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Bad Herrenalb bleibt Fairtrade-Stadt

Eine geplante „Faire und bunte Kaffeetafel“ hat am Sonntagnachmittag nicht auf der Klosterstraße aufgebaut werden können. Das Wetter spielte...
Rainer Merkle (li.), Sprecher der örtlichen Fairtrade-Steuerungsgruppe, überreicht Christian Romoser, Stellvertreter des Bürgermeisters, eine Urkunde der Organisation „Fairtrade Deutschland e.V.“ Mit ihr darf sich Bad Herrenalb zwei weitere Jahre „Fairtrade-Stadt“ nennen.

Eine geplante „Faire und bunte Kaffeetafel“ hat am Sonntagnachmittag nicht auf der Klosterstraße aufgebaut werden können. Das Wetter spielte nicht mit. Stattdessen gab es im nahen Evangelischen Gemeindehaus fair gehandelten Kaffee, Tee, Saft und Kuchen. Anlass für diese Kaffeetafel war die Rezertifizierung der Stadt Bad Herrenalb als „Fairtrade-Stadt“ durch die Organisation „Fairtrade Deutschland e.V.“ aus Köln.

Die Außenwirkung dieser Aktion zur Unterstützung eines fairen Welthandels war im Gemeindehaus geringer als gewünscht. Der Erlös war bescheiden. 469,35 Euro teilen sich je zur Hälfte die Interessengemeinschaft (IG) Gartenschau und die Evangelische Kirchengemeinde. Bad Herrenalb bekam den Titel „Fairtrade-Stadt“ im Mai 2012 verliehen. Sie war deutschlandweit die 84. Stadt. Stand heute gibt es 941 Fairtrade-Städte in Deutschland. Regelmäßig wird das Engagement für den fairen Handel überprüft. In diesem Jahr geschah in Bad Herrenalb das zum siebten Mal.

„Wir erfüllen alle Kriterien und bleiben Fairtrade-Stadt“, sagte Rainer Merkle, Sprecher der örtlichen Fairtrade-Steuerungsgruppe, zu den versammelten Gästen der fairen Kaffeetafel. Er überreichte an Bürgermeister-Stellvertreter Christian Romoser die verliehene Urkunde. Sie dokumentiert, dass Bad Herrenalb bis 2028 den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen darf. „Wir werden diese Verpflichtung auch in Zukunft eingehen und unterstützen weiterhin den fairen Handel“, sagte Christian Romoser. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an den bundesweiten „Tag des Ehrenamts“ am 23. Mai und lobte alle Unterstützer der „Fairen und bunten Kaffeetafel“. „Das findet hier alles im Ehrenamt statt und Ehrenamt ist wichtig für unsere Stadt.“

Beteiligt waren neben den sechs Ehrenamtlichen der Fairtrade-Steuerungsgruppe ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Weltladens, des Arbeitskreises (AK) Asyl, der Aktionsgruppe „Wir in Herrenalb für Demokratie!“, Asylsuchende und Geflohene aus der Ukraine. Die Beteiligung der zuletzt genannten machte aus der fairen Kaffeetafel eine faire und bunte Kaffeetafel. Die Vielzahl und Vielfalt der Beteiligten zeigte sich auch am Kuchenbuffet. Dort gab es unter anderem eine ukrainische Pflaumentorte und Gebäck von Uiguren, einem in China unterdrückten Volksstamm.

„Fairtrade ist das Natürlichste der Welt! Alle wollen fair behandelt werden“, sagte Peter Müller von der Aktionsgruppe „Wir in Herrenalb für Demokratie!“. Er stimmte mit den Gästen die Lieder „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „We shall overcome“ an. Darauf nahm Carmen Bartle vom AK-Asyl Bezug: „Wir stärken Orte, wo solidarisch gehandelt wird. Die Fairtrade-Gruppe ist ein solcher Ort. Wir sind hier, weil wir gemeinsam singen, essen, trinken und feiern!“ Carmen Bartle erklärte, dass man mit Würde, Teilhabe und Gerechtigkeit Verantwortung füreinander übernehmen soll, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Hintergrund:

Der Text der verliehenen Urkunde lautet: „Bad Herrenalb bleibt Fairtrade-Stadt! Nach Erfüllung aller Kriterien der Kampagne Fairtrade-Towns darf Bad Herrenalb weiterhin den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt Bad Herrenalb eine Vorreiterrolle ein. Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Bad Herrenalb dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird. Wir gratulieren und bedanken uns herzlich für Ihren Einsatz. Köln, den 17. Mai 2026 – Claudia Brück – Vorständin Fairtrade Deutschland e.V.“

Am Kuchenbüffet der fairen Kaffeetafel gibt es unter anderem eine ukrainische Pflaumentorte und Gebäck von Uiguren, einem in China unterdrückten Volksstamm.
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Amtsblatt der Stadt Bad Herrenalb
NUSSBAUM+
Ausgabe 24/2026
von Stadt Bad Herrenalb
10.06.2026
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