Das kommunale Klimaschutzmanagement geht weiter
Einstimmig folgte der Gemeinderat in der Sitzung am 23. März 2026 dem Vorschlag der Verwaltung, den systematischen Klimaschutz weiterhin fortzuführen.
Seit dem Jahr 2020 nahm die Gemeinde am Programm des European Energy Awards (eea) teil. Auf der Grundlage des energiepolitischen Arbeitspapiers wurden viele Maßnahmen erarbeitet und auch umgesetzt. Der eea war für die Gemeinde ein hilfreiches Instrument des Qualitätsmanagements und der Zertifizierung für kommunalen Klimaschutz und Energieeffizienz. Im Juli 2024 erhielt die Gemeinde Heiningen nach vierjähriger Arbeit die Zertifizierung im Bronze-Standard. Anschließend wurde die Energieagentur mit der Re-Zertifizierung beauftragt. Das eea-Programm wurde in Deutschland überraschend zum Ende des Jahres 2025 bundesweit eingestellt.
Wie Timm Engelhardt von der Energieagentur Landkreis Göppingen in der Sitzung erklärte, handelt es sich beim eea um ein europaweites Programm. Nur in Deutschland war Träger ein Wirtschaftsunternehmen, welches gewinnorientiert arbeitet. Er betonte, dass die bisherige Arbeit nicht vergeblich war und die bislang erarbeiteten vollständigen Daten gesichert sind.
Für die Kommunen wurden nun zwei Alternativen erarbeitet, die in der Sitzung vorgestellt wurden. Das Programm „Zukunftskommune“ ist ein niederschwelliger Einstieg für neue Gemeinden, die im Rahmen einer Selbsteinschätzung den Ist-Zustand bewerten und Handlungsbedarfe ermitteln. Nach den Worten von Timm Engelhardt wäre dies für die Gemeinde Heiningen eher ein Rückschritt, weil sie im Rahmen des vorangegangenen Programms bereits sehr umfangreiche Vorarbeiten geleistet hat.
Die Alternative, die auch von der Verwaltung befürwortet wurde, ist die Klimakommune European Energy Award classic (eea classic). Hierbei handelt es sich um ein kommunales Qualitätsmanagement für Klimaschutz, welches auf bewährten eea-Prinzipien aufbaut.
Im Vergleich zum bisherigen eea ist der Maßnahmenkatalog verschlankt und konzentriert sich auf 39 zentrale Maßnahmen. Der Fokus liegt auf der Reduktion von CO² und erneuerbaren Energien mit einer klaren Struktur und mehr Praxisnähe. Das Managementsystem wird auf europäischer Ebene anerkannt. Timm Engelhardt wies außerdem auf die verbesserten Förderkonditionen hin. 75 % Zuschuss werden auf Beratungsleistungen für bis zu 16 Beratungstage innerhalb von zwei Jahren gewährt. Diese Förderung ist auch nicht rückzahlbar. Im Gegensatz dazu basierte das bisherige eea-Modell darauf, dass nach der Erstzertifizierung sämtliche Kosten von der Gemeinde getragen werden müssen. Die Energieagentur geht von einem Eigenanteil brutto von 1.880 Euro aus. Anträge können voraussichtlich ab Mitte April bis Ende des Jahres 2026 gestellt werden.
In der Beratung sprach sich Bürgermeister Matthias Kreuzinger deutlich für das Programm „Klimakommune“ aus. Im Gegensatz zur „Zukunftskommune“ bietet der eea classic eine konkrete Handlungsanleitung. So hat die Gemeinde beispielsweise im Jahr 2025 eine PV-Anlage auf dem Flachdach des Bürgerbüros angebracht, die dann in eine Bewertung einfließen kann. Außerdem wurden die Sanierungsfahrpläne erstellt, welche ein Programm für die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude darstellen. Finanzmittel können aus dem laufenden Haushaltsplan 2026 im Bereich „Energiemanagement“ verwendet werden, auch wenn diese nach der Streichung des eea-Projektes im Herbst 2025 nicht explizit ausgewiesen wurden. Die Gemeinde hat im vergangenen Jahr den Techniker im Verbandsbauamt Herrn Lukas Anger mit einem Anteil auch als Klimaschutzmanager eingestellt. Er übernimmt künftig die praktische Umsetzung und das Verfahren für die Re-Zertifizierung gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Leiter des Bauverwaltungsamtes Maximilian Heim.
