Der Kulturverein Zehntscheuer lädt am Samstag, 9. Mai um 16 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Calma Karma“ von Katrin Brause in den Hohenberg-Saal des Kulturzentrums Zehntscheuer ein.
Zur Einführung in die Ausstellung begrüßt zunächst Petra Stolting im Namen des Kulturvereins die Gäste. Im Anschluss gibt der Kunstwissenschaftler, Autor und Galerist Dr. Günter Baumann einen Einblick in das künstlerische Schaffen von Katrin Brause.
Die 1972 in Leipzig geborene Künstlerin blickt auf einen außergewöhnlichen Lebensweg zurück, der von biografischen Brüchen und einem späten, aber konsequent verfolgten Einstieg in die Kunst geprägt ist. In der DDR war sie politischen Restriktionen ausgesetzt; ihre Schullaufbahn wurde 1987 beendet, verbunden mit einer verpflichtenden Ausbildung in der Leipziger Baumwollspinnerei. Erst Jahre später wurde ihr Bildungsweg rehabilitiert – ein Wendepunkt, der schließlich den Zugang zur Kunst ermöglichte.
Im Zentrum von Brauses Werk steht die Auseinandersetzung mit Zeit, Erinnerung und Transformation. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen – etwa dem städtischen Wandel Leipzigs oder Aufenthalten in Städten wie Catania – untersucht sie, wie sich Geschichte in Räumen und Objekten einschreibt und wie sich Wahrnehmung und Zugehörigkeit verändern.
Die Ausstellung „Calma Karma“ ist bis zum 19. Juli 2026 zu sehen.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 15 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr.



