Autorenlesung mit Hélène Siegwarth am 07. Mai um 19 Uhr
In ihrem Buch: „Ein junges Volk steht auf ...“ erzählt Hélène Siegwarth die Geschichte ihrer französisch/deutschen Familie.
- Ihrer französischen Mutter, die 1942, während der deutschen Besatzung, sich vom Nationalsozialismus verblendet, zur Kollaboration mit den deutschen Besatzern entscheidet, Agentin des Amtes Ausland/ Abwehr wird und 1947 zu lebenslanger Haft verurteilt.
- Ihres deutschen Vaters, eines begeisterten Hitlerjungen, der seine naive Heiterkeit an der Russland-Front verloren hat.
Sie erzählt auch:
- Von der Liebe der beiden, ihrer Familiengründung 1953 im Frankreich der Nachkriegszeit, wo deutsche Verbrechen zurecht nicht vergessen sind.
- Von der Jugend der Autorin in diesem Frankreich der Nachkriegszeit und ihren Kämpfen mit einer Mutter, die nie ganz ihre faschistische Gesinnung aufgegeben hat.
Ein ganz persönliches Buch über die Anziehungskraft der Herrenmenschen-Ideologien, auf der Basis eines grausamen Kriegstagebuchs und jahrelanger Recherche. Eine Geschichte, wie so viele andere in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.