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Aus den Rathäusern

Bericht über die öffentliche Beratung des Ortschaftsrates Tennenbronn vom 04.11.2025

Tagesordnung 1. Begehung oberer Friedhof aufgrund neuer Bestattungsformen – Fortsetzung der Sitzung um 19 Uhr in der Ortsverwaltung Vorlage:...

Tagesordnung

1.

Begehung oberer Friedhof aufgrund neuer Bestattungsformen – Fortsetzung der Sitzung um 19 Uhr in der Ortsverwaltung
Vorlage: TB 2025/007

2.

Einwohnerfragestunde

3.

Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen

4.

Forstwirtschaft – Vollzug des Forstwirtschaftsjahres 2024 und Planung des Forstwirtschaftsjahres 2026
Vorlage: TB 2025/005

5.

Tourismusbericht 2024

6.

Bekanntgaben, Anfragen, Anregungen

Beginn der Beratung: 18:00 Uhr

Ende der Beratung: 20:45 Uhr

TOP 1

Begehung oberer Friedhof aufgrund neuer Bestattungsformen – Fortsetzung der Sitzung um 19 Uhr in der Ortsverwaltung
Vorlage: TB 2025/007

OV Moosmann begrüßt alle Anwesenden. Die Sitzung wurde frist- und formgerecht einberufen, das Gremium ist beschlussfähig. Für die heutige Sitzung ist kein OR entschuldigt. OR Fichter sowie OR Günter lassen sich für diesen Tagesordnungspunkt entschuldigen.

OV Moosmann begrüßt Alexander Mönch aus dem Tiefbau für diesen Tagesordnungspunkt.

Auf dem oberen Friedhof in Tennenbronn wurden mit der Urnenwand und dem Urnen-Gemeinschaftsfeld neue Grabformen geschaffen. Ferner sind kleinere Verbesserungen vorgenommen worden.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates sollen sich bei der Begehung über den aktuellen Stand der Maßnahmen informieren, Eindrücke zur Gestaltung gewinnen und ggf. Anregungen für weitere Verbesserungen einbringen.

Im Anschluss daran steht die Besichtigung der neuen Toilettenanlage beim Friedhof an. Diese wurde am 21. Oktober geliefert und montiert.

Fortsetzung der Sitzung um 19 Uhr im Sitzungssaal der Ortsverwaltung.

Diskussion Ortschaftsrat:

OV Moosmann bedankt sich bei den Anwesenden, die Strahler mitgebracht haben, da es mittlerweile bereits dunkel geworden ist. Er erklärt, dass sich die Friedhofsbegehung bis zu dieser Sitzung verzögert hat, da auch die Friedhofstoilette besichtigt werden sollte. Diese ist jedoch noch nicht ganz fertig, weil in der Sonnenstraße momentan eine Baustelle ist und das Wasser deshalb nicht angeschlossen werden kann.

OV Moosmann erklärt beim Betrachten der Urnenwand, dass diese als Familiengrabstätte dient, da mindestens zwei Urnen in eine Nische passen und die Nutzungszeit 30 Jahre beträgt. Der Absatz vor der Wand ermöglicht es, Blumen abzulegen.

Die neue Urnengemeinschaftsgrabanlage ist für einzelne Urnen für 15 Jahre. Die Pflege und Bepflanzung der Anlage sind im Preis enthalten. Gepflegt wird sie von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG.

OR Kaltenbacher fragt, ab wann diese neuen Bestattungsformen genutzt werden können.

Herr Mönch teilt mit, dass die Urnenwand seit Mai und das Grabfeld seit Juni belegbar sind, sich nur noch niemand dafür entschieden hat. Er berichtet, dass die Urnenwand am vergangenen Wochenende zu Allerheiligen ökumenisch gesegnet wurde.

Die Gesamtkosten zur Errichtung der zwei neuen Bestattungsformen betragen ca. 90.000 €. In Tennenbronn sind derzeit fast 80 % der Bestattungen Urnenbestattungen. Vor ca. 10 Jahren haben sie nur ein Drittel der gesamten Bestattungen ausgemacht.

