Ortsvorsteher Alf erinnerte daran, dass das Thema Vereinszuschüsse bereits im Januar diskutiert worden war. Hintergrund war die Überlegung, im Sinne der gesamtstädtischen Sparmaßnahmen Kürzungen vorzunehmen.
Im Gremium bestand jedoch Einigkeit darüber, die Zuschüsse unverändert zu belassen. Mehrere Ortschaftsräte betonten die große soziale und gemeinschaftliche Bedeutung der Vereine für das Ortsleben sowie deren umfangreiches ehrenamtliches Engagement. Einsparungen in diesem Bereich wurden überwiegend als falsches Signal bewertet, zumal die Vereinszuschüsse in Hausen bereits vergleichsweise niedrig seien.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Vereine künftig zusätzliche Belastungen, beispielsweise durch Hallennutzungsentgelte, tragen müssten. Eine Erhöhung der Zuschüsse wurde trotz einzelner Anmerkungen hierzu nicht weiterverfolgt.
OV Alf verwies an die bereits im Vorjahr angemeldeten Maßnahmen und stellte die für das Jahr 2027 vorgesehenen Projekte vor. Hierzu zählen unter anderem die energetische Sanierung des Rathausdaches, einschließlich einer PV-Anlage, Maßnahmen am Rathaus, die Hallenerweiterung, der zweite Bauabschnitt Bronnenkohl/Rauzen sowie Arbeiten im Bereich des Friedhofs.
Weitere Themen waren die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf dimmbare LED-Strahler, der Austausch der blauen Hallenmatten, die Erneuerung bzw. Restaurierung der Sitzbänke rund um Hausen.
Zusätzlich wurden Mittel im Zusammenhang mit der Landesgartenschau und eine Fallsicherung für die Tore am Sportplatz angesprochen.
Im Gremium wurden Fragen zur Reinigung der Halle, insbesondere zu Reinigungsintervallen und Grundreinigungen nach Veranstaltungen, angesprochen. Zudem wurde die Anschaffung eines Putzroboters diskutiert.
Weiterhin lag ein Angebot der Fa. Aulich zur wesentlichen Verbesserung von Beleuchtung und Akustik in einer nicht unerheblichen Höhe vor. Seitens des Ortschaftsrates wurde mehrheitlich die Auffassung vertreten, auf diese Investition zugunsten einer möglichen Hallenerweiterung zunächst zu verzichten und stattdessen eine langfristige Gesamtlösung anzustreben.
Darüber hinaus wurden wiederkehrende Probleme mit der Heizungs- und Lüftungsanlage thematisiert. Der Ortschaftsrat bat in diesem Zusammenhang um eine Kosteneinschätzung für eine Hallenerweiterung bzw. einen möglichen Neubau.
Zusammenfassend wurde festgestellt, dass in der Vergangenheit bereits mehrfach auf verschiedene Maßnahmen an der Halle verzichtet wurde, jeweils mit dem Hinweis auf eine mögliche spätere Erweiterung bzw. einen Anbau. Der Ortsvorsteher kündigte an, diesbezüglich einen entsprechenden schriftlichen Antrag an die Stadt zu formulieren.
Über das Baugesuch in der Rotensteiner Straße für einen Carport im Außenbereich wurde informiert. Aufgrund bestehender Bedenken wurde eine Stellungnahme der Stadt eingeholt. Demnach dient der Carport ausschließlich privaten Zwecken als Nebenanlage einer genehmigten Hauptnutzung und ist nach § 35 Abs. 2 BauGB zulässig. Öffentliche Belange seien nicht beeinträchtigt, die Erschließung gesichert. Das planungsrechtliche Einvernehmen soll erteilt werden.
Über ein Baugesuch in der Horgener Straße wurde im Umlaufverfahren zu den beantragten Befreiungen informiert. Der Kniestock überschreitet die Vorgaben des Bebauungsplans, wobei die zulässige Gesamthöhe von bis zu 12,5 m dennoch unterschritten wird. Es liegt somit keine Überschreitung der Gesamthöhe vor.
In den vorliegenden Befreiungsunterlagen wird diese Differenzierung nicht ausdrücklich dargestellt. Es wurde angeregt, dass in vergleichbaren Fällen künftig eine entsprechende Erläuterung durch das Bauamt erfolgen sollte.
Bezüglich Türschlösser im Rathaus wurde wie folgt informiert, dass inzwischen ein Angebot für den Austausch vorliegt. Da hierfür seitens der Stadt derzeit voraussichtlich keine Mittel bereitgestellt werden, wird vorgeschlagen, die Maßnahme über das Ortschaftsbudget zu finanzieren. Zusätzlich sollen die beiden hauptnutzenden Vereine (Musik- und Sportverein) sich ebenfalls mit einem Betrag beteiligen, da auch sie von dem System profitieren.
Anhand einer Präsentation wurde der geplante Standort der Ortsteile innerhalb des LGS-Geländes sowie deren Beiträge vorgestellt. Für Hausen wurde eine Litfaßsäule vorgesehen, auf der die Vielfalt der örtlichen Vereine unter dem Leitgedanken „Vielfalt verbindet“ dargestellt werden soll.
Offen ist noch die Ausgestaltung des Materials sowie die konkrete Beteiligung der Vereine an der Gestaltung. Nach der Landesgartenschau soll die Säule in Hausen verbleiben und dort aufgestellt werden.
Unter den weiteren Bekanntgaben wurde mitgeteilt, dass am Grillplatz zwei neue Bäume gepflanzt wurden. Zudem wurde am neuen Kinderspielplatz über lose Steine aus Habitatflächen sowie fehlende Ballfangnetze an den Toren berichtet. Nach Auskunft der Verwaltung stammen die Steine aus angelegten Stein- und Holzhabitaten für Amphibien und Insekten; ein Teich ist nicht vorgesehen. Als mögliche Maßnahme wurde eine Einzäunung bzw. die Entfernung der Tore diskutiert. Der Ortschaftsrat hält jedoch an den Toren fest, da diese bereits in der Planung vorgesehen waren.
Weiter wurde auf erneut unzureichend geordnetes Parkverhalten von Bussen in Pausenzeiten hingewiesen, wodurch wiederholt unübersichtliche und potenziell gefährliche Situationen entstehen.
Am Ende des Bronnenkohlwegs in Richtung Neubaugebiet wurde ein Sperrpfosten beschädigt bzw. der Reflektorstreifen entfernt. Zudem wird berichtet, dass Lieferdienste den Bereich weiterhin umfahren. Eine Nachbesserung zur Sicherung der Durchfahrt wird angeregt.
Für die Rotensteiner Straße wurde eine Straßenaufgrabung über die gesamte Breite sowie nachfolgende Absackungen im Schotterstreifen festgestellt. Zusätzlich bestehen weitere Schlaglöcher im Fahrbahnbereich. Die Maßnahme ist der Verwaltung nicht bekannt; eine Rückfrage bei der Stadt wurde veranlasst.