
Seit November 2022 baut das Unternehmen Deutsche Glasfaser auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung ein modernes Glasfasernetz für Privathaushalte ebenso wie für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Ein Überblick über den Ausbau in den Stadtteilen gibt Klarheit über den Sachstand.
Die Deutsche Glasfaser arbeitet kontinuierlich daran, eine hochmoderne Infrastruktur in Herrenberg aufzubauen, die jeden Kunden mit modernster Glasfaser versorgt. Insgesamt erhalten mehr als 11.000 Haushalte zukunftssichere Glasfaseranschlüsse, davon befinden sich allein 2.500 in der Kernstadt von Herrenberg.
Glasfaser überträgt Daten mit Licht, nicht mit elektrischem Strom. Bei dem herkömmlichen Kupferkabel (DSL, VDSL, Kabelinternet) sinkt die Bandbreite mit der Entfernung zur Vermittlungsstelle – dies ist nicht der Fall bei Glasfaser. Das Internet der Zukunft bietet stabile Datenraten von bis zu 1.000 Mbit/s und hat somit keine Einbußen bei der Datenübertragung - unabhängig vom Standort.
Der Point of Presence, kurz PoP, ist der technische Knotenpunkt und somit das Herzstück des Glasfasernetzes im Stadtteil. PoP-Stationen stehen in der Kernstadt, in Affstätt, Haslach, Gültstein, Kuppingen, Oberjesingen sowie eine gemeinsame PoP-Station für Mönchberg und Kayh.
Er verbindet das übergeordnete Backbone-Netz (also die Haupt-Datenautobahn des Internets) mit dem lokalen Verteilnetz. Von diesem Standort werden Glasfaserleitungen zu den Unterverteilern (DPs – Distribution Points) geführt, und von dort weiter zu den Gebäuden der Endkunden.
Nachdem die Pop-Stationen aufgestellt wurden, verlegten die von der Deutschen Glasfaser beauftragten Baufirmen entlang der Straßen die Leerrohre und zudem ein Leerrohr von der PoP-Station zum Übergabepunkt an der Ausbaugrenze. Hierfür wird die Oberfläche aufgefräst und anschließend nach der Verlegung der Schutzrohre wieder verschlossen.
Die Glasfaser wird mit Druckluft durch die zuvor verlegten Leerrohre vom Übergabepunkt an der Ausbaugrenze zur PoP-Station eingeblasen. Mit einer Einblasmaschine wird ein gleichmäßiger Luftstrom erzeugt. Dieser Luftstrom reduziert die Reibung und „trägt“ das Glasfaserkabel durch das Rohr – oft über Strecken von mehreren hundert Metern bis zu Kilometern. Das Verfahren nennt sich Einblasverfahren.
Von der PoP-Station wird dann die Glasfaser in die einzelnen Unterverteiler geblasen. Die oberirdischen Verteilstationen, meist graue Gehäuse am Straßenrand, dienen als Zwischenstation zwischen dem Hauptnetz und den Hausanschlüssen. Von dort wiederum wird die Glasfaser durch das Leerohr eingeblasen und zweigt dann an den jeweiligen Kundenanschlüssen in die Gebäude ab, wenn der Hauseigentümer dies beauftragt hat. Es sind bereits über 500 Kundinnen und Kunden im ganzen Stadtgebiet aktiv am Netz (aktive Hausanschlüsse). Die nachfolgende Auflistung je Stadtteil gibt einen Überblick über den Ausbauzustand.
Die Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz in Affstätt haben im Juli 2024 begonnen und können im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Im Oktober erfolgte die Querung der Bundesstraße B296 und die Tiefbauarbeiten entlang der B296 wurden vor Wintereinbruch abgeschlossen.
Im Juli hat die Deutsche Glasfaser den ersten sogenannten „Point of Presence“ (PoP) in Affstätt in Betrieb genommen. Die Glasfaser kann daher von der PoP-Station zu den Zwischenstationen (DPs) und wiederum durch die Trassenleerohre voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2026 eingeblasen und die Zugänge zu den Häusern gebaut werden. Anschließend können die Hausanschlüsse genutzt werden.
Haslach wurde bereits im Jahr 2024 ausgebaut. Die Verteilstation (PoP) ist aktiv und die ersten Haushalte konnten kürzlich an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Die Tiefbauarbeiten in den Ortsteilen Mönchberg, Kayh und Gültstein können laut aktueller Planung ebenfalls im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden, wobei vor allem noch die Lindenstraße und Herrenberger Straße in Kayh nach der Winterpause zu erschließen sind. Nach den Tiefbauarbeiten erfolgt die Aktivierung der POP-Station und das Einblasverfahren.
Im März begannen die Tiefbauarbeiten im Bereich Raiffeisen-, Normannen-, Wikinger- und Germanenstraße. Der gesamte Ort incl. des Gewerbegebietes ist bereits zu über 80% im Tiefbau erschlossen. Um den Jahreswechsel 2025/26 wird der Point of Presence aktiviert, weshalb dann auch die ersten Haushalte online gehen können.
Die Deutsche Glasfaser konnte Ende Oktober mit den Tiefbauarbeiten in Oberjesingen starten und stellt mit dem zukunftsweisenden Glasfaser-Netz die künftige digitale Versorgung auch in diesem Stadtteil sicher. Die Anwohner wurden beziehungsweise werden durch Einwurfkarten über die Baumaßnahme informiert, und es werden, wo erforderlich, Haltverbotsschilder aufgestellt.
Der von Deutsche Glasfaser beauftragte Baupartner wird jedoch eine Winterpause einlegen. Noch offene Baustellen werden dann von der Baukolonne vorläufig verschlossen oder ordnungsgemäß abgesichert, um die Sicherheit zu gewährleisten. Anschließend befindet sich der Baupartner vom 20.12.2025 bis zum 12.01.2026 in der Winterpause. Nach der Winterpause startet wieder der Ausbau, abhängig von den Wetterbedingungen.
Nach Abschluss der Erschließung in den Stadtteilen soll ab 2026 die Herrenberger Kernstadt an der Reihe sein.
Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online verfügbar unter www.deutsche-glasfaser.de oder telefonisch unter 02861 - 890 600.
Bei Fragen zu den Hausanschlüssen steht das Bauunternehmen vor Ort zur Verfügung: Telefon 07807 – 956 662 66 (montags bis freitags 08:00 bis 17:00 Uhr) oder per E-Mail kundenservice@hhr-glasfaser.de