Von der Freien Wählerliste wurde das neue Engagement der Gemeinde kritisch gesehen, weil es bisher sehr bürokratisch erschien und zu wenig praktische Umsetzung bot. Es wurde angeregt, das Engagement zunächst ruhen zu lassen und die Entwicklung in anderen Kommunen abzuwarten.
Davor warnte aber der Referent der Energieagentur, weil nur bei einer Antragstellung noch im Jahr 2026 überhaupt eine Förderung gewährt werden wird. Der neue Träger ist ein gemeinnütziger Verein, der nicht gewinnorientiert ist, sondern lediglich kostendeckend arbeiten möchte.
Die Frauenliste sprach sich für das neue Programm „eea classic“ aus.
Der Vorsitzende betonte, dass die Maßnahme ein Treiber für die Aktivitäten der Gemeinde ist, welche durch den Klimaschutzmanager personell deutlich besser aufgestellt ist als bisher. Der Aufwand ist aus seiner Sicht vertretbar und die Maßnahme ist finanziert.
So mündete die Beratung in den Beschluss, dass die Gemeinde den kommunalen Klimaschutz im Rahmen der Klimakommune „eea classic“ fortführt. Bedingung ist allerdings, dass ein Vertrag nur abgeschlossen wird, wenn der Förderantrag auch bewilligt wird.
Erstmals bewilligte der Gemeinderat aufgrund der im vergangenen Jahr aktualisierten Vereinsförderrichtlinien zwei Zuschüsse für Investitionsmaßnahmen. Diese sind die Sanierung der Duschräume im Vereinshaus des Tennisclubs Heiningen e.V. und die Erneuerung der Elektroinstallation sowie der Hauptverteilung in der Gaststätte und Küche der Kleintierzüchterhalle des Kleintierzüchtervereins Heiningen e.V.
Bürgermeister Kreuzinger begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Marc-Robin Mrazek vom Kleintierzüchterverein und Ralf Wendling vom Tennisclub. Beide erläuterten die aus ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen. So waren die jahrzehntealten Böden in den Duschräumen des Tennisclubs so verkalkt, dass sie nicht mehr sauber gereinigt werden konnten. Die Elektroinstallation in der Kleintierzüchterhalle war völlig veraltet; in den Gaststättenräumen hatte auch der Wirtschaftskontrolldienst Erneuerungen gefordert. Für die bereits im Jahr 2024 durchgeführten Maßnahmen lag erst jetzt die Handwerkerrechnung vor.
Beide Vereine sind sehr erfolgreich; so kann der Kleintierzüchterverein in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum feiern. Für die Zuchtanlage ist die Nachfrage sehr groß.
Der Tennisclub hat etwa 300 Mitglieder; die Jugendabteilung ist mit über 100 Mitgliedern sehr groß und derzeit überaus erfolgreich.
Bürgermeister Kreuzinger hob das große ehrenamtliche Engagement der Vereine hervor und betonte, dass insbesondere die Unterhaltung eigener Vereinsanlagen viele Kosten verursacht und Vereine, die eigene Infrastruktur unterhalten daher unterstützt werden. Die Grenze für Zuschüsse wurde für Maßnahmen erst ab 2.500 Euro angehoben.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dem Tennisclub einen Investitionskostenzuschuss von 1.250 Euro und dem Kleintierzüchterverein einen Betrag von 3.480 Euro zu gewähren. Dies sind jeweils 25 % der Gesamtkosten. Die Gemeinde hat im Haushaltsplan 2026 insgesamt 10.000 Euro an Fördermittel für Vereinsinvestitionen bereitgestellt, die bisher noch nicht nachgefragt worden sind.
Ohne Gegenstimme folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Verwaltung, das Architekturbüro Ott, Laichingen, für weitere Leistungsphasen zu beauftragen. Diese betreffen die Ausführungsplanung, die Vorbereitung der Vergabe und die Mitwirkung bei der Vergabe. Die Kosten für die Architektenleistungen sind finanziert.
Eingangs informierte Bürgermeister Kreuzinger, dass der Technische Ausschuss in der vorangegangenen Sitzung das gemeindliche Einvernehmen in baurechtlicher Hinsicht erteilt hat. Der Bauantrag war beim Baurechtsamt des Landratsamtes Göppingen eingereicht und dessen Vollständigkeit bestätigt worden.
