Glasfaserausbau: Auftragsvergabe für die abschnittsweise Pflasterung von Gehwegen
Einleitend stellte Bürgermeister Matthias Kreuzinger fest, dass er sehr froh ist, dass in Heiningen nun der Glasfaserausbau in Heiningen tatsächlich kommt. Aktuell wird der Ausbau in einigen geplanten Gemeinden aus Konsolidierungsgründen teilweise nicht mehr begonnen, da die Vorfinanzierungskosten für die Deutsche Glasfaser sehr hoch sind. Dies auch teils bei Gemeinden, wo bereits PoP-Standorte gebaut wurden. Andererseits bringen die Ausbauarbeiten auch Probleme mit sich, so gab es aktuell am 23.02. aufgrund eines abgerissenen Kabels einen Stromausfall in der westlichen Kastanienallee. Im Ort werden die Arbeiten insgesamt sogar noch schneller als geplant durchgeführt, die DG möchte im Juli/August mit den Bauarbeiten fertig sein.
Im Zuge des Glasfaserausbaus ist geplant, Teile der asphaltierten Gehwegbeläge, die in keinem guten Zustand mehr sind, in dem in Heiningen verwendeten Betonpflaster „Tegula sandbraun“ auszuführen. Hintergrund ist ein Grundsatzbeschluss, dass im Zuge von durchgeführten Baumaßnahmen Asphaltflächen nach und nach in Pflaster ausgetauscht werden sollen. Dies ist auf längere Sicht wirtschaftlich und technisch sinnvoll, weil der Pflasterbelag wartungsarm ist und bei Aufgrabungen im Gehweg einfach herausgenommen und wieder reingelegt werden kann.
Durch die nun gestarteten Glasfaserarbeiten wird im Gemeindegebiet an vielen Gehwegen gebaut. Ziel ist es, die Arbeiten zu nutzen, um zumindest Teile der noch asphaltierten Strecken in Pflaster ausführen zu können. Aktuell sind in Heiningen ca. noch 11 km Gehwegfläche asphaltiert. Diese gesamte Strecke in Pflaster auszuführen, ist finanziell nicht darstellbar, daher wurden Kriterien zur Einordnung entwickelt. Diese sind: Schäden der Asphaltfläche in 5 Stufen, Verkehrsbedeutung und Zusammenhang der Flächen. Um die Zustände der Gehwege zu erfassen und sinnvolle Sanierungsabschnitte zu bilden, wurde vom externen Bauüberwacher eine Drohnenbefliegung durchgeführt. Dabei wurde der Zustand der Gehwegflächen erfasst. Zudem werden Verkehrsbedeutung und mögliche Lückenschlüsse berücksichtigt.
Für die Pflasterarbeiten wurden drei Angebote eingeholt, das günstigste kommt von der Fa. Barth zu einem Gesamtpreis pro 81,- €/m². Die Pflastersteine werden direkt von der Gemeinde zu einem Preis von 24,- €/m² gekauft, zu beiden Beträgen kommt noch die Mehrwertsteuer, so dass insgesamt pro m² ein Gesamtpreis von 124,95 €/brutto entsteht.
Angedacht sind aufgrund der aktuellen Befliegung sowie auf Grundlage der Belagszustände, der Verkehrsbedeutung sowie der Schließung bereits in Pflaster gestückelter Abschnitte ca. 2.300 m² Gehwegfläche. Dieser Austausch würde Gesamtkosten in Höhe von 287.500 € verursachen.
Wirtschaftlich gegenüberzustellen sind Einsparungen der Firma Artemis bzw. der DG durch die nicht erforderliche Wiederherstellung der Asphaltfläche sowie durch Einsparung der Schnitte. Mittel für die Pflasterungen sind mit jeweils 150.000 € im Haushaltsplan für 2026 und 2027 eingestellt, insgesamt also 300.000 €. Beim Beschluss des Haushaltsplanes hatte es sich noch nicht abgezeichnet, dass die Umsetzung bereits 2026 und damit so schnell abgeschlossen sein wird.
