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Asiatische Hornisse: Bevölkerung um Mithilfe gebeten

Um die Ausbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse zu stoppen oder einzudämmen, muss jetzt im Frühling schnell und gemeinsam gehandelt werden. Ab...
Kugelförmiges Embryonalnest mit aufsitzender Asiatischen Hornisse.Foto: Harald Wiedemann

Um die Ausbreitung der invasiven Asiatischen Hornisse zu stoppen oder einzudämmen, muss jetzt im Frühling schnell und gemeinsam gehandelt werden. Ab Mitte März bauen die überwinterten Königinnen ihre ersten, kleinen Nester – sogenannte Embryonalnester. Diese sind etwa tennisballgroß und hängen meist an geschützten Orten, wie in Carports, Gartenhäusern, in nicht genutzten Vogelhäuschen, unter Dachvorsprüngen, an Balkonen, Rollladenkästen oder in Hecken.

Auffinden, Melden und Entfernen

Das Auffinden, Melden und Entfernen von kleinen Embryonalnestern der Asiatischen Hornisse im Frühjahr ist wichtig, um die Bildung großer Sekundärnester im Sommer und damit ökologische und wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Embryonalnester im Frühstadium können schnell, einfach und kostengünstig entfernt werden, da zu Beginn die Königin nur allein im Nest anwesend ist und Zellen für ihre ersten Hornissenjungen baut. Die fachgerechte Entfernung der Embryonalnester ist die effektivste Maßnahme, um die weitere Ausbreitung einzudämmen.

So kann man helfen

  • Halten Sie im Mai Ausschau nach dieser auffälligen Hornissenart mit dunklem Körper, gelb-orangem Hinterleib und gelben Füßen!
  • Beobachten Sie Einzeltiere der Asiatischen Hornisse oder gar ein kleines, kugelförmiges Nest derselben, so melden Sie bitte Ihre Sichtung mit Foto auf der LUBW Meldeplattform (https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden ), welche die Sichtung begutachtet.

Das Foto ist für den Hornissen-Identifikationsprozess sehr wichtig, da die Verwechslungsgefahr mit heimischen Arten gerade in der Nestgründungsphase sehr hoch ist. Das Foto muss die von Ihnen gesichteten Asiatischen Hornissen oder das Nest mit aufsitzender Hornisse zeigen. Es gilt nämlich: Andere Insekten, vor allem die geschützte Europäische Hornisse, dürfen auf keinen Fall geschädigt werden.

Verifizierung und Bestätigung über Meldeplattform

Nach einer Verifizierung und Bestätigung durch die Meldeplattform sollte das Tier abgetötet werden. Somit wird der Lebenszyklus unterbrochen und die Bildung von großen Sekundärnestern verhindert. Wenn Sie bei der Nestentfernung Unterstützung benötigen, so stehen Ihnen in St. Leon-Rot zwei zertifizierte Nestentferner, Herr A. Weis und Herr B. Kerle, zur Seite. Kontaktaufnahme bitte über das Ordnungsamt St. Leon-Rot, Tel. 06227/538113. Wenn Sie darüber hinaus selbst aktiv Jungköniginnen der Asiatische Hornissen für Sichtung und Meldung abfangen wollen, um Nestbildungen zu verhindern, können Sie hierzu im Mai sogenannte Locktöpfe aufstellen. Bei Interesse an dieser Locktopf-Methode schreiben Sie eine E-Mail an BIV-Velutina@gmx.de. Auch hierbei dürfen keine heimischen Arten, wie etwa die Europäische Hornisse geschädigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter: biv-wiesloch.jimdofree.com/asiatische-hornisse. (biv/red)

Vergleich zwischen der invasiven Asiatischen und der geschützten Europäischen Hornisse.Foto: Reiner Jahn
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