Herr Mönch erklärt, dass die neue Urnenwand aufgrund des hohen Bedarfs in Tennenbronn 2024 im Rat beschlossen wurde. Er erklärt daraufhin die Gebühren. Eine Urnennische für 30 Jahre kostet 3.270 €. Die Bestattungskosten sind hier nicht inbegriffen, diese liegen jedoch niedriger als bei einer Erdbestattung. Eine Urne in der Urnengemeinschaftsgrabanlage für 15 Jahre kostet 1.110 €. Darauf kommen noch die Kosten für die Bepflanzung und Pflege mit 1.400 €.

Herr Mönch teilt mit, dass 959 Urnennischen in der Gesamtstadt derzeit voll sind.

OR Rapp erkundigt sich nach dem Deckel der Schraube an den Nischen der Urnenwand. Diese lassen sich leicht abschrauben, und er fragt, ob es nicht eine sicherere Lösung für die Befestigung gäbe. Herr Mönch erklärt, dass diese Lösung der Standard ist. OR Rapp ergänzt, dass Algen an der Treppe erkennbar sind. OV Moosmann sagt, dass diese mit wenig Aufwand entfernbar sind.

OV Moosmann teilt mit, dass er einen Flyer erstellen will, um die Bürgerschaft über die verschiedenen Bestattungsformen zu informieren. Darin sollen beispielsweise die Grabformen, deren Kosten oder auch Anforderungen aufgezählt werden. Er erklärt, dass viele Bürger sich bereits im Vorfeld informieren möchten.

OR Wälde erkundigt sich aufgrund der Treppen nach der Behindertengerechtigkeit an der Urnenwand. Herr Mönch erklärt, dass eine Pflasterung nicht geplant ist, aber die Urnenwand auch seitlich erreichbar ist, anstatt über die Stufen vorne.

Beim Rundgang über den Friedhof spricht Herr Mönch über die Baumgräber. Die Urne liegt hier im Umkreis von drei Metern um den Baum herum, beeinträchtigt die Wurzeln aber nicht. Er ergänzt, dass mehr Baumgräber geplant sind. Herr Mönch erklärt, dass je nach Baum fünf bis sechs Urnen untergebracht werden können.

Auf Nachfrage zu den Wiesengräbern erklärt er, dass laut Friedhofssatzung ein Stein auf dem Grab stehen muss, dabei aber nicht vorgeschrieben ist, dass er senkrecht sein muss.

Beim Rundgang erklärt Herr Mönch, dass die anonymen Grabfelder auch mit Schild möglich sind. Er ergänzt, dass man bei den anonymen Erdbestattungen durch Dokumentation weiß, wer wo liegt.

Beim Blick auf den neuen Toilettencontainer am Friedhof merkt OR Kaltenbacher an, dass dort noch ein Wickeltisch installiert werden könnte. Herr Mönch stimmt dem zu und merkt an, dass man darauf achten sollte, dass der Wickeltisch den Rollstuhlfahrern nicht im Weg steht.Er erklärt, dass Ende November wahrscheinlich das Wasser angeschlossen werden kann. Dies hat sich verspätet aufgrund der Baustelle in der Sonnenstraße. Der Container kostet insgesamt rund 90.000 €. Für den Container wurde die günstigste Variante für 30.000 € ausgewählt. Hinzu kommen noch etwa 60.000 € für das Fundament, die Anschlüsse und die Gestaltung. OR Rapp merkt an, dass die Holzfassade sehr gut aussieht.

OV Moosmann erklärt, dass noch ein Schild angebracht wird, das auf die öffentliche Toilette und deren Öffnungszeiten hinweist. Wie die anderen öffentlichen Toiletten wird auch der Container mit einem Schloss ausgestattet, das sich zu einer festgelegten Zeit automatisch verriegelt.

Beschluss:

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.


TOP 2

Einwohnerfragestunde

OV Moosmann begrüßt alle Anwesenden erneut im Sitzungssaal.

