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Aus den Rathäusern

Aus der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 17.12.2025 wird berichtet:

1. Bürgerfragen Von einer Besucherin wurde eine Anfrage zur Vergabe von Gewerbebaugrundstücken vorgebracht. Sie erkundigte sich zu vorhandenen Bauverpflichtungen...

1. Bürgerfragen

Von einer Besucherin wurde eine Anfrage zur Vergabe von Gewerbebaugrundstücken vorgebracht. Sie erkundigte sich zu vorhandenen Bauverpflichtungen für Erwerber. Bürgermeister Türk erklärte hierzu, dass in den Kaufverträgen ein befristetes Rückkaufsrecht der Gemeinde verankert ist und dieses gegebenenfalls in Anspruch genommen werden kann. Aktuell sind hier aber keine Fristen abgelaufen.

2. Vorstellung der zukünftigen Betreiberin der Zahnarztpraxis

Bürgermeister Türk begrüßte Frau Hundorfean, die Betreiberin der zukünftigen Zahnarztpraxis in der Gemeinderatssitzung. Frau Hundorfean stellte sich dem Gremium sowie den Zuschauern vor und gab Einblicke in die Planungen der neuen Zahnarztpraxis im Gebäude Rottweiler Straße 9. Im April 2026 möchte Frau Hundorfean die Praxis eröffnen. Es wird eine barrierefreie Praxis entwickelt, um so Patienten jeden Alters willkommen heißen zu können. Außerdem möchte sich Frau Hundorfean auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisieren und hierfür auch die Praxisräume entsprechend gestalten.

Nach der Vorstellung von Frau Hundorfean bedankte sich Bürgermeister Türk bei ihr für den Einblick in die Planungen und wünschte ihr viel Erfolg.

3.1 Errichtung von Fertigteilgaragen, Silcherstraße 1, Flst. Nr. 1210/5

Der Bauherr beantragt die Genehmigung der Errichtung von Fertigteilgaragen. Die bereits bestehenden Garagen liegen außerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche und die Grundflächenzahl wird überschritten. Die Verwaltung führt aus, dass es hier durch den Bauherrn zu Anpassungen des Baugesuchs gekommen ist. Des Weiteren erklärte die Verwaltung, dass die Baurechtsbehörde die erneute Beratung erbeten hatte.

Zur Bebauung außerhalb des Baufensters weist die Baurechtsbehörde auf einen weiteren durch das Gremium genehmigten Bauantrag im selben Baugebiet hin. Die Überschreitung der Grundflächenzahl wird teilweise durch die Neuplanung einer Grünfläche kompensiert. Die bebaute Fläche würde sich mit der Anlage einer Grünfläche von ca. 21 m² im Vergleich zum Bestand dann nicht weiter erhöhen.

Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich gegen das Bauvorhaben aus.

4. Vorstellung Investitionsprogramm 2026 und mittelfristiges Investitionsprogramm

Im Haushaltsjahr 2026 betragen die Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 2.632.000 €, die Auszahlungen 4.373.000 €. Damit ist das Investitionsvolumen auch im Haushaltsjahr 2026 hoch und eine Herausforderung für die Gemeinde Villingendorf in finanzieller, aber auch organisatorischer Hinsicht bei der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

Der Finanzierungsmittelbedarf aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 1.282.500 €. Die Deckung erfolgt aus der vorhandenen Liquidität und einer Kreditaufnahme.

Der Investitionshaushalt wird von folgenden größeren Maßnahmen bestimmt:

Anbau Ganztagsbetreuung/Kindertageseinrichtung

Zur Unterbringung der Räumlichkeiten für die Ganztagsbetreuung wird ein Anbau an das Grundschulgebäude geplant. Im Gartengeschoss des Gebäudes soll künftig eine Kindertageseinrichtung mit einem bis zu 2-gruppigen Kindergarten untergebracht werden. Das Bestandsgebäude (sog. Hausmeisterhaus) wird in den kommenden Monaten abgebrochen. Für die Maßnahme wird mit Gesamtkosten von 3,6 Mio. € gerechnet. Im September 2024 wurde für den Anteil der Ganztagsbetreuung ein Förderantrag nach der Schulbauförderrichtlinie gestellt. Im Jahr 2025 wurde für die Maßnahme auch ein Ausgleichsstockantrag gestellt. Aus dem Ausgleichsstock wurden Mittel in Höhe von 1.200.000 € bewilligt. Die Ausschreibung der Planungsleistungen ist fast abgeschlossen, für das Jahr 2026 stehen nun die Ausführungsplanung, die Baugenehmigung an. Es wird mit einem Baubeginn im September 2026 gerechnet.

