
Historische Schätze entdeckt man immer wieder auf Dachböden, in Kellern oder in Scheunen. In einem wahren Schatzkästchen jedoch lebt unser Mitglied und Ortsteilvertreter für Zeutern, Theodor Stengel. Umgeben von unzähligen Zeugnissen vergangener Zeiten hat er sich ein beeindruckendes Museum der Erinnerungen geschaffen – und ist selbst eine lebendige Quelle des Wissens über die Geschichte und die Menschen von Zeutern.
Besonders angetan haben es ihm die Gerätschaften aus dem Alltag unserer Vorfahren. Mit großer Sorgfalt sammelt und bewahrt er jene Gegenstände, die einst selbstverständlich zum häuslichen Leben gehörten. So besitzt er eine ganze Reihe von „Butterfässern“, also Geräten zur Herstellung von Butter.
Das hier gezeigte Butterfass ist ein hölzerner Behälter, in den der abgeschöpfte Rahm eingefüllt und anschließend durch Stampfen oder Schlagen zu Butter verarbeitet wurde. Über viele Generationen hinweg war diese Form des Butterfasses das am weitesten verbreitete Gerät zur Butterherstellung.
Zur Herstellung von Butter bedarf es eines Gefäßes, in dem der Rahm durch unterschiedliche Techniken in Bewegung versetzt wird. Man unterscheidet Stoßbutterfässer mit stehendem Fass und einem auf- und abgehenden Stößer – wie bei unserem ersten Beispiel – sowie Schlagbutterfässer mit einer horizontal oder vertikal gelagerten, mit Schlägern versehenen Welle. Letztere bestanden häufig aus Glas, wie unser zweites Exemplar zeigt, und fanden ebenfalls im Haushalt unserer Vorfahren Verwendung.