Der Bürger Christoph Staiger bringt ein Anliegen zum Lärmschutz vor. Es geht um auswärtige Raser, die am Ortseingang beim Schützen die vorgeschriebene Geschwindigkeit offenbar stark überschreiten. OV Moosmann erklärt, dass die kurze 70er-Zone zwischen den beiden 50er-Zonen entfernt wird. Dies wurde bereits bei einer Verkehrsschau beschlossen. Aufgrund der Halle wären bei 70 km/h Leitplanken nötig gewesen, zudem hätten auch die Bäume berücksichtigt werden müssen. Herr Staiger ergänzt, dass die Situation besonders am Wochenende problematisch ist und er sich selbst bei Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit aufgrund anderer Verkehrsteilnehmer oft zu langsam vorkommt.

OV Moosmann teilt mit, dass ein Seitenradar zunächst ohne Strafmaßnahme in Erwägung gezogen wird. Er wird das Thema mitnehmen und besprechen.

Keine Beschlussfassung.


TOP 3

Bekanntgabe von Beschlüssen aus nicht öffentlichen Sitzungen

Es sind keine Beschlüsse aus nicht öffentlichen Sitzungen bekannt zugeben.

Keine Beschlussfassung.


TOP 4

Forstwirtschaft – Vollzug des Forstwirtschaftsjahres 2024 und Planung des Forstwirtschaftsjahres 2026
Vorlage: TB 2025/005

Vom Landratsamt Rottweil (Forstamt) wurden der Ortsverwaltung Tennenbronn die Unterlagen über Vollzugsmeldungen der Maßnahmen des Jahres 2024 zugesandt. Diese Unterlagen sind der Sitzungsvorlage beigefügt.

Ebenfalls zugesandt wurden die Unterlagen für das künftige FWJ 2026. Das Landratsamt Rottweil, untere Forstbehörde, ist für die Bewirtschaftung des kommunalen Waldes beauftragt. Seitens des Landratsamtes wird hierfür ein Förster eingesetzt. Die Planungsunterlagen sind ebenfalls der Sitzungsvorlage beigefügt.

Herr Jürgen Obergfell, Forstrevierleiter vom Forstamt Rottweil, wird sowohl den Vollzug des FWJ 2024, als auch den Plan für das FWJ 2026 in der Sitzung erläutern.

Folgende Buchungen wurden im städtischen Haushalt 2024 getätigt.

Ansatz und Ergebnis für das Haushaltsjahr 2024 beim Kostenträger 55500102 Bewirtschaftung, Förderung und Unterhaltung des Waldes – Tennenbronn, Kostenstelle 71000 Ortsverwaltung Tennenbronn.

Sachkonto

Ansatz

2024

Ergebnis 2024

Bemerkungen
3141000Zuweisungen für laufende
Zwecke vom Land

1.200,00 €

1.193,35 €

Finanzieller Ausgleich des Landes BW (RP Freiburg) für die Erfüllung der besonderen Allgemeinwohlverpflichtung, sog. Mehrbelastungsausgleich
3411000Mieten und Pachten inkl. Nebenkostenanteil

300,00 €

206,11 €

Einnahmen durch Jagdpacht
3421000Erträge aus Verkauf

19.400,00 €

32.010,35 €

Einnahmen durch Holzernte
Jahresabschluss Erträge 2024

20.900,00 €

33.409,81 €

4212000Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens

7.700 €

3.501,48 €

Ausgaben für Bäume, Waldschutz, Wegeinstandhaltung
4291000Aufwendungen für sonst. Sach- und Dienstleistungen

11.310,00 €

15.588,94 €

Ausgaben für Holzernte
4451000Erstattungen an das Land

3.600,00 €

3.513,60 €

Forstverwaltungskostenbeitrag
Jahresabschl. Aufwendungen 2024

22.610,00 €

22.604,02 €

Haushaltsplanung für 2026

Ansätze für das Haushaltsjahr 2026 beim Kostenträger 55500102 Bewirtschaftung, Förderung und Unterhaltung des Waldes – Tennenbronn, Kostenstelle 71000 Ortsverwaltung Tennenbronn

Sachkonto

Ansatz 2026

3141000Zuweisungen für laufende Zwecke vom Land

800,00 €

Finanzieller Ausgleich des Landes BW (RP Freiburg) für die Erfüllung der besonderen Allgemeinwohlverpflichtung, sog. Mehrbelastungsausgleich