Anschluss an die Kläranlage Rottweil

Größtes und umfangreichstes Vorhaben in den Haushaltsjahren 2024 und 2025 war der Anschluss der Abwasserbeseitigung an die Kläranlage der Stadt Rottweil. Der Bau der Druckleitung ist zwischenzeitlich abgeschlossen, auch die Arbeiten an der Pumpstation bei der Kläranlage Villingendorf sind weit vorgeschritten. Außerdem laufen derzeit die Arbeiten an der Prozesswasserbehandlung bei der Kläranlage Rottweil. Für diesen Bauabschnitt werden im kommenden Haushaltsjahr noch einmal Mittel in Höhe von 1.000.000 € benötigt

Die Gemeinde hat Anträge nach der Förderrichtlinie Wasserwirtschaft FrWW gestellt. Die 80%ige Zuwendung wurde bewilligt.

Beschaffung Unimog

Im Rahmen des Ausgleichstockantrages 2026 soll eine Zuwendung für die Ersatzbeschaffung eines Unimog beantragt werden. Für die Beschaffung eines Neufahrzeuges mit Räumschild und Streugerät wird mit Auszahlungen in Höhe von 280.000 € gerechnet, es wird mit Einzahlungen aus Ausgleichstockmitteln sowie Verkaufserlösen der Altfahrzeuge bzw. -geräte in Höhe von 110.000 € gerechnet.

Der Gemeinderat nahm das Investitionsprogramm 2026 sowie das mittelfristige Investitionsprogramm zustimmend zur Kenntnis.

5. Verabschiedung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2026

Die Vorberatungen im Gremium erfolgten in den Gemeinderatssitzungen am 05.11.2025 (Steuern- und Gebührensätze und ErgebnisHH) sowie am 26.11.2024 (Investitionen und Mittelfristige Finanzplanung). Im Vorfeld der Beratungen wurden die Planzahlen mit dem Landratsamt Rottweil, Kommunal- und Prüfungsamt, abgesprochen.

Die Fortschreibung der Orientierungsdaten des Ministeriums für Finanzen und des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen zur kommunalen Haushalts- und Finanzplanung vom 11.11.2025 wurden als Grundlage für die Haushaltsplanung und insbesondere für die Berechnung der erwarteten Finanzzuweisungen herangezogen. Sie beinhalten die wichtigsten Eckdaten für die Einnahmen des Ergebnishaushaltes (Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen, Kindergartenlastenausgleich usw.) als auch für die größten Aufwandspositionen. Der Einkommensteueranteil, welcher im kommenden Jahr auf die Kommunen im Land verteilt wird, wurde mit der Regionalisierung der Oktober-Steuerschätzung fortgeschrieben.

Der Ergebnishaushalt 2026 beinhaltet ordentliche Erträge in Höhe von 11.002.700 € (2025: 10.415.300 €) und ordentliche Aufwendungen in Höhe von 11.090.700 € (2024: 10.321.250 €). Die ordentlichen Aufwendungen übersteigen die ordentlichen Erträge um 88.000 € und ergeben ein negatives Gesamtergebnis.

Folgende erhebliche Veränderungen haben sich im Haushaltsjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr ergeben:

• Steigerung der Personalausgaben

Die Personalkosten steigen von 3.548.200 € in 2025 auf 3.807.000 € in 2026 und damit um insgesamt ca. 7 %. Grund für diese Steigerung ist zum einen die vereinbarte Tarifsteigerung aufgrund der Tarifeinigung, welche im Frühjahr 2025 verhandelt wurde. Ab Mai 2026 steigen die Löhne um 2,8 %. Zusätzlich fällt die neu geschaffene und bereits ausgeschriebene Stelle für die Leitung des technischen Bauamtes ins Gewicht. Aufgrund der vielen anstehenden Investitionsmaßnahmen im Bereich Hoch- und Tiefbau in den kommenden Jahren und den immer spezifischeren und umfangreicheren Anforderungen im Baubereich war die Einrichtung dieser Stelle unumgänglich.

• Erhöhung der Kreisumlage

Die Kreisumlage betrug im Haushaltsjahr 2025 29 %. Im Jahr 2026 wird mit einer Erhöhung der Kreisumlage auf 31,5 % gerechnet. Dies bedeutet ein Mehraufwand für die von der Gemeinde Villingendorf zu tragenden Kreisumlage in Höhe von 174.400 € im Vergleich zum Vorjahr. In 2025 betrug die Kreisumlage 1.511.600 €, in 2026 beträgt der Planansatz 1.686.000 €.

Die größten Ertragspositionen des Haushaltsjahres 2026 stellen sich wie folgt dar:

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer

Mit 2.625.000 € ist gegenüber dem Vorjahresplanansatz von 2.502.500 € mit Mehreinnahmen in Höhe von 122.500 € zu verzeichnen.

