Herr Bürgermeister Richter begrüßte zu der öffentlichen Gemeinderatsitzung den Gemeinderat und alle Anwesenden. Die Gemeinderäte Herr Brucker, Herr Dellin und Frau Rehle fehlten entschuldigt. Es wurde Beschlussfähigkeit festgestellt. Zu Tagesordnungspunkt 1 „Anfragen aus der Bürgerschaft“ gab es keine Wortmeldung.
Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse
In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 16. März 2026 wurde beschlossen das Ingenieurbüro „Germey“ zum Angebotspreis von 2.968 Euro netto mit der Erstellung eines Parkraumkonzepts für die Gemeinde Schlaitdorf zu beauftragen. Ziel des Konzepts ist es den öffentlichen Raum für ruhenden und fahrenden Verkehr klarer zu gestalten, zum Beispiel durch Markierungen und Beschilderungen.
Bekanntgaben der Verwaltung
Herr Richter gab Folgendes bekannt:
1) Das Theaterstück „Hallo Oma, ich brauch Geld“- Tatort Telefon findet am 16. April 2026 um 17:00 Uhr im Rathaus Altenriet statt. Das Bürgerforum Altenriet, in Kooperation mit den Gemeinden Altenriet und Schlaitdorf laden alle Seniorinnen, Senioren und Interessierte zu diesem kostenlosen Theaterstück ein.
2) Am Mittwoch den 25. März 2026 fand im Gemeindezentrum Hofstatt der Sanierungsauftakt für die städtebauliche Erneuerung des Ortskerns in Schlaitdorf statt. Die Ortssanierung wird durch das Büro „die.STEG“ betreut. Ausführliche Informationen zum Projekt sowie Kontaktdaten findet man auf der Webseite Schlaitdorf.de unter „Aktuelle Projekte der Gemeinde“.
3) Einladung zum Jubiläumsfestakt der Schlaitdorfer Vereine am Samstag, 18. April 2026 um 17:00 Uhr im Gemeindezentrum Hofstatt. Gemeinsam feiern drei Vereine ihre Jubiläen: 50 Jahre Tennis-Club, 75 Jahre 1. Harmonika Club Edelweiß und 150 Jahre Liederkranz. Ein Festwochenende findet im Sommer vom 17. Juli bis 19. Juli 2026 rund um das Gemeindezentrum statt.
4) Fallleitung Altenriet – Schlaitdorf Verfahrensstand: Abweichend von der Vorplanung wird der Leitungsneubau der Fallleitung Altenriet in Häslach auf dem ganzen Abschnitt Uhlbergstraße bis zur Höllbachquerung mit dem Neubau eines Regenwasserkanals DN 500 für das Erschließungsgebiet Brunnenfeldstraße der Gemeinde Walddorfhäslach parallelisiert. Hieraus ergeben sich Synergien für beide Maßnahmen und die ASG gliedert die Wasserleitungsbaustelle in zwei Bauabschnitte die zeitlich und baulich getrennt ausgeführt werden können. Die Plangenehmigung, Ausschreibung, Submission und Vergabe erfolgen zwischen April und Juli 2026. Die Bauzeit ist zwischen September 2026 und Mai 2027 geplant.
Förderverein Gartenhallenbad Aichtal e. V.; Antrag auf Mitgliedschaft
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Herr Richter Herrn Frank Neps vom Förderverein Gartenhallenbad Aichtal e. V. Der Schwimmunterricht für die Schülerinnen und Schüler aus Schlaitdorf findet im Gartenhallenbad Aichtal statt. Neben dem Schulschwimmen bietet das Hallenbad auch Gesundheits- und Familienangebote und ist somit ein bedeutender Bestandteil der Lebensqualität – auch für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde. Aufgrund hoher Sanierungs- und Betriebskosten steht die Stadt Aichtal vor finanziellen Herausforderungen und hat vorgeschlagen, den Badebetrieb zum Ende des Schuljahres 2025/2026 einzustellen. Eine Schließung wurde jedoch nicht beschlossen. Stattdessen wurde ein Arbeitskreis eingerichtet, um die Zukunft des Hallenbads zu beraten und Lösungen zu erarbeiten. Das erste Treffen fand am 19. März 2026 statt. Herr Lenz berichtete, dass sich die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden einig seien, dass das Hallenbad erhalten werden solle. Zudem wurde vorgeschlagen, dass sich die betroffenen Gemeinden im neu gegründeten Förderverein engagieren und eine Mitgliedschaft übernehmen. Herr Reimer ergänzte, dass für die Sanierung Investitionen in Millionenhöhe notwendig seien. Es müsse daher auch Unterstützung durch das Land, den Bund sowie regionale Unternehmen angestrebt werden. Ein Wegfall des Schwimmunterrichts hätte zudem Auswirkungen auf den Schulsport und den Einsatz der Sportfachkräfte. Herr Neps informierte über die Gründung des Fördervereins im Februar 2026. Derzeit zählt der Verein rund 280 Mitglieder. Zudem wird aktuell eine Internetseite aufgebaut: schwimmen-im-aichtal.de. Dort ist bereits ein Mitgliedsantrag verfügbar.