3411000Mieten und Pachten inkl. Nebenkostenanteil

300,00 €

Einnahmen durch Jagdpacht

3421000Erträge aus Verkauf

21.400,00 €

Einnahmen durch Holzernte

22.500,00 €

4212000

Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens

(Vor 10 % Kürzung 15.000,00 €)

13.500,00 €

Ausgaben für Bäume, Waldschutz, Wegeinstandhaltung, Kulturpflege

4291000Aufwendungen für sonst. Sach- und Dienstleistungen

0,00 €

Ausgaben für Holzernte

4451000Erstattungen an das Land

3.600,00 €

Forstverwaltungskostenbeitrag

17.100,00 €

Im Jahr 2026 ist eine Maßnahme geplant, bei der ein Waldausgleich für den Bebauungsplan Lienberg III geschafft werden soll.

Eingeplant sind 21.400 jeweils als Kosten sowie als Erlöse. Diese wurden über den Haushalt der Stadtplanung angemeldet, die diese Maßnahme übernehmen.

Diskussion Ortschaftsrat:

Herr Mönch korrigiert aus der Vorlage, dass die Maßnahme im Haushalt des Tiefbaus eingeplant ist, nicht der Stadtplanung.

OR Haberstroh fragt, woher die Steigung der Holzpreise kommt. Herr Obergfell erklärt, dass im September der Holzpreis angestiegen ist, weil die Nachfrage höher ist und es der Sägeindustrie gut geht.

OR Haberstroh fragt, um wie viel Fläche es sich bei der Maßnahme am Mittelberg handelt. Herr Obergfell antwortet, dass 300 fm abgeholzt werden, was hier 0,7 Hektar entspricht.

OR Fleig fragt, wie viele Ökopunkte man für diese Fläche als Ausgleich bekommt.

Herr Obergfell erklärt, dass die Aufwertung des Waldes aus ökologischer Sicht nur durch einen Flächenschlüssel auf noch auszugleichende Waldflächen angerechnet wird.

OR Fleig erkundigt sich nach den Auswahlkriterien der Holzarten, die auf der Fläche neu gepflanzt werden. Er ist nicht von einem reinen Erlewald überzeugt.

Herr Obergfell erklärt, dass geprüft wird, was auf den Boden passt. Die Erle ist für den Boden der Fläche am passendsten und erzielt eine hohe Aufwertung. OR Fleig fragt, ob Esche oder Eiche ungeeignet sind. Herr Obergfell erklärt, dass Esche nicht gepflanzt wird aufgrund des Eschentriebsterbens. Er ist der Meinung, dass Eiche nicht gänzlich ungeeignet ist und eventuell an den Randbereichen verwendet werden könnte. OR Fleig betont, dass er eine erneute Überlegung bei der Holzartenwahl gut fände, da Eiche im Verkauf mehr wert ist als Erle.

OR Rapp erkundigt sich zu einem Punkt aus der Präsentation. Er fragt, ob die Wegeunterhaltung wirklich noch im November geplant ist. Herr Obergfell erklärt, dass der Verzug aufgrund der Maßnahme am Sommermoos entstanden ist. Er spricht die Idee aus, die Mittel für die Wegeunterhaltung im Haushalt nächstes Jahr zu parken. OV Moosmann teilt mit, dass dies nicht möglich ist. Herr Obergfell erklärt, dass die Maßnahme im Eichbach vor der Wegeunterhaltung abgeschlossen sein muss. Der Weg, der instand gesetzt werden soll, wird aktuell genutzt, um das Holz dieser Maßnahme abzutransportieren. Eine vorherige Instandsetzung des Weges wäre daher unsinnig. Herr Mönch ergänzt, dass Frost nach dem Richten eines Weges nicht verkehrt ist.

OR Broghammer fragt, woher die Aufwertung des Waldes kommt, wenn wir die Fläche abholzen. Herr Obergfell erklärt, dass der Lienberg III-Wald in ein Gewerbegebiet umgewandelt wurde. Deshalb ist der Ausgleich allein durch die ökologische Aufwertung des Waldes hier möglich und anrechenbar.

