
Beim COP30 in Brasilien versprach Umweltminister Carsten Schneider (SPD) eine Mrd € (von unserem Steuergeld) für einen Fonds zum Schutz des Regenwalds. „Ich bin überzeugt, dass das sehr gut angelegtes Geld ist. Wir machen uns den Markt zunutze, um den Wald zu schützen,“ so Schneider. Auch andere Staaten beteiligen sich an diesem Fonds. (Quelle: Pressemitteilung BMZ, 20.11.25).
Derselbe Umweltminister (SPD) will den Ausbau der Windkraft intensiv vorantreiben. Und das ausgerechnet in windarmen Regionen. In diese Projekte sollen Mrd € an Steuergeldern fließen. Schneider will etwa 2000 neue Windkraftanlagen (WKA) bauen. Die Förderung des Bundes senkt die Kosten und macht Investitionen in Windenergie attraktiv. Wenn ein Projekt keine Förderung erhält, stockt der Ausbau. Süddeutschland hatte dabei gegenüber dem windreichen Norden oft den Nachteil, sagte Schneider bei der Pressekonferenz. Die Region soll nun von den neuen Ausschreibungen profitieren. Doch wenn in Süddeutschland mehr WKA gebaut werden, dann kostet das den Steuerzahler mehr Geld. Denn windschwache Regionen erhalten mehr Fördermittel, um den Standortnachteil auszugleichen und Investitionen in Windkraft auch an windschwachen Standorten zu fördern. (Quelle: FR, 26.03.26)
Anders ausgedrückt: Wir finanzieren unfreiwillig mit unserem Steuergeld die Zerstörung von Waldflächen im windschwachen Süddeutschland, obwohl daraus kaum Leistung resultieren wird. Doch zurück zum tropischen Regenwald. Balsaholz ist ein wichtiger Rohstoff für die Rotoren der WKA. Dazu gibt es extra Balsaplantagen an der Küste Ecuadors. Aufgrund der erhöhten Nachfrage reichen diese jedoch nicht mehr aus. Daher wichen die Holzfäller zunehmend in die Wälder des ecuadorianischen Amazonasgebiet aus. Illegale Holzfäller drangen sogar in das UNESCO-Biosphärenreservat Yasuní vor. Dieses zählt zu den artenreichsten Waldgebieten der Erde und ist Lebensraum unkontaktierter indigener Gruppen. Da ältere Balsabäume in Ecuador immer knapper wurden, verlagerten sich die Aktivitäten zudem in benachbarte peruanische Wälder. Das dort illegal geschlagene Holz wird nach Ecuador geschmuggelt und als Balsaholz aus Ecuador deklariert. (Quelle: WWF Deutschland).
Wir von Gegenwind finden Entwicklungshilfe zum Schutz des tropischen Regenwalds absurd, wenn gleichzeitig ein Rohstoff importiert wird, dessen Gewinnung dem Regenwald schadet. Für den Bau der WKA werden immer mehr Flächen unserer deutschen Wälder zerstört. Und das für den sog. „Klimaschutz“.
Mitgliederversammlung: 20.05.26 um 19.30 h im Neuen Ludwigstal.
Kontakt: karin.reinhard12@gmail.com, Spendenkonto DE96 6709 2300 0033 3033 27.
Weitere Infos: gegenwind-bergstrasse.de
Dr. R. Kraft