„Eigene Steuern“ (Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer)

Die Summe dieser Einnahmen beläuft sich auf 1.709.000 €. Auf die Grundsteuer B (bebaute und unbebaute Grundstücke) entfallen 399.000 €, auf die Grundsteuer A 10.000 €. Für die Grundsteuer B beträgt der Hebesatz 315 v.H., für die Grundsteuer A 420 v. H.

Das Gewerbesteueraufkommen aus dem Gewerbeertrag wird mit 1.300.000,00 € veranschlagt. Der Hebesatz beträgt 345 v.H. und wurde damit in der letztjährigen Höhe belassen.

Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer

Der Anteil am Umsatzsteueraufkommen wird mit 243.000 € veranschlagt und liegt damit 43.700 € über dem Ansatz von 2025. Auch beim Umsatzsteueranteil liegt der Berechnung die Schlüsselzahl ab 2024 zugrunde.

Finanzzuweisungen

Bei den Schlüsselzuweisungen nach der mangelnden Steuerkraft ist mit 1.710.000 € eine Mehreinnahme zum Vorjahr in Höhe von 167.600 € zu verzeichnen.

Die kommunale Investitionspauschale wird mit 643.600 € veranschlagt, was gegenüber dem Vorjahresplanansatz Mehreinnahmen in Höhe von 59.700 € bedeutet.

Im Haushaltsjahr 2026 betragen die Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 2.632.000 €, die Auszahlungen 4.373.000 €. Damit ist das Investitionsvolumen auch im Haushaltsjahr 2026 hoch und eine Herausforderung für die Gemeinde Villingendorf in finanzieller, aber auch organisatorischer Hinsicht bei der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

Der Finanzierungsmittelbedarf aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf 1.282.500 €. Die Deckung erfolgt aus der vorhandenen Liquidität und einer Kreditaufnahme. Der Investitionshaushalt 2026wurde unter dem vorherigen Tagesordnungspunkt ausführlich erläutert.

Nach den intensiven Vorbereitungen und der ausführlichen Erläuterung verabschiedete der Gemeinderat die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan und allen Anlagen und Bestandteilen für das Haushaltsjahr 2026.

6. Ausgleichsstockantrag 2026 – Ersatzbeschaffung eines Unimog für den Bauhof

Im Haushaltsplan ist die Ersatzbeschaffung eines Unimog mit Streugerät und Pflug für den Bauhof für das Haushaltsjahr 2026 eingeplant. Die Gesamtkosten für die Maßnahme werden auf 280.000 € geschätzt, hiervon entfallen ca. 230.000 € auf das Fahrzeug sowie ca. 50.000 € auf die Anbaugeräte.

Für die gesamte Maßnahme soll ein Ausgleichsstockantrag im Jahr 2026 gestellt werden. Die vorgesehene zu beantragende Zuwendungsquote beträgt 40 v.H. der ungedeckten Kosten. Der Ausgleichsstockantrag beläuft sich daher auf eine beantragte Zuwendungssumme in Höhe von 112.000 €.

Der Gemeinderat beschloss, für die Ersatzbeschaffung eines Unimog für den Bauhof einen Antrag auf Zuwendung bei der Ausgleichsstockstelle beim Regierungspräsidium Freiburg zur Förderung des Vorhabens zu stellen und bekräftigte, dass das Vorhaben kosteneffizient geplant und umgesetzt wird

7. Kenntnisnahme und Genehmigung von Spenden im Jahr 2025

Im Jahr 2025 gingen folgende Spenden für die beigefügten Spendenzwecke bei der Gemeinde Villingendorf ein:

21.05.2025: Kinderkrippe 100 €

03.12.2025: Kindergarten Waldenwiesen 300 €

04.12.2025: Kindergarten Waldenwiesen 250 €

12.12.2025: Feuerwehr 100 €

Die Gemeindeverwaltung bedankte sich bei den Spendern herzlich für die Zuwendung. Der Gemeinderat stimmte der Annahme der erhaltenen Spenden im Jahr 2025 einstimmig zu.

8. Bildhafter Jahresrückblick 2025

Zum Jahresabschluss hatte Bürgermeister Marcus Türk einen bebilderten Jahresrückblick zusammengestellt, bei welchem nochmals an die wichtigsten Ereignisse und die Highlights im Jahr 2025 erinnert wurde. Abschließend zum Jahresrückblick bedankte sich Bürgermeister Türk bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die auch im Jahr 2025 wieder zu zielführenden Entscheidungen geführt hatte.

Erscheinung
`s Blättle – Mitteilungsblatt der Gemeinde Villingendorf
NUSSBAUM+
Ausgabe 03/2026
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