OR Wälde fragt, ob wir aufgrund des Wechsels der Baumarten weniger Erlöse erzielen.

Herr Obergfell erklärt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, da bereits Mischarten neu eingebracht werden. OR Kaltenbach ergänzt, dass gute Erträge wünschenswert sind, der Walderhalt jedoch wichtiger. OR Fleig sagt, das Zusammenspiel muss stimmen. Er bittet darum, den Ertrag bei der Auswahl der Baumarten nicht ganz aus dem Blick zu lassen. Er ergänzt, dass ein Eichenwald wertiger ist als großflächige Erle. Herr Mönch erklärt, dass bei der Auswahl der Bäume 80-100 Jahre vorausgeplant wird und je nach Fläche bewertet wird. Er sagt, wenn Eiche geeignet ist, wird sie auch gerne gepflanzt.

Der Ortschaftsrat stimmt dem folgendem Beschlussvorschlag einstimmig zu:

a) Die Betriebsnachweisung für das FWJ 2024 wird zur Kenntnis genommen.

b) Dem vorgelegten Forstwirtschaftsplan für das FWJ 2026 wird zugestimmt.


TOP 5

Tourismusbericht 2024

OV Moosmann begrüßt den Leiter des Eigenbetriebs Wirtschaftsförderung Ralf Heinzelmann sowie die kommissarische Leiterin der Abteilung Marketing und Tourismus, Andrea Müller. Herr Heinzelmann stellt sich vor und beginnt anschließend, den Tagesordnungspunkt vorzustellen.

Tourismusbericht 2024

Statistik

Im vergangenen Jahr war im Bereich der Übernachtungen ein leichter Rückgang um 0,5 % zu verzeichnen. Während die Zahl der Geschäftsreisen um 6,6 % zunahm, gingen die Übernachtungen von Privatreisenden um 2,3 % zurück. Den größten Anteil der Übernachtungen verzeichnete Tennenbronn mit 43 %, gefolgt von Sulgen mit 40 % und der Talstadt mit 13 %. Grundlage dieser Daten sind die Meldescheine der Gäste. Auch die Ankünfte zeigten sich leicht rückläufig. Der Anteil nach Stadtteilen verteilte sich hierbei auf 47 % in Sulgen, 32 % in Tennenbronn und 16 % in der Talstadt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,5 Tage, wobei Gäste in Tennenbronn mit 6,1 Tagen am längsten blieben. Die wichtigste Zielgruppe bleibt weiterhin die Familie, die mit 48 % (Vorjahr: 44 %) den größten Anteil der Gäste ausmacht. Unter den Herkunftsländern dominierten Deutschland, die Niederlande, die Schweiz, Frankreich und Belgien, während die meisten Gäste innerhalb Deutschlands aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen kamen.

Marketingaktivitäten

Im Bereich Marketing konnte der Tourismus der Stadt Schramberg seine Präsenz in den sozialen Medien weiter stärken. Der städtische Instagram-Account verzeichnet rund 2.400 Follower, eine monatliche Reichweite von etwa 33.000 Personen sowie rund 2.000 Interaktionen. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 20 Beiträge, 18 Reels und 26 Storys veröffentlicht. Die meisten Reaktionen erhielt der Beitrag zur Wiedereröffnung des Tennenbronner Freibads.

Auch im Bereich der Printmedien bleibt die Wanderbroschüre WanderZeit das beliebteste Produkt. Jährlich werden etwa 5.000 Exemplare verteilt. Um Kosten zu senken und die Handhabung zu verbessern, wurde das Format überarbeitet – die Broschüre erscheint nun als kompaktes Heft im Postkartenformat.

Darüber hinaus war die mobile Tourist-Info bei verschiedenen regionalen und überregionalen Veranstaltungen vertreten, darunter der Tourismustag des Landkreises Rottweil im Schloss Glatt, das Museumsuferfest in Frankfurt sowie der Blaulichttag beziehungsweise Tag der offenen Tür.

