Die Kulturinitiative e.V. lädt vom 13. September bis 20. Oktober zu einer Ausstellung zu Franz und Franziska Jägerstätter in der Stadtkirche ein.
Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 21. September um 9 Uhr mit der Heiligen Messe in der Stadtkirche. Im Anschluss führt die Journalistin und „Jägerstätter“-Biografin Erna Putz in die Ausstellung ein.
Der Film „Ein verborgenes Leben“ am 26. September um 19 Uhr im Vinzentiushaus und Führungen runden die Ausstellung ab.
Wer ist dieses Ehepaar, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Grenze zu Bayern in Radegund lebte? Wer ist dieser Franz, der aus dem Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis 1943 schreibt: „Wenn ich die Briefe auch mit gefesselten Händen schreibe, ist das immer noch besser, als wenn der Wille gefesselt wäre“.
Kann Franz’ Entscheidung, nicht für die Ideale der Nationalsozialisten zu kämpfen, wie damals auch heute unser Gewissen erschüttern und wachrütteln? An welche Fragen rührt sein und ihr gemeinsames Leben, das 1943 mit seinem Tod endete und ihr Leben zum weißen Martyrium werden ließ? Hat er seine Familie zu wenig geliebt und dafür das Martyrium gesucht?
Und wie soll man heute angesichts der rechten und linken Ideologisierungen des Lebens als Christ Stellung beziehen? Was bedeutet es, „Christus zu gehören“ und was bedeutet es, den Glauben immer und überall zu leben und zu bezeugen, auch in widrigen, feindlichen Umständen? Mit solchen Fragen konfrontiert uns die Ausstellung.
Die Geschichte von Franz und Franziska ist jedoch, noch bevor sie die dramatische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist, in erster Linie eine Liebesgeschichte. Eine Liebe, die mit Freude angefüllt und durch Leid geprüft wurde. Sie provoziert die Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen Matrimonium und Martyrium, zwischen Ehe und Zeugenschaft?
Herzliche Einladung zur Eröffnung am 21. September um 9 Uhr zum Gottesdienst in die Stadtkirche Bruchsal oder um 10 Uhr ins Vinzentiushaus gegenüber zur Begegnung mit Frau Erna Putz, Journalistin und Biografin von Jägerstätter. Der Planung wegen wird um eine kurze Rückmeldung bei Hubert Keßler, Kulturinitiative e.V., gebeten: hubert.kessler@die-kulturinitiative.de