle seinen ausführlichen Rückblick ein. Den gesamten Jahresbericht für 2025 konnten die Besucherinnen und Besucher der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr am vergangenen Samstag in Hartheim einmal mehr detailgetreu studieren, Seite für Seite – 120-mal umblättern. Hervorzuheben sind 136 Einsätze und dass die Meßstetter Floriansjünger neun Menschen aus Notlagen retteten und befreiten.
Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gemeinschaft. Sie steht unumstößlich für Helfen, Retten und Zusammenhalt. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte schützen nicht nur Leben und Sachwerte, sondern stärken auch das Vertrauen innerhalb der Bürgerschaft, die sich auf ihre Meßstetter Feuerwehr hundertprozentig verlassen kann – Tag und Nacht, 24/7. All das dokumentierte der Jahresbericht, der bei der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr ausgehändigt wurde, und die vorgetragenen Rechenschaftsberichte.
Auf 136 summieren sich die Einsätze im zurückliegenden Jahr; rein statistisch gesehen rücken die Wehrleute also mindestens zweimal, oft dreimal pro Woche aus. Rückblickend auf das vergangene Jahrzehnt übertraf nur das Jahr 2023 (145 Einsätze) diese Marke. Feueralarme machten 2025 mit 64 Einsätzen den Großteil aus, technische Hilfeleistung bot die Wehr in 38 Fällen, 25 Mal rückte sie wegen Umwelt- oder Unwetterereignissen aus; neun Brandmeldealarme komplettieren die Gliederung. Interessant auch, dass viele Feuerwehreinsätze in der Nacht ablaufen. Auf 64 kommt die Meßstetter Gesamtwehr zwischen 18 und 6 Uhr. Am häufigsten gefordert waren die Ehrenamtlichen im Februar 2025, 25 Alarmierungen gingen ein, gefolgt vom Juni mit 20. Erwartungsgemäß, entsprechend der Größe, waren die weitaus meisten Einsätze, nämlich 71, in der Kernstadt, gefolgt von Tieringen (21) und Unterdigisheim (14). Sogenannte Überlandhilfe leistete die Gesamtwehr Meßstetten sieben Mal im zurückliegenden Jahr – fünfmal in Obernheim und zweimal in Nusplingen.
Damit all die vielen Einsätze und Hilfsdienste reibungslos klappen, ist einerseits eine gut ausgebildete, verlässliche Mannschaft notwendig; andererseits aber auch ein umfassender und funktionaler Fuhrpark sowie fortschrittliche Gerätschaften – alles stets auf der Höhe der Zeit. Meßstetten darf sich glücklich schätzen, dass alle Prämissen gleichermaßen erfüllt sind, die gesamte Truppe einen hervorragenden Ausbildungsstand hat und die Feuerwehren bei den politisch Verantwortlichen hoch im Kurs stehen. Letzteres zeigte sich beispielhaft daran, wie schnell Stadtverwaltung und gemeinderätliche Gremien reagierten, als es 2024 darum ging, schnell einen Gerätewagen Logistik 2 zu beschaffen. Nur sieben Monate vergingen, bis dieser GWL2 in der Abteilung Tieringen seinen Dienst aufnehmen konnte – eine Rekordzeit. Notwendig wurde das Spezialfahrzeug, wie schon mehrfach berichtet, weil eine Außengehöft-Übung auf dem Tieringer Berghof offenbarte, dass die ausreichende Wasserversorgung „hier draußen“ nicht verlässlich war. Mit seinen 4000-Liter-Wassertanks verschafft nun der GWL2 bei der Erstbekämpfung eines Brandes ausreichend Zeit, bis eine längere Standwasserleitung gelegt ist. Und weil die Sicherheit der Bevölkerung bei Stadtverwaltung und Gemeinderat nicht groß genug geschrieben werden kann: Mitte dieses Jahres stellt die Feuerwehr einen weiteren GWL2 in Dienst; dieses Fahrzeug geht an die Abteilung Meßstetten. Dank der Beladung mit Rollcontainern sind die GWL2-Autos aber grundsätzlich sehr flexibel, sie decken ein breites Einsatzspektrum ab.
Sämtliche Gerätschaften der Feuerwehr sind aber nur so gut, wie sie auch gewartet sind und bedient werden können. Einen wesentlichen Beitrag zur Leistungsfähigkeit der Feuerwehr leisten deshalb die Gerätewarte. Kommandant Ralf Smolle verweist hierbei auf die guten Prüfbescheinigungen des TÜV, welche die sehr gute Arbeit der Wartungsmannschaft bekunden. Neben technisch einwandfreiem Material ist ein umfassendes Wissen der Menschen wichtig, die arbeiten. Dass der Ausbildungsstand der Meßstetter Wehr Vorzeigecharakter hat, ist nicht neu. Das soll so bleiben, weshalb mit 124 Lehrgängen, Seminaren oder Fortbildungen in 2025 die Messlatte wieder sehr hoch lag. Hinzu kommen beispielsweise der regelmäßige Übungsdienst, die Leistungsabzeichen oder Großübungen, bei denen die Schlagkräftigkeit der Truppe stets auch vor den Augen der Öffentlichkeit gefordert ist.
„Auf unsere Feuerwehr ist Verlass, rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, dafür danke ich Ihnen allen von Herzen“ – Bürgermeister Frank Schroft brachte bei der Hauptversammlung mit diesen Worten auf den Nenner, was die Ehrenamtlichen im Einsatz leisten. Sie gingen dorthin, wo andere zurückwichen, sie würden Entscheidungen unter Zeitdruck treffen und Verantwortung übernehmen, wenn es darauf ankomme. Längst nicht mehr nur bei Brandalarmen, sondern Hilfeleistungen vielfältiger Art. Die Feuerwehr sei eine universelle Hilfeleistungsorganisation. Besonders freute sich der Schultes, mit Blick auf die Berichte und Fakten, dass bei der Meßstetter Gesamtwehr eine große Bereitschaft vorhanden sei, den Ausbildungsstand auf hohem Niveau zu halten. Die Stadt Meßstetten stehe zur Feuerwehr, so Schroft, und weiter: „Das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern konkrete Verpflichtung.“ So sei es selbstverständlich, dass Stadt und Gemeinderat für eine stets moderne Ausstattung sorgen und in die Infrastruktur investieren. Nicht zuletzt hänge die Leistungsfähigkeit der Wehr von den Rahmenbedingungen ab, die eine Kommune schaffe. So flossen allein in den vergangenen drei Jahren rund 2,44 Millionen Euro ins Feuerwehrwesen – u.a. für ein neues Feuerwehrgerätehaus und sechs Einsatzfahrzeuge. (VB)