
Fahrgäste im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) müssen sich ab Sommer auf höhere Ticketpreise einstellen. Der Aufsichtsrat des Verbunds hat eine durchschnittliche Tarifanpassung um 4,81 Prozent zum 1. August beschlossen, wie der KVV mitteilte.
Begründet wird der Schritt mit stark gestiegenen Betriebskosten in nahezu allen Bereichen. „Hohe Tarifabschlüsse, Energiepreise und Materialkosten belasten die Verkehrsunternehmen erheblich“, erklärte KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon.
Eine „moderate und sachlich begründete Anpassung“ sei notwendig, um den öffentlichen Nahverkehr in gewohnter Qualität aufrechtzuerhalten. Ziel bleibe es, die wirtschaftliche Stabilität zu sichern und das Angebot zugleich attraktiv und bezahlbar zu halten.
Konkret kostet eine Einzelfahrkarte für zwei Waben künftig 3,70 Euro statt bisher 3,50 Euro. Eine Tageskarte für drei Waben steigt um 40 Cent auf 7,40 Euro – das entspricht dem Preis von zwei Einzelfahrscheinen.
Besonders beliebt bleiben laut KVV die Abonnementangebote, die inzwischen rund 85 Prozent der Fahrgeldeinnahmen ausmachen. Die Preise für die verschiedenen Deutschlandticket-Varianten bleiben unverändert.