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Ausgebaute „Porschestrecke“ für den Verkehr ab dem 4. Februar 2026 freigegeben – Bundesweit einmalige Ampellösung

Nach einem komplexen Verfahren war es am Dienstag, den 27. Januar, so weit: Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau und sein Böblinger Amtskollege Roland Bernhard...
Verkehrsbereit
Die Landräte Roland Bernhard und Bastian Rosenau (Vierter und Fünfter von links), Erste Landesbeamtin Dr. Hilde Neidhardt (Fünfte von rechts), die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag (bzw. deren Stellvertreter) Prof. Dr. Erik Schweickert MdL (Sechster von links), Hartmut Lutz, Günter Bächle, Hans Vester (von links) sowie (von rechts) Bernd Kauffmann und Dr. Thomas Fink freuen sich mit den Bürgermeistern Michael Seiss (Friolzheim, Siebter von links), Mario Weisbrich (Wimsheim, Vierter von rechts), der stellvertretenden Bürgermeisterin von Mönsheim Margit Stähle (Sechste von links) und dem Weissacher Bürgermeister Jens Millow (Dritter von rechts) über den erfolgreichen Abschluss des Großprojektes.Foto: Fotos: Enzkreis, S. Hillbrecht

Nach einem komplexen Verfahren war es am Dienstag, den 27. Januar, so weit: Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau und sein Böblinger Amtskollege Roland Bernhard konnten die ausgebaute Kreisstraße K4569/K1017 zwischen Mönsheim und Weissach-Flacht – besser bekannt als „Porschestrecke“ – freigeben. Allerdings kann der Verkehr erst ab dem 4. Februar wieder rollen, da noch kleinere Arbeiten zu erledigen sind.

„Nach dem Ausbau der Kreisstraße zwischen Lehningen und Hausen im vergangenen November ist das hier bereits das zweite kreisübergreifende Projekt innerhalb von wenigen Monaten, das wir erfolgreich zum Abschluss bringen“, freut sich Rosenau. Beim erstgenannten Projekt lag die Federführung beim Kreis Böblingen, bei der „Porschestrecke“ beim Enzkreis – „und die Zusammenarbeit bei Planung und Bau lief in beiden Fällen bestens.“

Landrat Roland Bernhard hebt die Bedeutung der Verbindung für die Automobilindustrie hervor: „Diese Straße ist die direkte Anbindung an einen unserer globalen Champions. Einige der besten Ingenieure Deutschlands pendeln darauf zum Arbeitsplatz. Solche Straßenbauprojekte sind die beste Wirtschaftsförderung. Die rund 8 Millionen Euro Baukosten sind gut investiertes Geld.“

Erste Überlegungen zum Ausbau der sogenannten „Porschestrecke“ gab es bereits vor über zehn Jahren, wie die Erste Landesbeamtin des Enzkreises, Dr. Hilde Neidhardt, berichtet; in deren Dezernat ist auch das Amt für Nachhaltige Mobilität angesiedelt, das das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat. „Damals war für die Strecke noch ein Einfacher Ausbau geplant, im Jahr 2015 wurde der Planungsbeschluss gefasst. Durch die später hinzukommende Südzufahrt des Porsche-Entwicklungszentrums erhöhte sich die prognostizierte Verkehrsbelastung allerdings deutlich. Das machte den nun realisierten Ausbau-Querschnitt erforderlich.“

Laut Sandy Hillbrecht, die im Amt für Nachhaltige Mobilität das Sachgebiet Straßenbau leitet, hatte die Fahrbahn im ursprünglichen Zustand nahezu durchgängig eine Breite von maximal 5 Metern. Damit war sie viel zu schmal, was gerade im Begegnungsfall mit Lkw zu gefährlichen Situationen führte. Außerdem waren die Bankette mit einem halben Meter unzureichend ausgebildet und die Entwässerung der Straße im Wasserschutzgebiet problematisch, „der Ausbau also unumgänglich“, so Hillbrecht. Dieser umfasst nun die Strecke auf einer Länge von 2,1 Kilometern, wovon 1,8 Kilometer auf Gemarkung des Enzkreises liegen und 300 Meter auf Böblinger Gebiet.

Neu gebaut werden musste auch ein Stauraum-Kanal, um den Hochwasserschutz für die Gemeinde Mönsheim zu gewährleisten; zudem waren umfangreiche Maßnahmen im Wasserschutzgebiet wie etwa eine Abdichtung der Böschungen zu realisieren. Der Knotenpunkt mit der L 1134 wurde um eine Abbiegespur von Heimsheim kommend sowie um eine Einbiegespur im Zuge der K4569 erweitert. Für die hierdurch entstandene Verbreiterung der Fahrbahn musste im Bereich der L1134 eigens eine Stützmauer errichtet werden.

Eine weitere Besonderheit im Bereich des Knotenpunktes: die neue Lichtsignalanlage, die völlig autark über eine Photovoltaik-Anlage betrieben wird. Diese Lösung – eine 5,5 kWp-Anlage mit Speichermodulen soll die Lichtsignalanlage das ganze Jahr über mit Strom versorgen – hatte sich nicht nur aus ökologischen Gründen angeboten, sondern auch, weil sich die Herstellung einer Stromversorgung aufgrund des felsigen Untergrunds am Knotenpunkt als problematisch erwiesen hatte. Laut Neidhardt ist diese autarke Lösung bundesweit bislang einmalig und das Ergebnis einer engen Kooperation mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), dem Verkehrsministerium, dem Regierungspräsidium und der Klimaschutz- und Energieagentur Enzkreis Pforzheim.

„Dass dieses Großprojekt erfolgreich umgesetzt werden konnte, ist das Werk vieler Beteiligter, und wir möchten ihnen an dieser Stelle ganz herzlich danken“, so die beiden Landräte abschließend, „vor allem den Fördermittel-Gebern, den Gemeinden Mönsheim und Weissach, den Planern und der Baufirma, den Grundstückseigentümern, die Flächen für den Ausbau bereitgestellt haben – aber auch den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Verkehrsteilnehmenden für die Geduld während der Umleitung.“

PV-Anlage Ampellösung
Bundesweit einmalig: Im Bereich des Knotenpunktes wird die neue Lichtsignalanlage völlig autark über eine Photovoltaik-Anlage betrieben. Darüber freuen sich (von links) zwei Mitarbeiter von PV Strom, die Sachgebietsleiterin Straßenbau, Sandy Hillbrecht, sowie Marco Müller und Jörg Prokosch von der Straßenmeisterei.Foto:
Erscheinung
`s Blättle – Gemeinde Mönsheim
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Ausgabe 05/2026
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Mönsheim