Schnee und Glätte? Jetzt greift die Räumpflicht: Vor dem eigenen Grundstück müssen 1,50 Metern Breite freigehalten werden. Leicht wäre es jetzt, zu salzhaltigen Taumitteln zu greifen. Jährlich kommen nach Angaben des Umweltbundesamts bundesweit 1,5 Millionen Tonnen Streusalz zum Einsatz. In harten Wintern kann die Menge auf mehr als vier Millionen Tonnen steigen. Aber wir alle wissen: Diese sind sehr schädlich für Böden, Pflanzen und Gewässer - und Tierpfoten. Fragen Sie mal Hundehalter, die die vom Salz entzündeten Pfoten ihrer Lieblinge versorgen müssen. Streusalzprodukte führen auch zu Korrosionsschäden an Fahrzeugen, Brücken, Gebäuden oder Baudenkmälern. Wie aggressiv das Salz ist, zeigt sich auch an Schuhen und Kleidung. Kein Wunder, dass die Verwendung von Streusalz für private Zwecke in den meisten Kommunen ohnehin verboten und mit einem Bußgeld belegt ist. Der BUND empfiehlt deshalb, Gehwege besser mit der Schneeschaufel und Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Auch Streumittel mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ sind geeignet und weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen. Abstumpfende, salzfreie Streumittel wie Splitt oder Granulat ohne das Logo können giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Also bei Schnee und Eis: Workout statt Umweltschädigung!


