In Aspach gibt es seit einiger Zeit das Bürgerbeteiligungsprojekt „Älter und selbstbestimmt – Pflege neu denken in Aspach“. Der Ortsseniorenrat konnte den Vorsitzenden des Diakonievereins Aspach, Dr. Jürgen Wuthe, für einen Vortrag im Rahmen unserer Sitzung gewinnen.
Die Gemeinde Aspach und der Diakonieverein sind am 3. November mit dem renommierten Preis „Gute Bürgerbeteiligung 2025“ im Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung Berlin ausgezeichnet worden. Die Bürgermeisterin von Aspach, Sabine Welte-Hauff, und Dr. Jürgen Wuthe nahmen den Preis in einer feierlichen Veranstaltung entgegen. In der Laudatio von Michael Schell, dem ersten Beigeordneten der Stadt Steinfurt und stellvertretenden Vorsitzenden des Kompetenzzentrums Bürgerbeteiligung, wurde die vorbildliche gemeinsame Arbeit zum Nutzen der Bevölkerung hervorgehoben, die angesichts des demografischen Wandels von herausragender Bedeutung ist.
Drei entscheidende Sätze seiner Laudatio: „Die Aspacher Bürger und Bürgerinnen haben gemerkt, dass es sich lohnt, sich einzubringen, dass das Angebot, ‚Du darfst mitreden‘ ernst gemeint war. Und somit haben Sie auch noch einen Mehrwert für die Demokratie geschaffen. Und darum gehört Aspach zu den diesjährigen Preisträgern.“
Das Gesicht von Einzelprojekten entwickelte sich unter reicher Bürgerbeteiligung erst im Laufe der Zeit. Dazu war die Bevölkerung aufgerufen, sich in Gruppen zu organisieren und Vorstellungen zu entwickeln, wobei bereits bestehende Organisationen, z.B. bei den Kirchen, von Anfang an einbezogen wurden. Ein wichtiger Leitgedanke galt für alle Projektgruppen: „Ambulant vor stationär“. Sie erarbeiteten Entscheidungsgrundlagen für häusliche Unterstützung, Einbeziehung professioneller Gesundheitsversorgung, aber auch für geplante Baumaßnahmen. Zu diesen gehörte auch die Planung eines Mehrgenerationenhauses. Allgemeine Betreuung und Pflege von Alten war regelmäßig auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Welche Hilfen für Angehörige der Pflegebedürftigen können organisiert werden – auch ehrenamtlich? Die Gemeindeverwaltung erschloss Geldquellen zur Förderung der Projekte (z.B. Gut beraten! – Allianz für Beteiligung). Die oberste Verantwortung für die Ausarbeitung der Projekte trug die Bürgermeisterin. Für die Leitung mancher Projekte war externe Hilfe erforderlich. In Aspach führte die Moderatorin in der ersten Sitzung die Organisationen zusammen, die bereits am Ort vorhanden waren. Dazu zählen Versorgungsdienste für Essen und Verpflegung, Digitaldienste zur Teilhabe am öffentlichen Leben, Fahrdienste (Bürgerbus), haushaltsnahe Dienstleistungen und viele weitere.
Hier der Link zur Preisverleihung:
Alex-Berlin.de > Verleihung der Auszeichnung „Gute Bürgerbeteiligung 2025“
Der Ortsseniorenrat Weissach im Tal

