
Die Ausstellungfindetin der Dependance des Kulturfördervereins GALERIE KUNST IM TAL (Talstraße 170 in Schriesheim) statt. Anna Siebert und Mona Albrecht präsentieren ihre Arbeiten unter dem Titel „hier kurz für immer“.
Öffnungszeiten: sonntags 11 bis 13 Uhr und nach Anmeldung unter 0172 9027785
Finissage: Sonntag, 26. April, um 11 Uhr
Fragile Objekte aus Papier und Organza sowie Zeichnungen aus verdichteten, feinen Bleistiftstrichen erzählen von Orten auf Zeit und von Erinnerungen als zeitloser Verortung. Zwei Künstlerinnen aus Mannheim zeigen ihre Werke im Ausstellungsraum des Kulturfördervereins Hirschberg.
Beide Künstlerinnen lernten sich während ihres Studiums an der Freien Kunstakademie in Mannheim kennen und schätzen. Neben ihrer Beteiligung an Ausstellungen in der Region sind sie auch als Kunstvermittlerinnen tätig.
Anna Siebert hat den im Winter leerstehenden Ausstellungsraum des Kulturfördervereins Hirschberg als Atelier auf Zeit zur Verfügung gestellt bekommen. Die Tatsache der zeitlichen Begrenztheit dieses Aufenthalts hat sie zum Konzept der Ausstellung gemacht, da sie thematisch eine Fortsetzung ihrer bisherigen Arbeiten darstellt. Anna Siebert beschäftigt sich in ihrer Kunst mit der Zerbrechlichkeit des Daseins und zugleich mit dessen unerwarteter Stabilität. Ihr häufigstes Arbeitsmaterial ist Verpackungspapier, dessen Symbolkraft als fragiler Schutzträger sie fasziniert. Auch in dieser Ausstellung ist das Papier nicht Hintergrund oder Träger der Kunst, sondern das Kunstwerk selbst.
Um die Ausstellung zu vervollständigen und zu bereichern, hat sie Mona Albrecht eingeladen, die mit einem anderen Medium arbeitet, deren Werke jedoch viele Überschneidungen mit ihren eigenen Themen aufweisen.
Als studierte Soziologin interessiert sich Mona Albrecht für soziale Strukturen und ihren Einfluss auf unser Leben. Ihre monochromen Bleistiftzeichnungen zeigen einerseits Menschen in meist intimen familiären Situationen, andererseits einzelne Gegenstände. Eine Tasse ist nicht unbedingt nur eine Tasse – sie kann auch eine materialisierte Erinnerung an vertraute Orte und Personen sein. Eine objektiv kitschige Porzellanfigur kann subjektiv aufgeladen und von hohem emotionalem Wert sein. Es schwingt die Frage mit, wie soziale Räume und Milieus uns prägen und wie wir neues Terrain betreten.
In dieser Ausstellung sind Sie eingeladen, ganz im Moment anzukommen, in die eigenen Erinnerungen einzutauchen, selbst Teil des Kunstwerks zu werden – oder hier kurz für immer zu bleiben.
