
Ausbildung junger Frauen und Mädchen im Bereich Computer und Schneiderei in Salem/Indien
Das Leben vieler Mädchen und junger Frauen in Tamil Nadu (ehemals Madras) in Südindien ist von Armut, fehlenden Zukunftsperspektiven und früher Verantwortung geprägt. Viele müssen schon als Kinder zum Lebensunterhalt beitragen und brechen deshalb die Schule ab. Besonders in der Textilindustrie, einem zentralen Wirtschaftszweig der Region, arbeiten überwiegend junge Frauen und Mädchen unter ausbeuterischen Bedingungen: niedrige Löhne, überlange Arbeitszeiten, fehlende Gewerkschaftsrechte und geschlechtsspezifische Gewalt sind weit verbreitet. Besonders gravierend ist das sogenannte Camp-Labour-System, in dem Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren unter Zwang arbeiten müssen. Auch im familiären Umfeld finden sie selten Schutz – frühe Heirat, Gewalt und soziale Ausgrenzung sind häufige Folgen.
Die FMA-Schwestern engagieren sich seit vielen Jahren in Tamil Nadu und setzen in Salem einen Schwerpunkt auf den Schutz gefährdeter Mädchen. Das Marialaya-Heim bietet bis zu 30 von ihnen einen sicheren Ort. Während eines durchschnittlich dreimonatigen Aufenthalts erhalten sie Unterkunft, Verpflegung, psychosoziale Beratung und die Chance, in Ausbildungsprogrammen grundlegende persönliche und berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Dadurch gewinnen sie neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben.
Ziel des durch uns geförderten Projektes ist es, Mädchen und jungen Frauen theoretische und praktische Fähigkeiten zu vermitteln, um einen Beruf im Bereich Schneiderei oder Computer zu ergreifen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
Seit Beginn des Programms haben bereits 232 Mädchen und junge Frauen aus den umliegenden Gemeinden, die sich häufig in schwierigen familiären und sozialen Situationen befinden, vom Berufsbildungsangebot des Salem Marialaya Vocational Training Centre profitiert.
Die FMA-Schwestern von Tamil Nadu sowie die Teilnehmerinnen der Ausbildungskurse bedanken sich von ganzem Herzen beim Verein Hilfe zur Selbsthilfe e. V. für die großzügige finanzielle Unterstützung.
Das aktuelle Projekt läuft noch bis Mai 2026. Um die erfolgreiche Arbeit fortzuführen, bitten unsere Partner um eine Verlängerung der Förderung für weitere drei Jahre, insbesondere zur Sicherstellung der Personalkosten.
Zur weiteren Unterstützung dieses sinnvollen Projektes erbitten wir eine Spende auf das Konto des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe – Dritte Welt e. V.
Volksbank Heidelberg-Neckartal eG, IBAN: DE62 6729 1700 0085 4300 09
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Vereins
www.hilfe-zur-selbsthilfe-ev.de
Termin: Öffentliche Jahreshauptversammlung am 24.04.2026, 19:00 Uhr im Rathaussaal Dossenheim.