Tourismuskonzept

Die Fortschreibung des Tourismuskonzepts erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird eine Analyse durchgeführt, die Interviews, SWOT-Analysen sowie Besichtigungen umfasst. Darauf aufbauend erfolgt die Konzeption mit der Definition von Handlungsfeldern und der Durchführung einer Strategiewerkstatt. Abschließend wird ein Umsetzungsplan erstellt.

Bereits umgesetzt wurden unter anderem Präsentationen beim Gastgeberabend und beim SUV, der Ausbau des Social-Media-Auftritts sowie eine stärkere Fokussierung auf die Kernthemen des Konzepts. Aktuell wird die Struktur des Tourismusbeirats überprüft sowie bestehende Angebote geprüft und gepflegt.

Für die Zukunft sind die Entwicklung neuer digitaler Erlebnisse und familienfreundlicher Wanderwege sowie die Prüfung der Zukunftsfähigkeit bestehender Angebote vorgesehen.

Kooperationen und Arbeitskreise

Die Stadt Schramberg ist aktiv in verschiedenen Kooperationen und Arbeitskreisen engagiert. Im Kinzigtal erfolgt eine Mitarbeit in Projektgruppen, Workshops sowie an Printprodukten. Darüber hinaus ist die Stadt in zahlreichen Arbeitskreisen vertreten, darunter Wandern (STG), Familienferien (TMBW), touristische Straßen wie die Römerstraße und Uhrenstraße, der Tourismus-Arbeitskreis des Landkreises Rottweil, LEADER sowie der STK-Vorstand.

Aktivitäten in Tennenbronn

Zu den Aktivitäten in Tennenbronn gehören Kooperationen mit Vereinen in der Spiellandschaft, die Veranstaltungsreihe Summerland, die Bewerbung von Premiumwegen, die Zusammenarbeit mit dem Ferienpark sowie das Ferienprogramm mit Angeboten wie Kräuterführungen und Mühlenvorführungen.

Diskussion Ortschaftsrat:

Herr Heinzelmann bedankt sich beim Ferienpark, insbesondere Herr Salamon sowie bei den Vereinen, die die Spiellandschaft in Tennenbronn die Saison über unterstützt haben.

Herr Heinzelmann teilt mit, dass die Mitgliedschaft beim Kinzigtal im Rahmen der Haushaltsstrukturkommission heiß diskutiert wurde. Er betont, dass diese Kooperation der Stadt zugutekommt und er über den Erhalt der Mitgliedschaft froh ist.

Herr Heinzelmann erklärt, dass früher nur ein Übernachtungsgast als Gast galt. Heutzutage ist dies nicht mehr so, denn jeder, der innerhalb der Stadt Schramberg Zeit verbringen will, ist Gast.

OV Moosmann erkundigt sich nach den Gründen für den Rückgang der Übernachtungen. Frau Müller erklärt, dass die Zahlen auf den Meldescheinen der Gastgeber basieren. Im Idealfall werden so alle Übernachtungsgäste erfasst und dokumentiert. Sie erklärt, dass einzelne Betriebe diese Delle verursachen. Zudem ergänzt sie, dass noch nicht alle Meldescheine aus dem Sommer vorliegen. Intensive Gespräche mit den Betrieben sind geplant, um mögliche Ursachen zu klären und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

OR Fleig erklärt, dass er es wichtig findet, rechtzeitig gegenzusteuern. Er ist der Ansicht, dass der Tourismus generell wieder stärker in den Fokus gerückt werden sollte. Er bringt die Idee ein, ein Unternehmertreffen für den Tourismus zu organisieren. Da wir eine der stärksten Gemeinden im Kinzigtalverband sind, hätten wir auch die Möglichkeit, entsprechende Forderungen zu stellen. Herr Heinzelmann erklärt, dass Gastgebertreffen eine gute Möglichkeit sind, um Wertschätzung zu zeigen und einen Austausch zu ermöglichen.