Dies bedeutet, dass 150.000 € aus 2026 zur Verfügung stehen und der restliche Betrag als überplanmäßige Ausgabe in diesem Jahr bereitgestellt werden müsste. Die Verwaltung sieht hier einen Betrag von maximal 137.500 € als erforderlich an. Dieser würde sich bei Gegenrechnung der ersparten Kosten noch weiter reduzieren. Hierüber soll wieder im Gemeinderat berichtet werden, sobald die Beträge feststehen.
In der Haushaltsplanung 2027 würden die 150.000 € im Gegenzug entfallen.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Umsetzung der Maßnahme mit einer Fläche von maximal 2.300 m², die Firma Barth aus Nellingen erhält den Auftrag zur sukzessiven Umsetzung mit einem Preis von 81,- €/m² brutto. Die Mehrkosten der Pflasterung durch den zügigen Baufortschritt in Höhe von voraussichtlich 137.500 € im Jahr 2026 werden als überplanmäßige Mittel bereitgestellt.
In der Gemeinderatssitzung im Februar 2025 wurde beschlossen, die Gehwege in der Kastanienallee in Teilabschnitten zu sanieren. Ursprünglich war geplant, die Maßnahme im Herbst 2025 auszuführen. Aufgrund der sich abzeichnenden/beginnenden Glasfaserarbeiten hat die Verwaltung die Sanierung zurückgestellt, um nicht bereits sanierte Flächen erneut aufzureißen.
Gestartet werden soll mit der Neugestaltung und Neupflanzung der besonders geschädigten Abschnitte zwischen den Gebäuden 28 – 30. In der Sitzung wurden nun drei verschiedene Planungsvarianten vorgestellt. Berücksichtigt werden müssen dabei verschiedene Anforderungen an die neuen Baumstandorte:
Allen Varianten gemeinsam ist eine umlaufende Wurzelsperre bzw. Wurzelführung, der Einbau eines Luft-Wasser-Systems, der Neubau des Gehwegs mit dem Betonpflaster „Tegula sandbraun“ und als Bedingung ein salzloser Winterdienst.
Bei Variante 1 erfolgt am Anfang und Ende des Planbereichs die Anordnung einer Aufweitung des bestehenden Grünstreifens in Form von „Nasen“, die die Fahrbahn etwas verengen. Der Zwischenbereich des Grünstreifens bleibt in seiner Breite erhalten. Die Bemessung der Grundfläche der Baumstandorte orientiert sich an der Mindestgröße der Pflanzgruben von 12 m³ bei einer Tiefe von 1,5 m, drei oder vier Baumstandorte wären möglich. In die vorhandenen Leitungssysteme wäre ein verminderter Eingriff erforderlich, teilweise würde die Fahrbahnbreite von 7 auf 6 m verringert.
Bei Variante 2 wird der vorhandene Grünstreifen im Bereich der geplanten Baumstandorte um 1 m verbreitert. Die Grundfläche wird nach der Zielgröße der Pflanzgruben für mittelgroße Bäume mit 24 m³ je Baum bemessen, vorgesehen wären 4 Baumstandorte. Bei dieser Variante wäre ein größerer Eingriff in die vorhandenen Leitungssysteme erforderlich, teilweise würde die Fahrbahnbreite von 7 auf 6 m verringert.
Variante 3 orientiert sich an Variante 2 hinsichtlich der Größe der Pflanzgruben, allerdings wären hier nur geringere Umbaumaßnahmen an den Leitungen erforderlich. Bei dieser Variante sind nur 3 Baumstandorte vorgesehen.
Da bei Variante 1 der geringste Eingriff in den Straßenbau erforderlich ist und die größte Parklänge gegeben ist, schlug die Verwaltung diese Lösung vor, der Einbau der Aufweitungen des Grünstreifens („Nasen“) wurde jedoch im Gremium unterschiedlich gesehen. Nach intensiver Diskussion wurde die Variante 1 mit bis zu drei Baumstandorten mit Zierkastanien aber ohne die Aufweitungen beschlossen. Die Verwaltung hat nun den Auftrag, die Maßnahme bis 55.000 € auszuschreiben, zu vergeben und umzusetzen.