Das Architekturbüro hat im Rahmen der Leistungsphasen 1 bis 4 bereits enorme Vorarbeit geleistet. Diese beinhaltete die Vorentwurfsplanung, die Kostenberechnung nach DIN 276, welche auch Grundlage für den Ausgleichstockantrag war, und die Fertigung des Baugesuchs. Ob die Gemeinde Ausgleichstockmittel erhält, entscheidet sich im Juli 2026.
Verbandsbaumeister German Wehle informierte den Gemeinderat, dass das Architekturbüro durch die Vergabe der Leistungsphase 5 mit der Werksplanung beginnen kann. Diese ist Grundlage für die Ausschreibung von Bauleistungen. Die Bauarbeiten sollen in drei Blöcken ausgeschrieben werden:
Block 1: Rohbau mit Erdarbeiten, Aufzug, Fundament
Block 2: Holzbau, Dach, Fenster, Trockenbau, Gipser, Estrich usw.
Block 3: Innenausbau, Maler, Schreiner, Möbel, Außenanlagen.
Ideal wäre, wenn bereits im Oktober des laufenden Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden könnte.
Bürgermeister Kreuzinger ergänzte, dass die Kostenberechnung, die derzeit bei 6,9 Millionen brutto liegt, im Haushaltsplan 2026 noch nicht enthalten ist, da die Aufstellung früher erfolgte. Von den Bruttokosten müssen die Zuschüsse noch abgezogen werden. Die Kostenberechnung ist sehr detailliert; allerdings wird erst das Ausschreibungsergebnis die endgültigen Kosten zeigen. Insbesondere die Auswirkung der Energiepreissteigerung auf die Baukosten kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Die Frauenliste griff diesen Hinweis auf und fragte, ob es für die Baumaßnahme ein Controlling gibt.
Bürgermeister Kreuzinger wies darauf hin, dass die Kostenkontrolle Aufgabe des Architekturbüros und auch des Verbandsbauamts ist. Verbandbaumeister Wehle riet von einer externen Kontrolle durch ein Büro ab, weil dies mit erheblichen zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Schon seit mehreren Jahren plant die Gemeinde verschiedene Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. Dringend notwendig ist die Erneuerung des Rettungswegs an der Westseite aus dem Obergeschoss. Dieser führt derzeit über eine steile Holztreppe an einem Spielgerät. Das Spielgerät wird ersetzt; daneben wird eine gut begehbare Treppe aus verzinktem Stahl mit Handläufen neu gebaut. Der Kindergarten benötigt außerdem an der Hauptzugangstreppe noch eine Außentüre, um einen direkten und unkontrollierten Zugang der Kinder zum öffentlichen Straßen- und Parkraum zu vermeiden. Derzeit verfügt der Hofkindergarten nicht über ein geeignetes Büro, in dem auch Elterngespräche geführt werden können. Dieses wird im Obergeschoss in Richtung Garten an der Westseite angebaut. Um keine Außenfläche zu verlieren, wird der Büroanbau auf eine Stahlkonstruktion gestellt, was im Außenbereich eine überdachte Fläche ergibt. Auf das Stahlgerüst wird das Büro als Holzkonstruktion ausgeführt; die vorhandene Dachgaube wird verlängert.
Die beschränkte Ausschreibung der Gewerke Rohbau, Stahlbau und Holzbau ergab für die Gemeinde ein günstiges Ergebnis. Die insgesamt veranschlagten 80.000 Euro werden voraussichtlich nicht benötigt.
Die Ausführung der Arbeiten ist in Absprache mit dem Kindergarten in den nächsten Monaten vorgesehen; die Terminplanung ist auf die Ferien abgestimmt.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat folgende Vergaben:
Rohbauarbeiten: Firma Neumann, Bad Boll, mit einer Angebotssumme von 6.173,72 Euro brutto,
Stahlbauarbeiten: Firma Allmendinger, Wiesensteig, mit einer Angebotssumme von 24.587,78 Euro brutto,
Holzbauarbeiten: Firma Holzbau Stahl, Kuchen, mit einer Angebotssumme von 39.258,34 Euro brutto.
Bürgermeister Kreuzinger informierte den Gemeinderat ausführlich über die aktuelle Lage und Entwicklung. Dies hatte der Gemeinderat gefordert, als er im Januar 2025 der Beauftragung eines externen Büros zur Überwachung der Baumaßnahme zustimmte. Zu dem Thema gibt es im Ratsinformationssystem auf der Homepage der Gemeinde auch eine ausführliche Vorlage.
