Herr Bürgermeister Richter begrüßte zu der öffentlichen Gemeinderatssitzung den Gemeinderat und alle Anwesenden. Der Gemeinderat Reimer fehlte entschuldigt. Es wurde Beschlussfähigkeit festgestellt. Zu Tagesordnungspunkt 1 „Anfragen aus der Bürgerschaft“ gab es keine Fragen.
Vorstellen von Möglichkeiten einer zukünftigen Dachnutzung der Grundschule mit einer neuen PV-Anlage
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Herr Richter Herrn Bastian Zinßer von der Firma Bastizi. Herr Zinßer informierte, dass er seit 2012 Sachverständiger für Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) sei, spezialisiert auf netzgekoppelte PV-Anlagen und Batterie-Speicher, sowie im Bereich des Energiemanagements mit Solarstrom. Die Firma Bastizi habe bereits Projekte bei öffentlichen Gebäuden, zum Beispiel in Stuttgart, Eislingen und Hochdorf, realisiert. Er habe das Schuldach der Gemeinde Schlaitdorf angesehen und die dort angebrachte PV-Anlage aus dem Jahr 2005, die von der „Bürgersolaranlage Schlaitdorf GbR“ betrieben wird. Aufgrund der notwendigen Dachsanierung muss die Anlage abgebaut werden. Es ist vorgesehen, wieder eine Anlage zu montieren. Man plane, zukünftig den Strom selber zu verbrauchen. Herr Zinßer erklärte die mögliche Solarmodulbelegung. Auf dem Süddach könnten circa 35 kWp (Kilowatt-Peak) und auf dem Norddach des Gebäudes circa 33 kWp erreicht werden. Auf das Gründach im Norden könnte ebenfalls eine Belegung erfolgen und würde ca. 41 kWp entsprechen. In Summe wären das dann 109 kWp. Je nach Bedarf werde man entscheiden, wie viel Photovoltaik man auf das Dach bauen werde; die Priorität liegt zunächst auf der Südseite. Die Schule verbrauche circa 10.000 kW/h je Jahr. Je nachdem, ob das Dach mit Ziegel oder Blech neu eingedeckt wird, können die Kosten für das Anbringen der PV‑Anlage schwanken. Die Verwaltung hat sich für eine Zusammenarbeit mit der Firma Bastizi ausgesprochen. Aufgrund Umfang des Gesamtprojektes erfolgte zunächst nur eine Information. Eine Umsetzung der Maßnahme sei im Jahr 2026 vorgesehen.
Kenntnisnahme:
Der Gemeinderat nimmt den Bericht der Firma Bastizi zur Kenntnis.
Vergabe Dachsanierung Grundschule Bestandsgebäude
Das Schuldach ist in die Jahre gekommen und stellenweise undicht. Die Ziegel auf dem Dach sind alt und spröde. Eine Ausbesserung ist für den Ausführenden gefährlich und aufgrund des Gesamtzustandes nicht mehr sinnvoll. Verwaltung und Bauhof haben sich gemeinsam das Dach angesehen und sind für eine Erneuerung. Die Zwischendecke wurde so hergestellt, dass eine ausreichende Wärmedämmung vorhanden ist und diese nicht erneuert werden muss. Die Art der Dachdeckung hat eine Auswirkung auf die Kosten der Montage der PV-Anlage. In der Regel ist die Montage auf einem Blechdach (Sandwichpanelen) günstiger. Laut dem dort geltenden Bebauungsplan ist eine Dachdeckung sowohl mit den Materialien „Ziegel“ oder „Blech“ möglich. Die Verwaltung hat sieben Betriebe angeschrieben und gebeten, die Dachdeckung in Ziegel und Blech anzubieten. Vier Firmen haben ein Angebot zugesendet. Das wirtschaftlichste Angebot hat die Firma „Holzbau Mayer“ für 79.135,60 € zugesendet. Um den Schulbetrieb so wenig wie nötig zu stören, ist vorgesehen, die Maßnahme in den Pfingstferien 2026 umzusetzen. Aufgrund der vielen Gewerke werden wahrscheinlich auch noch Tage davor und danach benötigt. Die Empfehlung der Dachdecker für dieses Gebäude ist, sich für eine Deckung mit Ziegel zu entscheiden. Nachteile des Blechdaches wären zum Beispiel eine größere Lautstärke bei Regen und weitere Anpassungsarbeiten an den Fenstern wären notwendig, die ein Dachdecker nicht ausführen kann. Im Laufe der Beratung zu der Vergabe gab es Fragen über die Ausführung und Dauer der Sanierung, sodass beschlossen wurde, die Entscheidung der Vergabe zu vertagen.
