Ausstellung im Vierordtbad Karlsruhe

Wenn sie die Muse küsst Sabine Evelyn Meier, kurz auch SEM genannt, hat schon bei der Durlach Art in der DanceVision-Tanzschule eine Auswahl ihrer Werke...
Rund 45 Kunstfreundinnen und -freunde besuchten die Vernissage.
Rund 45 Kunstfreundinnen und -freunde besuchten die Vernissage.Foto: war

Wenn sie die Muse küsst

Sabine Evelyn Meier, kurz auch SEM genannt, hat schon bei der Durlach Art in der DanceVision-Tanzschule eine Auswahl ihrer Werke gezeigt. Die Natur entdecken und mittels Farbe auszudrücken, steht ihr dabei wie auf den Leib geschrieben. Nicht nur das: Die Künstlerin möchte ihrem Publikum die positiven Seiten der inneren und äußeren Welt aus ihrer Sicht erfahrbar machen und den gerade heutzutage oft negativen Erscheinungen in der Welt entgegensetzen.

Grötzingen Aktuell: Die Vernissage zu Ihrer Kunst-Ausstellung im Vierodtbad am Sonntag der Vorwoche war sehr gut besucht. Wie kommen Sie denn immer auf Ihre Motive?

Sabine Evelyn Meier: Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal drängt es mich einfach zum Malen und ich habe Farben im Kopf, die ich verwenden möchte. Dann kommt mir ein Thema in den Sinn. Dann geht es los und es entsteht eine entsprechende Serie an Bildern. In anderen Fällen sehe ich etwas Schönes in der Natur, was sich nicht so fotografieren lässt, wie ich es rüberbringen möchte. Dann male ich es vor Ort oder aus meinen Gedanken heraus und anhand meiner Fotos. Auf diese Arten entstehen die meisten meiner Bilder.

GA: Sie haben sehr viele Natur-Motive. Lieben Sie die Natur und malen Sie diese deshalb auch so gerne?

Meier: Ja, das ist seit meiner Kindheit so. Meine Eltern hatten einen Garten, bis zum Umzug nach Karlsruhe, als ich vier war. Dann waren wir viel beim Camping im Albtal und auch europaweit unterwegs. Da konnte sich meine Liebe zur Natur sehr gut entwickeln und entfalten. Ansonsten haben wir die Natur wandernd, z. B. im Nordschwarzwald, erkundet. Dadurch ist auch Naturkunde eines meiner Steckenpferde.

GA: Wie sind Sie auf den Ausstellungsort Vierodtbad gekommen?

Meier: Eine Freundin nutzt die Therme Vierordtbad seit Jahren regelmäßig begeistert und gab mir den Tipp, dass man sich dort um eine Ausstellung bewerben kann.

GA: Wo stellen Sie sonst noch aus?

Meier: Bisher in Galerien, Restaurants, Hotels, Praxen, Banken und Rathäusern sowie bei Kunstmessen. Ich freue mich immer über neue Ausstellungsmöglichkeiten. Jeder Ort bietet neue Herausforderungen und Chancen bzgl. Präsentation /Wirkung. Auch die Personen, die man mit seiner Kunst begeistern kann, sind je nach Ort sehr unterschiedlich.

GA: Wie oft?

Meier: Das ist ganz unterschiedlich und hängt u. a. vom Aufwand ab. Also die Größen der Ausstellungen, wie die Örtlichkeit beschaffen ist und wie viel Präsenz ich in den Ausstellungen zeigen kann. In letzter Zeit habe ich so ein bis drei Ausstellungen pro Jahr.

GA: Malen Sie jeden Tag?

Meier: Nein, nur, wenn mich die Muse küsst, sozusagen. Da ich Emotionen, die ich als positiv empfinde, in den Bildern haben möchte, gehe ich z. B. nur in diesen Stimmungen ans Werk.

GA: Warum malen Sie gerne mit Acryl und Aquarell?

Meier: Aquarell ist eine Technik, die eine lange Tradition hat, aber dennoch auch sehr modern eingesetzt werden kann und sehr vielseitig ist. Man muss schnell sein, solange die Feuchtigkeit auf dem Papier ist. Dann braucht man etwas Geduld, bis es genug getrocknet ist. Oder man fängt mit der ersten Schicht des nächsten Bildes an. Wenn ich Acryl pur verwende oder zusätzlich mit Strukturpasten, Natur- oder Kunstmaterialien arbeite, kann ich auch prima dreidimensionale Strukturen erzeugen, die aus dem flächigen Bild herausragen. Acryl riecht neutraler und trocknet viel schneller als Ölfarbe. Das kommt mir beides sehr entgegen. Man kann mit beiden Materialien und Techniken sehr spielerisch und verträumt ans Werk gehen. Das finde ich sehr schön.

GA: Die Mehrheit Ihrer Arbeiten entsteht auch mit den genannten Materialien, oder?

Meier: Ja, das ist richtig und manchmal wende ich Mischtechniken aus beiden Materialien und z. B. mit Ölpastellkreide oder digitalen Möglichkeiten an.

GA: Wie sind Sie zur Kunst gekommen und was bedeutet Ihnen dieselbe?

Meier: Die Kunst habe ich im Blut. Meine Mutter, ihr Bruder und mein Opi konnten z. B. sehr gut zeichnen. Ein Leben ohne Kunst kann ich mir trotz meiner lebhaften Phantasie überhaupt nicht vorstellen.

Die Fragen stellte Jennifer Warzecha.

Info:

Die Bilder sind zu den Öffnungszeiten des Vierodtbades zu sehen. Diese finden Interessierte auf der Webseite www.ka-vierordtbad.de/vierordtbad/oeffnungszeiten.html. Die Ausstellung läuft bis Ende Februar 2025.

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion Nussbaum
11.10.2024
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