Ohne weitere Aussprache wurde die Annahme der in 2025 eingegangenen Spenden beschlossen.
Für den gemeinsamen Gutachterausschuss bei der Stadt Göppingen soll die Gemeinde für die Periode ab September 2026 bis zu drei Vertreter benennen. Als dritter Vertreter für die Gemeinde Heiningen soll künftig Verbandsbaumeister German Wehle in den gemeinsamen Gutachterausschuss mit der Stadt Göppingen gesandt werden. Weitere Vertreter sind Gemeinderat Rolf Reick als stellvertretender Vorsitzender sowie Reinhold Tom.
Neuer Vorsitzender wird Landrat Markus Möller als Nachfolger des ausscheidenden Donzdorfer Bürgermeisters Martin Stölzle. Positiv bewertete Bürgermeister Kreuzinger die Neueinstellung von Personal für diesen Bereich.
Beratungsthemen einer Sitzung des Zweckverbands Gewerbepark Göppingen/Voralb waren eine Bebauungsplanänderung mit einer kleinen Erweiterung Richtung Osten, der Wirtschaftsplan 2026, der Umgang mit einer Bauverpflichtung bei zwei Grundstücken, die Verabschiedung von Bürgermeister Schubert und die Nachfolge durch Frau Staib.
Angesichts des Vandalismus im Naturkindergarten Eulennest erlebt die Gemeinde eine große Welle der Solidarität. Es sind eine Reihe von Spenden eingegangen, darunter ein größerer Betrag der Sparkassenversicherung Lebherz, ein neuer Tisch gespendet von der Tollerei, auch wurde der beschädigte Tisch durch einen Bürger repariert. Die Polizei ermittelt in diesem Fall.
Bürgermeister Kreuzinger freute sich, bekannt geben zu können, dass die Forstgemeinschaft Göppingen für die Rote-Stich-Hütte eine großzügige Spende in Höhe von 3.000 € übergeben hat. Ein gesonderter Übergabetermin wird noch stattfinden.
Ab dem 9. März wird die Fahrbahn der K 1425 in zwei Abschnitten saniert und deshalb voll gesperrt. Der erste Abschnitt geht für ca. 3 Wochen von der Kreuzung Eschenbacher-/Bahnhofstraße bis einschließlich der Zufahrt zur Voralbhalle. Das Voralbbad und die Gaststätte Rubacuore sind in dieser Zeit geschlossen, die Gärtnerei Mohring bleibt über die Kurzländstraße anfahrbar. Geschlossen sind auch der Wertstoffhof und der Grüngutplatz, hier muss auf benachbarte Einrichtungen im Kreis ausgewichen werden. Der zweite Bauabschnitt reicht im Anschluss von der Einmündung der Zufahrt zur Voralbhalle bis Eschenbach, die Umleitung geht über Göppingen - Holzheim. Ausnahmen zur Umfahrung über die Feldwege lässt die Verkehrsbehörde des Landratsamts Göppingen grundsätzlich nicht zu.
Am 28. Januar fand in der Ernst-Weichel-Schule ein Informationsabend für die Eltern von Erstklässlern im kommenden Schuljahr statt. Die Schule stellte sich und ihre Angebote vor, ebenso die Organisation des Schulalltags und den Ablauf der Schulanmeldung. Seitens der Gemeinde wurde über den neuen Rechtsanspruch einer Betreuung an 5 Tagen in der Woche mit 8 Stunden sowie in den Schulferien informiert. Montags bis donnerstags werden die 8 Stunden bereits in der Ganztagesschule und ergänzend durch das Betreuungsangebot der Gemeinde abgedeckt. Soweit die Familien auch freitagnachmittags Betreuungsbedarf haben, muss dieser bis 15. März bei der Gemeinde angemeldet sein, genauso wenn weiterer Betreuungsbedarf in den Schulferien besteht.