
Im Jahr 2026 sind in Donaueschingen verschiedene Bauvorhaben im Tiefbau und im Hochbau in Planung, darunter kleinere Maßnahmen wie Sanierungen und bauliche Erweiterungen, aber auch Großprojekte wie beispielsweise die Schaffung von Gewerbeflächen. Die Baumaßnahmen im Bereich der neuen Realschule laufen seit Jahresbeginn weiter und der Umzug der Realschule soll in Kürze beginnen.
„Die städtischen Bauprojekte stehen 2026 wieder ganz im Zeichen der nachhaltigen Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur mit klarer Ausrichtung auf Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit. Mit der Fertigstellung des Kreisverkehrs in der Dürrheimer Straße Ende des vergangenen Jahres wurde bereits ein wichtiger Teil der Gewerbegebietserweiterung im Hinblick auf die Verkehrsführung realisiert, jetzt gehen dort die Erschließungsarbeiten voraussichtlich noch bis Ende Juni 2026 weiter. Auch auf dem Konversionsareal laufen die Arbeiten weiter auf Hochtouren. Mit dem Umbau des Hindenburgrings steht dieses Jahr ein wichtiges Projekt auf unserer Agenda“, erklärt Oberbürgermeister Erik Pauly.
Dieser Umbau umfasst den Bau einer Rechtsabbiegerspur aus Richtung Osten kommend in die Villinger Straße, die Erneuerung von Wasserleitungen und Anpassungen an Gehwegen. Mit der Maßnahme soll die wohl bedeutendste Verkehrsachse der Stadt ertüchtigt und leistungsfähiger gemacht werden.
Der Baustart ist für Juni 2026 vorgesehen, das Tiefbauamt rechnet mit einer Bauzeit von fünf bis sechs Monaten. Um die Einschränkungen für den Verkehr zu verringern, werden vier Bauabschnitte gebildet.
- Zunächst soll der Kreuzungsbereich Friedhofstraße/Hindenburgring angegangen werden.
- Im nächsten Abschnitt soll der Bereich zwischen den Kreuzungen Hindenburgring/Friedhofstraße und Hindenburgring/Villinger Straße abgearbeitet werden.
- Den dritten Abschnitt bildet der Kreuzungsbereich Hindenburgring/Villinger Straße
- und der vierte Abschnitt soll in der Weiterführung des Hindenburgrings in Richtung Hermann-Fischer-Allee angegangen werden.
Die Arbeiten innerhalb der einzelnen Bauabschnitte werden unter Vollsperrung durchgeführt. Die entsprechenden Umleitungsregelungen werden frühzeitig bekanntgegeben, wobei vorgesehen ist, den Schwerlastverkehr weiträumig umzuleiten.
Im vergangenen Jahr haben die Straßenbauarbeiten in der Friedhofstraße mit der neuen Buswendeschleife begonnen. Damit wird die verkehrliche Erschließung des Areals verbessert und ein attraktiver und funktionaler Zugang für die Bürger geschaffen. Voraussichtlich Ende Mai ist die Busanbindung der neuen Realschule dann baulich bereit, in Betrieb zu gehen. In diesem Zuge wird auch die Fußgängersituation verbessert. Auch hinsichtlich einer nachhaltigen Wärmeversorgung wird mit der Nahwärmeanbindung des Areals von Norden her ein weiterer Meilenstein erreicht.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 4,47 Millionen Euro stellt die Maßnahme das derzeit größte Brandschutzprojekt der Stadt dar. Als zentraler Übungs- und Technikstandort der Gesamtwehr schafft der Neubau optimale Bedingungen für Einsatzdienst und Ausbildung. Seit dem Spatenstich im Juli 2025 schreiten die Tief- und Rohbauarbeiten planmäßig voran. Die Fertigstellung des Gebäudes einschließlich der Außenanlagen ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Mit der 2025 getroffenen Weichenstellung für den Neubau für rund 14 Millionen Euro wurde ein strategisch bedeutender Weg eingeschlagen. Diese Entscheidung sichert die Trinkwasserversorgung der Stadt langfristig und zuverlässig ab. Mit Hochdruck sollen in diesem Jahr die Planungen für das neue Wasserwerk vorangetrieben werden.
Die Erschließung der Ersatzwasserversorgung wurde vorangebracht, sodass die Einbindung in die städtische Wasserversorgung voraussichtlich im März 2026 erfolgen kann - ebenfalls ein Meilenstein in der Versorgungssicherheit.
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Modernisierung der Wassernetzinfrastruktur wurde mit dem ersten Bauabschnitt der Leitungssanierung in der Humboldtstraße umgesetzt. 2026 und 2027 wird die Wasserleitungserneuerung in der Humboldtstraße fortgeführt, der erste Bauabschnitt in diesem Bereich wurde 2025 bereits abgeschlossen.
Ebenfalls weitergeführt wird im kommenden Jahr die Sanierung der Förderleitung Schellenberg, nachdem 2025 bereits der erste Bauabschnitt abgeschlossen werden konnte. Parallel dazu wird 2026 die Erneuerung der Förderleitung Aasen-Heidenhofen vorangetrieben und im Hochbehälter Wolterdingen in die Technik investiert.
Mit der aktuellen Erweiterung des Gewerbegebiets „Breitelen-Strangen“ und einem Investitionsvolumen von rund 4,25 Millionen Euro werden dringend benötigte Gewerbeflächen geschaffen.
Im Zusammenhang mit der 3. Erweiterung des Gewerbegebiets „Obere Wiesen“ in Aasen wird dieses Jahr nach der Planung und Ausschreibung die Erschließung beginnen. Damit werden die gewünschten Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen von Unternehmen ermöglicht.
Die Entwicklung des neuen Stadtteils Am Buchberg schreitet in hohem Tempo voran. Im Zentrum des Konversionsareals steht der Neubau der Realschule mit Dreifeldsporthalle, hier wird die Schule in Kürze mit Leben gefüllt und den Betrieb aufnehmen.
Auf den vor einiger Zeit an zwei Bauträgern veräußerten Grundstücken im Nordosten unterhalb der Kindertagesstätte „Am Buchberg“ soll in diesem Jahr mit der Bebauung begonnen werden. Die Planung sieht hier Mehrfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser vor. Deutliche Baufortschritte hat die Deutsche Bauwert AG an den denkmalgeschützten Gebäuden am Hindenburgring bereits umgesetzt. Aktuell vermarktet die Konversions- und Entwicklungsgesellschaft weitere Grundstücke entlang der Prinz-Karl-Egon-Straße und Friedhofstraße
Neben dem Konversionsareal, in dem insgesamt 420 neue Wohneinheiten entstehen, den gegenüberliegenden "Hans-Thoma-Höfen", die 155 neue Wohneinheiten schaffen und einem privaten Bauprojekt in der Neuen Wolterdinger Straße, das 100 neue Wohneinheiten vorsieht, entstehen auch in den Ortsteilen neue Wohngebiete. In diesem Jahr wird die Erschließungsplanung für den 5. Bauabschnitt im Wolterdinger Baugebiet „An der Tannheimer Straße“ erstellt und für das Baugebiet „Geisinger Straße“ in Pfohren ein Bebauungsplan aufgestellt.
Zahlreiche weitere Maßnahmen wie beispielweise die Einführung eines analogen Parkleitsystems, der Ertüchtigung des Abwasser-Kanalnetzes, der weitere Ausbau der Nahwärmeversorgung und des Glasfasernetzes in der Kernstadt und den Ortsteilen sollen 2026 umgesetzt werden.