Beschluss einstimmig zugestimmt
Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung einen Mitgliedsantrag im „Förderverein Gartenhallenbad Aichtal e.V.“ zu stellen.
Beschluss über die Vergabe der neuen PV – Anlage auf dem Dach der Grundschule; Bestandsgebäude
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Herr Richter Herrn Zinßer von der Firma „Bastizi“. In der Gemeinderatssitzung am 17. November 2025 wurde die Firma „Bastizi“ mit der Fachplanung, Ausschreibung und Bauüberwachung für eine neue PV-Anlage auf dem Schuldach beauftragt. Die Firma Bastizi hat im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung elf Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Bis zum Ende der Angebotsfrist lag ein Angebot der Firma „Elektro Göpftich“ vor. Angeboten werden überdurchschnittlich leistungsfähige und hochwertige Solarmodule der Firma AIKO in Komplettschwarz-Ausführung. Umgerechnet auf die gleiche Leistung liegt das Angebot 12 % über der Kostenschätzung. Alternativ besteht die Möglichkeit, Module in Schwarz-Weiß-Ausführung zu verwenden, die bei geringeren Kosten, also unter 41.744,63 €, eine höhere Leistung bieten. Im Anschluss informierte Herr Zinßer über die weitere Planung zur Installation der Wechselrichter und Batteriespeicher, sowohl für die neue PV-Anlage auf dem Bestandsgebäude als auch für den geplanten Anbau. Er erläuterte eine Simulation des Batteriespeichers anhand eines Lastgangs, nach der ein Autarkiegrad von bis zu 90 % erreicht werden könnte, sowie die Möglichkeit eines Notstrombetriebs. Die Kosten für eine solche Lösung könnten sich innerhalb von acht bis zehn Jahren amortisieren.
Beschluss einstimmig zugestimmt
Die Firma „Elektro „Göpfrich“ aus Bretten wird beauftragt die Photovoltaikanlage auf dem Schuldach mit der leistungsstärkeren und kostengünstigeren Variante zu errichten.
Bausache Nürtinger Straße 36; Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus und geringfügige Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude der Grundschule
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Herr Richter den Architekten Herrn Buck von dem Architekturbüro „Hüper Plan“. Der Gemeinderat hatte den Entwurf für den Schulanbau sowie die zugehörige Kostenberechnung in der Gemeinderatssitzung am 9. Februar 2026 freigegeben. Auf dieser Grundlage hat das Architekturbüro einen Bauantrag eingereicht. Das Landratsamt Esslingen als zuständige Baurechtsbehörde teilte der Verwaltung mit Schreiben vom 13. März 2026 mit, dass ein entsprechender Bauantrag eingegangen sei. Der Bauantrag beinhaltet einen Antrag auf „Abweichung, Ausnahme und Befreiung“. Herr Buck erläuterte hierzu den Hintergrund anhand einer PowerPoint-Präsentation. Vorgesehen ist eine Abweichung von der Dachform: Anstelle eines Satteldachs wird der Anbau mit einem Flachdach ausgeführt, das besser zu den bestehenden Erweiterungen im Norden passt. Zudem erfolgt eine geringfügige Überschreitung des Baufensters durch ein kleines Vordach im Westen. Aufgrund angepasster Brandschutzregelungen ist vorgesehen das Flachdach als weiteren Rettungsweg einzuplanen. Aus diesem Grund ist auf dem Flachdach eine Absturzsicherung im Form eines Geländers vorgesehen. Herr Richter ergänzte, dass auch das Bestandsgebäude zwecks Brandschutz entsprechend aufgerüstet werden muss.
Beschluss einstimmig zugestimmt
1. Der Gemeinderat stimmt für die Abweichung das Dach des Anbaus als Flachdach zu errichten.
2. Der Gemeinderat stimmt für die Abweichung der Überschreitung des Baufensters.
3. Das kommunale Einvernehmen wird erteilt.
Bausachen
Der Gemeinderat hat über zwei Bauanträge in der Talstraße auf Flurstück 135 beraten. Für die Bausachen „Talstraße 9“ und „Talstraße 11“ der Errichtung von jeweils einem Einfamilienhaus mit dazugehöriger Doppelgarage wurde einstimmig zugestimmt.
Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Friedhofstraße
Im Rahmen der beschlossenen Sanierungsmaßnahme der Friedhofstraße und der Vogelsangstraße wurde die Straßenbeleuchtung und Straßenbeleuchtungsmasten überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass in der Friedhofstraße Handlungsbedarf besteht. Die Firma „Omexom“ hat aufgrund festgestellter Mängel und erforderlicher Arbeiten ein Angebot über acht neue Masten mit Leuchtmittel zugesendet. In der Vogelsangstraße besteht kein Handlungsbedarf.
Beschluss einstimmig zugestimmt
Die Firma „Omexom“ wird gemäß „Angebots-Nr.: A12323A26068“ beauftragt die Sanierungsarbeiten der Straßenbeleuchtung für einen Gesamtpreis in Höhe von 11.813,03 € brutto umzusetzen. Dabei ist zu beachten, dass die neuen Leuchten gezielt auf der Straße leuchten und nicht zu hell streuen.