Seit Baubeginn im Januar 2026 wurden 5 km von insgesamt 23 km Leitungstrasse fertiggestellt. Derzeit arbeiten drei Kolonnen der Baufirma in Heiningen. Die DG rechnet mit einer Fertigstellung des Ausbaus Anfang August 2026.
Bürgermeister Kreuzinger zeigte Beispiele anhand von Fotos, wo die Firma unter anderem bei der Oberflächenherstellung, der Verdichtung des Baugrunds, den Asphaltfugen oder den Pflasterfugen nicht sauber gearbeitet hat. Dies wird alles von den Mitarbeitern des Verbandsbauamtes und der externen Überwachungsfirma dokumentiert und moniert. Die Gemeinde ist grundsätzlich zufrieden mit den Nacharbeiten der Baufirma. Während die Zusammenarbeit mit der Baufirma gut ist, gestaltet sich der Austausch mit der DG nach den Worten des Vorsitzenden eher als schwierig. So sind wenig Kompromisse möglich; außerdem gibt es zahlreiche Ansprechpartner für verschiedene Sparten, die sich untereinander nicht absprechen.
Die externe Bauüberwachung ist durchschnittlich dreimal wöchentlich vor Ort, das Verbandsbauamt nahezu täglich. Bisher sind Kosten in Höhe von rund 9.000 Euro aufgelaufen. Dies war auch so geschätzt worden. Der Vorsitzende betonte, dass die sorgfältige Überwachung begründet ist, weil die DG das Eigentum der Gemeinde, nämlich Straßen- und Gehwegflächen nutzt, um Gewinne zu erzielen. Diese dürften dann nicht in drei oder fünf Jahren kaputt sein.
Die Gemeinde hat zwei moderne Dokumentationsgeräte erworben, die sie auch bei künftigen eigenen oder extern vergebenen Baumaßnahmen einsetzen kann. Das Doku-System ist finanziert, weil die Gemeinde eine Miete für den Lagerplatz erhebt, den die Baufirma nutzt.
Die Verwaltung erhält sehr viele Anrufe aus der Bürgerschaft zu den verschiedensten Themen rund um den Glasfaserausbau; teilweise werden Anliegen oder Ansprechpartner weitervermittelt.
Neben den Kontakten mit der Baufirma und der DG ist die Gemeinde im regelmäßigen Austausch mit dem Zweckverband Gigabit beim Landratsamt Göppingen in Sachen Ausbau. Adressen, für die kein Ausbau durch die DG vorgesehen ist, wie beispielsweise Aussiedlerhöfe oder das Gewerbegebiet bzw. die nicht von der DG versorgten Adressen im Gemeindegebiet, werden in Zuschussanträge für das „Graue-Flecken-Programm“ aufgenommen.
Im Rahmen der Haushaltsberatung im Dezember 2025 hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Verwaltung im Haushaltsjahr 2026 regelmäßig über die Finanzlage berichten soll. Der erste Bericht dieser Art lag in der letzten Sitzung vor.
Der Mitarbeiter der Verbandskämmerei Jan Schneider legte dem Gemeinderat verschiedene tabellarische Übersichten vor. Sie zeigen jeweils den im Haushaltsplan veranschlagten Betrag und die bislang gebuchten Ausgaben sowie den daraus resultierenden prozentualen Stand der Bewirtschaftung. Neben einer Gesamtübersicht über die wesentlichen Ertrags- und Aufwandspositionen konnte der Gemeinderat auch einen Eindruck über den Stand bei einzelnen Aufgabenbereichen gewinnen. Sämtliche Informationen können auf der Homepage der Gemeinde im Ratsinformationssystem abgerufen werden.
Der Haushaltserlass, also die Genehmigung des Haushaltsplans 2026, lag nach den Worten von Bürgermeister Kreuzinger zum Zeitpunkt der Sitzung noch nicht vor. Besorgniserregend ist insbesondere die Entwicklung bei der Gewerbesteuer. Die Wirtschaft befindet sich das dritte Jahr in Folge in Rezession, die Folgen sind überall spürbar. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der im Haushaltsplan noch etwas optimistisch eingestellte Betrag von 1,8 Millionen Euro noch maximal bei 1,395 Millionen Euro liegen wird. Neben der Berichterstattung wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten, Schule und anderen Gemeindeeinrichtungen angehalten, jede Ausgabe über 500 Euro vorab von der Kämmerei genehmigen zu lassen.