Installation einer Möglichkeit einer Notstromeinspeisung im Gemeindezentrum
Herr Richter begrüßte Herrn Michael Schlecht, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schlaitdorf, zu diesem Tagespunkt. Die Gefahr vor möglichen Blackouts und Stromausfällen ist nach wie vor ein brandaktuelles Thema. Ohne Stromversorgung funktioniert vieles nicht mehr. Grundsätzlich ist es wichtig, einen Notfalltreffpunkt im Ort einzurichten, der allen Bürgern bekannt ist und der bei einem Notfall, zum Beispiel einem großflächigen länger andauernden Stromausfall, als Versorgungs- und Kommunikationsstelle dient. Das Gemeindezentrum Hofstatt ist das ideale Gebäude in Schlaitdorf hierfür. Damit wir erforderliche Anpassungen vornehmen und einen Notfalltreffpunkt einrichten können, wurden im laufenden Haushalt der Gemeinde Schlaitdorf für das Umsetzen von Maßnahmen 50.000 € eingestellt. Gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Bauhof hat die Verwaltung Möglichkeiten einer Notstromversorgung besprochen. Als Unterstützung und in der Umsetzung ist ein Fachmann in dem Gebiet „Elektro- und Funktechnik“ erforderlich. Herr Matthias Groß ist als erfahrener Fachmann bei Rettungskräften bekannt. Vergleichbare Projekte hat er im Landkreis Esslingen bereits umgesetzt. Der elektrische Sicherungskasten des Gebäudes befindet sich im Keller unter dem Umkleidebereich/Sanitärbereich der Feuerwehr. Die Notstromeinspeisung muss hier angeschlossen werden. Der Bauhof befindet sich auf der anderen Seite des Gebäudes. Eine Einspeisung dort anzubringen, würde einen unverhältnismäßig großen Aufwand bedeuten. Es müsste ein deutlich längeres Kabel verlegt werden, welches sehr hochpreisig ist. Zudem sind bei einer Verlegung durch das Treppenhaus, welches auch Flucht- und Rettungsweg ist, die „Brandschutzanforderungen für Elektroinstallationen in Fluchtwegen von öffentlichen Gebäuden“ zu berücksichtigen.
Der Vorschlag ist, einen robusten, vandalismussicheren Edelstahlschrank im Außenbereich am GZH zwischen feuerwehrtechnischer Zentrale und unterem Eingang anzubringen. Hier werden wenige Meter Kabel benötigt, der Einspeisepunkt ist in einem Bereich, der gut erreichbar ist, und mögliche Stromerzeuger können hier schnell und einfach in den Einsatz gebracht werden. Auch sind Arbeiten an der bestehenden elektrischen Versorgung notwendig. Ein Überspannungsableiter ist aktuell nicht eingebaut. Es gab in diesem Jahr in der Nähe des Gebäudes einen Blitzeinschlag, der die Funktechnik der Feuerwehr beschädigte. Feuerwehrhäuser sollen grundsätzlich über eine Ersatzstromversorgung verfügen. Bei Neubauten von Feuerwehrhäusern ist dies gesetzlich vorgeschrieben.
