
Auf dem Ulmenhof lebt altes Handwerk wieder auf
Der Sensenmann geht wieder um, dieses Mal in Unterlengenhardt. Statt um den Tod geht es hier allerdings vielmehr darum, einem fast vergessenen Handwerk wieder neues Leben einzuhauchen. In diesem Sinne veranstaltete Jürgen Pfeiffer, seines Zeichens ausgebildeter Sensenlehrer des deutschen Sensenvereins, am 12. Juli einen Kurs auf dem Ulmenhof.
Nach Begrüßung und einführenden Worten zum Hofbetrieb und dem Förderverein für bio-dynamische Landwirtschaft Unterlengenhardt e.V. durch Pächterin Inga Läuter, machte sich Pfeiffer mit seinem restlos ausgebuchten Kurs daran, den Teilnehmenden die Grundlagen des Sensens auf der idyllischen Obstwiese nahe dem Hof näherzubringen.
Anders als mancher glauben mag, gehört zum schwungvollen Mähen oder Getreideernten mit der Sense doch einiges an Wissen. So wurden an diesem Tag Themen wie Sicherheit, das Dengeln, also Schärfen der Sense, die Ergonomie der Sense und vieles mehr besprochen.
Der speziell für Anfänger und Wiedereinsteiger konzipierte Kurs wurde schließlich durch die Themen Wiesenmanagement und Wiesenökologie abgerundet.
Die Sensen und alles notwendige Werkzeug zum Dengeln wurden für die Teilnehmer*innen zur Verfügung gestellt.
Das Mähen mit der Sense ist eine alte Kulturtechnik, die aktuell wieder eine große Renaissance erfährt. So war es auch nicht verwunderlich, dass der auf 12 Teilnehmer begrenzte Kurs komplett ausgebucht war.
Die weiteste Anreise hatte dabei ein Ehepaar aus der Gegend von Wüstenrot im Schwäbischen Wald, nordöstlich von Stuttgart. Viele Teilnehmer*innen kamen aus Straubenhardt, Unterlengenhardt und der näheren Umgebung von Bad Liebenzell.
Ein weiterer Sensenkurs soll im kommenden Jahr stattfinden, da es mehr Anfragen als Teilnehmerplätze gab.
So reiht sich dieser Sensenkurs gut in eine Vielzahl von tollen Veranstaltungen auf dem Ulmenhof ein.
Weitere Informationen zum Förderverein für bio-dynamische Landwirtschaft Unterlengenhardt und dem Ulmenhof unter www.ulmenhof-unterlengenhardt.de/foerderverein/


