Der Jahrgang 1950/51 begab sich wieder einmal auf „Klassenfahrt“. Mit der Stadtbahn S 4 erreichten wir unsere Ziel - Bruchsal. Eine Schlossbesichtigung stand auf dem Programm. Da wir eine kleine Gruppe von zehn Teilnehmern waren erlebten wir eine sehr exklusive Führung.
Das Schloss Bruchsal zählt zu den prächtigsten fürstbischöflichen Residenzen in Deutschland. Berühmt ist es vor allem wegen des beeindruckenden Treppenhauses des Architekten Balthasar Neumann. Man nennt es"Die Krone aller Treppenhäuser des Barockstils". Beeindruckend sind auch die Malereien in perfekter Drei-Dimensionalität. Man möchte sich auf eine Bank setzen, aber beim Näherkommen wird es nichts mit Ausruhen, sie ist nur gemalt. Gemälde lassen eine gerade Decke als ovale Kuppel erscheinen in der die Figuren, ja nach Standort des Betrachters, ihre Richtung zu wechseln scheinen.
Sehr interessant ist auch die im Schloss untergebrachte Musikautomaten-Ausstellung. Vom großen Jahrmarkt-Orchestrion, über Drehorgeln bis hin zum Lochkarten-Klavier Konrad Adenauers gibt es viel zu bestaunen. Beeindruckend sind die feinen, ineinandergreifenden Mechanismen dieser, teilweise sehr alten Musikautomaten. Einige davon durften wir in Aktion erleben.
Es war Spargelzeit und so fuhren wir mit einem Kleinbus nach Forst ins Spargelrestaurant Böser. Bei sehr feinen Gerichten und gutem Wein erlebten wir eine Mittagspause in schönem Ambiente.
Die Fußgänger-Zone in Bruchsal lud uns zum bummeln und Kaffee trinken ein. Gute Gespräche kamen ebenfalls nicht zu kurz.
Am späten Nachmittag brachte uns die S 4 wieder wohlbehalten nach Weinsberg zurück. Sicher finden wir auch im Jahr 2027 wieder in schönes Ziel!