Beschluss einstimmig zugestimmt:
Die Firma „Matthias Groß Elektro- und Funktechnik“ wird gemäß Angebot Nummer A250067 beauftragt, eine Notstromeinspeisemöglichkeit am GZH zu installieren.
Erneuerung der Sonnenschutzmarkise; Gemeindezentrum Hofstatt
Die aktuelle Markise wurde mit dem Bau des Gebäudes eingebaut. Sie ist mittlerweile über 25 Jahre alt. In der Zwischenzeit mussten Verschleißteile wie Antriebsmotoren ausgewechselt werden. Die Markise zeigt deutliche Abnutzungsspuren und ist von der Witterung gezeichnet. Die Verwaltung und der Bauhof haben gemeinsam Möglichkeiten für eine Erneuerung erarbeitet. Es besteht die Möglichkeit, eine moderne Vorbaumarkise anzubringen oder Jalousien wie sie zum Beispiel an der Grundschule angebracht sind. Die Jalousien wären 10.000 € günstiger, haben aber entscheidende Nachteile. Die Vorteile der Senkrechtmarkisen gegenüber den Raffstoren (Jalousien) sind:
Die Verwaltung hat bei zwei Firmen Angebote angefragt und zugesendet bekommen, welche fast preisgleich sind. Es wurden Farb- und Stoffmuster präsentiert. Die Umsetzung würde im Jahr 2026 erfolgen und der Betrag entsprechend im Haushalt eingestellt.
Beschluss einstimmig zugestimmt:
1. Die Firma „KS Fenster und Türentechnik“ wird beauftragt, den Sonnenschutz des Gemeindezentrums Hofstatt gemäß Angebotsnummer „An_106651“ für einen Gesamtbetrag in Höhe von 33.292,40 € zu erneuern.
2. Die Vorbaumarkise hat aus Glasfasergewebe zu bestehen, mit der Farbe RAL 7038 Perlen GS 52103.
Verschiedenes
Grillplatz Hägaz:
Herr Richter informierte, dass der Albverein Betonplatten um die Grillstelle verlegt habe. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.
Planungswerkstatt Skateanlage:
Am 1. Oktober 2025 um 18:00 Uhr im GZH findet die Planungswerkstatt zur Skateanlage statt. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Zoll Architekten möchten wir gemeinsam mögliche Standorte für eine Skateanlage in Schlaitdorf erarbeiten.
Sicherung der Nahversorgung:
Am Montag, 6. Oktober 2025, findet um 18:00 Uhr eine Informationsveranstaltung gemeinsam mit der Verwaltung und zusammen mit der Leiterin des Bonusmarkts zur Sicherung der Nahversorgung in Schlaitdorf statt.
Glasfaserausbau – NetCom BW:
Herr Richter informierte über die Informationsveranstaltungen von NetCom BW am 23. September 2025 um 19:00 Uhr in Aichtal, Festhalle Aich, am 24. September 2025 um 19:00 Uhr in Neckartailfingen, Festhalle, und am 8. Oktober 2025 um 19:00 Uhr in GZH Schlaitdorf. Es handelt sich hier um identische Veranstaltungen, die an verschiedenen Terminen stattfinden.
Öffentliche Waldbegehung:
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind sehr herzlich zur öffentlichen Waldbegehung mit dem Forstamt eingeladen. Treffpunkt ist am 10. Oktober 2025 um 15:00 Uhr an der Grundschule.
Stellenausschreibung – Bauhofleiter:
Herr Richter informierte, dass die Stelle des Bauhofleiters zum 1. März 2026 ausgeschrieben ist, da unser langjähriger Bauhofleiter in den Ruhestand eintritt.
Kommunale Wärmeplanung:
Herr Richter informierte, dass am 30. Juni 2028 der Stichtag für kleinere Kommunen und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern in Deutschland sei, ihre kommunale Wärmeplanung abzuschließen. Schlaitdorf werde gemeinsam mit den anderen Gemeinden des GVV Neckartenzlingen und den Klimabeauftragten hieran arbeiten.