
Ein Gesprächsabend der Flüchtlingshilfe Ebersbach über Rassismus
„Rassismus? Das ist ein Problem in den USA oder bei den ehemaligen großen Kolonialmächten. Aber nicht bei uns in Deutschland.“ Eine Aussage, die man oft hört, wenn man versucht, mit Menschen aus der einheimischen Mehrheitsbevölkerung über die Benachteiligung von Menschen anderer Hautfarbe, anderer Herkunft, anderer Religion oder anderer Kultur auch bei uns zu sprechen. Ob das so stimmt, darüber wollen wir aus Anlass der Internationalen Woche gegen Rassismus mit Menschen sprechen, die aufgrund ihrer Herkunft oder der Herkunft ihrer Vorfahren tagtäglich direkte Erfahrungen mit Diskriminierung machen: in der Schule, bei der Arbeits- und Wohnungssuche, bei Polizeikontrollen, bei der Partnerwahl oder als Feindbild extrem rechter Parteien. Zugesagt haben ein Mann und eine Schülerin aus Kamerun, eine Frau türkischer Herkunft und ein 16-Jähriger Gymnasiast aus Sri Lanka.
Diskutieren wollen wir aber auch über so manche gut gemeinten Kommentare, die trotzdem rassistisch sind und darüber, was wir gemeinsam im Großen und Kleinen tun können, damit der berühmte Traum des schwarzen US-Bürgerrechtlers Martin Luther King endlich wahr wird: Dass seine Kinder „eines Tages in einer Welt leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird.“
Der Gesprächsabend wird veranstaltet von der Flüchtlingshilfe Ebersbach.
Musikalisch begleitet wird die Diskussion von Gaby Strittmatter-Seitz mit Songs aus der Bürgerrechtsbewegung.
Moderation: Joachim Auch
Ort: Bodenbeläge Bülent Tekdal, Ludwigstraße 4, 73061 Ebersbach
Termin: Donnerstag, 19. März, Beginn 19 Uhr


