
Hinter die sonst verschlossenen Tore eines der markantesten Bauwerke der Region blickte am vergangenen Freitag die Ortsgruppe Berkheim des Schwäbischen Albvereins gemeinsam mit dem Heimatverein Berkheim. Ziel des Ausflugs war das Kraftwerk Altbach/Deizisau, das viele Mitglieder zwar täglich aus der Ferne sehen, aber nur die wenigsten bisher von innen besichtigen konnten.
Der Nachmittag startete im modernen Besucherzentrum. Dort wurde der Gruppe anschaulich vermittelt, wie die komplexe Stromversorgung in Deutschland funktioniert und welche Rolle die Anlage in Altbach dabei spielt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Dimension der Technik: Von der Kohleanlieferung bis hin zur aufwendigen Reinigung der Abgase wurden alle Schritte der Stromerzeugung detailliert erläutert.
Während der rund dreistündigen Führung durch das weitläufige Gelände erhielten die Mitglieder seltene Einblicke in die Dimensionen der Energieerzeugung. Zum Glück war das am frühen Morgen aufgetretene Feuer im Tagesbunker von HKW 2 schnell gelöscht. Aus Sicherheitsgründen wurde dennoch das ältere HKW 1 besichtigt. Vom 90 Meter hohen Kesselhaus hatten wir einen tollen Rundblick auf die Umgebung sowie die Baustelle der neuen Gasturbine, welche 2027 in Betrieb geht.
Da der Besuch eines Kraftwerks mit besonderen Sicherheitsanforderungen verbunden ist, war die Gruppe dieses Mal ausschließlich in erwachsener Besetzung unterwegs.
Nach der intensiven Führung durfte auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Wie geplant, ließen die Teilnehmer den Abend im Gasthaus Rössle ausklingen. Bei gutem Essen wurden die vielen neuen Eindrücke und technischen Details in gemütlicher Runde diskutiert.
Ein herzlicher Dank gilt Wanderführer Dirk für die Organisation dieses spannenden Blickwechsels von der Berkheimer Höhe hinunter ins Neckartal.