
Im voll besetzten Saal konnte Timo Bechtold, Geschäftsführer von Nussbaum Medien, die Besucher und die Philharmonie Baden-Baden begrüßen, die mit viel Schwung und Wiener Charme das neue Jahr musikalisch begrüßen wollten.
Unter ihrem Dirigent Heiko Mathias Förster hatte das Orchester ein Programm zusammengestellt, das die Musikerfamilie Strauss mit Vater Johann und den drei Söhnen Josef, Eduard und vor allem dem berühmtesten Johann Strauss in den Mittelpunkt stellte. Begleitet wurde die Familie mit Werken bekannter „Zeitgenossen“.
Heiko Förster erläuterte das Programm und ergänzte immer wieder mit interessanten und heiteren Anekdoten, wobei er das Publikum auch durch gelegentliche Aktionen in das abwechslungsreiche Programm miteinbezog. So amüsierte die Zuhörer gleich zu Beginn, dass „Herrreinspaziert“ auch lautmalerisch anders geschrieben werden kann. Ebenso wurden beim „Galopp“ von Vater Strauss auch Seufzer entsprechend eingeübt.
Beim Walzer „Dorfschwalben aus Österreich“ des Bruders Josef Strauss hörten die Besucher Vogelgezwitscher, bevor der erste Programmteil mit Franz Lehárs Ouvertüre „Wiener Frauen“ voller Schwung, aber auch mit bezaubernd schönen Klängen endete.
Nach der Pause konnte Timo Bechtold im eigentlich wichtigsten Programmpunkt des Konzertabends im Namen der Nussbaum Stiftung die Spende an den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes Bad Rappenau-Siegelsbach übergeben. Sie ist für den Seniorennachmittag „Gemeinsam gegen einsam“ bestimmt. Die erste Vorsitzende der DRK Bad Rappenau-Siegelsbach Elke Haas nahm den Scheck in Höhe von 2.500 Euro im Beisein von Oberbürgermeister Sebastian Frei entgegen und bedankte sich herzlich für die großzügige Spende.
Anschließend ging es weiter im abwechslungsreichen Programm des Abends. Die klanglich sehr ausgeglichen musizierende Philharmonie bot dem Publikum nun zahlreiche bekannte Melodien, die die Musiker mit großer Virtuosität und viel Hingabe spielten. Bei Franz Lehars „Ballsirenen“ schluchzten die Violinen, zur Ouvertüre zu Kálmans „Gräfin Mariza“ erfuhr das Publikum, dass Witwen auch lustig sein können und in Joseph Hellmesbergers Glocken-Polka konnten die Streicher mit rasant gezupften Passagen glänzen.
Das Orchester führte im „Kopenhagener Dampfeisenbahn-Galopp“ des Dänen Hans Christian Lumbye den Besuchern die Bewegung der Dampfmaschine vor Augen, bis dann mit „Wiener Blut“ von Johann Strauss Sohn der wohl bekannteste Walzer des Abends erklang. Unter der inspirierenden und immer wieder zupackenden Leitung des Dirigenten Heiko Mathias Förster beendete die Philharmonie Baden-Baden mit Heubergers Opernball-Ouvertüre bravourös das Neujahrskonzert.
In der Zugabe konnten die begeisterten Besucher beim berühmten Radetzky-Marsch das Orchester noch einmal gekonnt durch Klatschen unterstützen. Anschließend dankte Timo Bechtold allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten und wünschte einen guten Weg in das neue Jahr 2026, den das Orchester mit der Tritsch-Tratsch-Polka musikalisch schwungvoll unterstützte.
