
Freitag, 16.01.26 im Antoniushof: Es war das 180. Konzert seit dem Bestehen der Formation und es war der Start in die Konzertsaison 2026. Der ungewöhnliche Plott für ein Konzert: eine fiktive Feldaufnahme aus dem Jahr 283 n. Chr. in Zentralapulien. Sie dokumentiert das Mondritual eines vergessenen Kultes von antiken Arbeitern, die in den Olivenhainen und in Höhlen unter dem Trullo des Guts Cagnazzi in Altamura arbeiteten. Ein Trullo ist ein in Trockenbau errichtetes rundes Haus aus Kalkstein. Sie sind tagsüber in der Höhle, nur nachts können sie ins Freie und ihre visuellen Erfahrungen sind vom Mondlicht geprägt. In der klanglichen Umsetzung dominierten folglich eher zärtliche und leise Klänge. Saxophon und Kupaphone imitierten Maschinengeräusche, der Bass (Esat Ekincioglu ) wurde zum Rhythmusinstrument. Obertöne domininierten und entwickelten ein klangliches Eigenleben, das Saxophon wurde teilweise nur gehaucht und geploppt und hochdifferenziert in Halb- und Vierteltönen gespielt. Weitere Instrumente die zum Einsatz kamen waren Rahmentrommeln, Becken (Pino Basile), Bambus- und Doppelflöten (Giuseppe Doronzo) . Das Ergebnis war im besten Sinne einerseits witzig und unerhört, andererseits meditativ und ungemein beruhigend. Im Grunde genommen eine Jazz-Erfahrung der anderen und besonderen Art. Im zweiten Satz dann wurde es lebendiger, orientalischer und es reizte dazu sich zur Musik zu bewegen.
Ein begeistertes Publikum verabschiedete die Band mit frenetischem Applaus und die Musiker versprachen gerne wieder zu kommen.
Am nächsten Vormittag wurde bereits für das nächste Album geprobt, bis es dann Zeit wurde nach Ulm aufzubrechen, wo man am Samstag Abend im Jazzclub Sauschdall ein Konzert gab. Am Sonntag war das Ensemble dann bei Moddys in Weinheim bei Philleicht Jazz zu Gast.
Die nächsten Termine:
Happy Feet am Freitag 23.01.26 um 19:00 Uhr
Freies Singen mit Hartmut Hatzfeld am Donnerstag 29.01.26 um 19:30 Uhr