Bei den Mietwohnungen beklagte der Vorsitzende teilweise einen sehr nachlässigen Umgang einzelner (!) Mieter mit dem Eigentum der Kommune. Er kündigte an, dass die Verwaltung die Zügel anziehen wird und Beschädigungen, die auf falsches Verhalten der Mieter zurückgehen, wie beispielsweise Schimmelbildung, in Rechnung stellen wird. Die schriftliche Ankündigung der Mieterhöhungen ist zum größten Teil bereits versandt worden.
Derzeit arbeitet die Verwaltung noch an der Neukalkulation der Friedhofsgebühren und an den Pachten.
Jan Schneider berichtete außerdem über Eckdaten zum Jahresabschluss 2024, der bereits nahezu fertiggestellt ist. Das Gesamtergebnis ist um 313.000 Euro besser als geplant. Die Gemeinde hat im Finanzplan knapp eine Million Euro weniger ausgegeben, als vorgesehen war, weil einige Investitionen nicht umgesetzt worden sind.
Bürgermeister Kreuzinger kommentierte das Ergebnis des Jahresabschlusses als „Verbesserung auf furchtbar schlechtem Niveau“. Er kündigte an, dass künftig realistische Planansätze gemacht werden. Positionen, deren Umsetzung fraglich ist, werden nur noch als Merkposten aufgenommen.
Abschließend stellte Bürgermeister Kreuzinger die Entwicklung der Personalkapazität in den letzten sechs Jahren bei Gemeinde und Gemeindeverwaltungsverband Voralb dar. Bei der Gemeinde stieg die Zahl der Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalent VZÄ) von 49 im Jahr 2020 auf 59 im Jahr 2024 und sank wieder um 4,6 VZÄ auf derzeit 54,6 VZÄ ab. Die Mehrheit der Stellen bei der Gemeinde sind Beschäftige im Bereich Kindergärten (51 von 94 Mitarbeitern).
Tatsächlich besetzt waren aber bis zu sieben Stellen weniger, was sich bei den Personalkosten bemerkbar macht. Beim Verband stieg die Zahl der Stellen von 38,5 auf rund 44 Stellen an. Bei der Vielzahl der Aufgaben betonte der Vorsitzende die Notwendigkeit von einzelnen zusätzlichen Stellen im Bereich der Kindergartenverwaltung, der Digitalisierung oder in der Verbandskämmerei.
Der Abmangel im Voralbbad stieg alleine in den Jahren 2022 bis 2024 von 318.000 auf 413.000 Euro. Der Verband versucht, die Einnahmen weiter zu erhöhen, beispielsweise durch besondere Angebote, für die höhere Eintrittsgebühren verlangt werden können. Auch hier können die Entwicklungen der Energiepreise – das Voralbbad wird mit Gas beheizt – nicht abgeschätzt werden.
Unter diesem Tagesordnungspunkt gab es verschiedene Kurzberichte und Informationen:
In der letzten Sitzung des Starenfest- und Kulturausschusses wurde der Vorsitz vom Tennisclub an den ersten FC Heiningen weitergegeben. Im Jahr 2026 wird es im Rahmen des Starenfestes einen Festumzug geben. Weil gleich drei Vereine, die Gartenfreunde, der DRK-Ortsverein und der Kleintierzüchterverein Jubiläen feiern, beschloss der Starenfestausschuss das Motto „Blumen – Blaulicht – Bibberle“.
Am 4. März 2026 fand eine Sitzung des Zweckverbands Kornberggruppe statt.
Bürgermeister Kreuzinger berichtete außerdem von der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr. Unter anderem fanden Wahlen zum Feuerwehrausschuss statt. Im Jahr 2027 enden die Amtsperioden des Feuerwehrkommandanten und seiner Stellvertreterin. In diesem Jahr wird der Kreisjugendfeuerwehrtag in Heiningen stattfinden. Die Heininger Jugendfeuerwehr besteht seit 40 Jahren.
Aufgrund der Baustelle zwischen Heiningen und Eschenbach erhält die Verwaltung viele Anrufe. Es ist zu hoffen, dass der erste Bauabschnitt pünktlich fertig gestellt wird, sofern das Wetter mitmacht. Die Gemeindevollzugsbeamten kontrollieren auf den Nebenstrecken und verfolgen die Ordnungswidrigkeiten.
Für die Gemeinde und den Gemeindeverwaltungsverband Voralb ist geplant, verschiedene Gebäude mit einem digitalen Schließsystem zu versehen. Geplant ist, zunächst die Außentüren mit programmierbaren Transpondern zu sichern. Die Kosten hierfür werden bei 3.000 bis 4.000 Euro liegen.