Es war gut, dass Holger Bortz frühzeitig Tische in der Halle seines GartenGut aufgestellt hatte. Denn bereits vor dem offiziellen Beginn der Tauschbörse um 14 Uhr am 25. April kamen Interessierte – manche brachten ihre Tauschpflanzen in einem Karton mit dem Auto, anderen beluden den Korb ihres Fahrrades, sogar eine Schubkarre kam zum Einsatz. Schon bald füllten sich die Tische mit einer erstaunlichen Bandbreite: Es gab u. a. Tomaten, Eichblattsalat, Zuckerhut, Rosenkohl, Broccoli, aber auch Rutenhirse, Zwergflieder und Pfaffenhütchen. Sogar ein Walnussbaum und eine Feige waren dabei. Außerdem wurden Zimmerpflanzen wie Bogenhanf oder Monstera gebracht, entweder weil vor einem Umzug aussortiert wurde oder (zu) viele Ableger erfolgreich angewachsen waren. Sobald für jede Pflanze ein Platz gefunden war, stürzten sich die Tauschwilligen auf die Auswahl. Besonders groß war die Nachfrage nach den glücklicherweise reichlich vorhandenen Tomatenpflänzchen. Über Sorten, Farben, Wuchshöhe etc. kam man sofort ins Gespräch. Überhaupt genossen alle die Möglichkeit zum Austausch und zum Fachsimpeln.
Schon bald leerten sich die Tische, aber es kamen zum Glück immer noch weitere Besucher hinzu, deren Angebot sofort gesichtet wurde. Einige Gäste unterbrachen ihre heimische Gartenarbeit, für die dieser Samstag ein perfektes Frühlingswetter bot, um bei der Tauschbörse vorbeizuschauen. Manche waren zum ersten Mal dabei und zeigten sich begeistert von der einfachen Art, hier etwas Neues für den Garten, den Balkon oder die Fensterbank mitnehmen zu dürfen. Wer nichts zum Tauschen dabeihatte, konnte trotzdem Pflanzen gegen eine Geldspende mit nach Hause nehmen. Andere Teilnehmer waren von Anfang an dabei und tauschten sich gerne darüber aus, wie das Mitgenommene aus dem Vorjahr gediehen war. So hatten wir wieder unser Ziel erreicht, nachhaltiges Gärtnern ebenso zu fördern wie das Miteinander.