OR Fleig schlägt vor, dass die Wirtschaftsförderung nicht nur einmal im Jahr im Ortschaftsrat zum Tourismusbericht erscheint, sondern auch zwischendurch mit einem oder mehreren Zwischenberichten. Diese könnten zum Beispiel Pläne für das laufende Jahr beinhalten. Herr Heinzelmann erklärt, dass der Tourismusbericht in Zukunft nicht mehr so spät im Jahr dem Ortschaftsrat vorgestellt werden soll. Er bringt zudem die Idee eines Tourismusworkshops mit dem Ortschaftsrat und Leistungsträgern ein. OV Moosmann gefällt diese Idee und er bittet um weitere Ausarbeitung.

Herr Heinzelmann spricht auch das „Make it in Schramberg INSIGHT“ an und schlägt vor, dieses eventuell auch auf touristischer Ebene zu veranstalten.

OR Wälde erkundigt sich nach der Auslastung der Gastgeber in Tennenbronn.

Frau Müller erklärt, dass wir in den Sommermonaten ausgebucht sind, in den Nebensaisonzeiten jedoch noch hohe Kapazitäten vorhanden sind. Sie führt weiter aus, dass der Wandel der Urlaubskultur ein möglicher Grund für die niedrigeren Touristenzahlen sein könnte. Früher war es zum Beispiel üblich, dass ganze Familien oder sogar mehrere Familien gemeinsam in ein Ferienhaus gingen. Heute hingegen wird ein Ferienhaus oft nur noch von zwei Personen belegt. Für die Gastgeber macht das keinen Unterschied, da in beiden Fällen die Kosten für das Haus gedeckt sind. Für die Stadt jedoch verändert sich die Statistik, da weniger Touristen gezählt werden.

OR Rapp fragt, ob wir direkte Rückmeldungen von den Gästen erhalten. Daraus ließen sich Rückschlüsse auf mögliche Gründe für ein Nicht-Wiederkommen ziehen, wie zum Beispiel Qualitätsmängel. Er möchte wissen, woher der Rückgang der Gästezahlen kommt. Frau Müller erklärt, dass ein großer Reiseveranstalter vor zwei Jahren den Betrieb eingestellt hat. Mit diesem Veranstalter bestanden auch Verträge zwischen den Tennenbronner Betrieben. Sie ergänzt, dass sie die Bewertungen reinschaut und keine derart negativen Rückmeldungen gefunden hat, die einen Rückgang der Gästezahlen erklären würden.

OR Haberstroh erkundigt sich nach den Vorteilen, die wir durch den Kinzigtalverband haben. Herr Heinzelmann erklärt, dass viele lizenzierten Angelegenheiten direkt über den Verband abgewickelt werden, wodurch wir etwa 30.000 € netto sparen. Ein weiterer großer Vorteil sei, dass wir aus dem ‚Kleinstadtdenken‘ herauskommen. Touristen denken nicht mehr in einzelnen Orten, sondern in Regionen. Diese regionale Wahrnehmbarkeit wird intensiv vermarktet.

OR Kaltenbach teilt ihre positiven Erfahrungen als Vermieterin im Kinzigtalverband mit. Die Zusammenarbeit ist sehr unkompliziert, und sie fühlt sich gut betreut. Die Anliegen werden schnell und zuverlässig bearbeitet, und sie ist begeistert von der Unterstützung.

Beschluss:

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.


TOP 6

Bekanntgaben, Anfragen, Anregungen

OV Moosmann lädt den Ortschaftsrat sowie alle Anwesenden zum Volkstrauertag am 16.11.2025 in Tennenbronn ein. Es findet ein ökumenischer Gottesdienst um 10:00 Uhr in der kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist Tennenbronn statt. Anschließend gibt es um 11:00 Uhr eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Steige.

Dieses Jahr gibt es eine weitere Veranstaltung der Stadt Schramberg zum Volkstrauertag. Auf Initiative des Tennenbronner Heimathauses wird ein Mahnmal zur Erinnerung an den polnischen Zwangsarbeiter Wladyslaw Repetowksi enthüllt. Dies geschieht um 14:30 Uhr am Ort des Nazi-Verbrechens. Anschließend findet um 15:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung im katholischen Pfarrsaal Tennenbronn statt.

Keine Beschlussfassung.

Erscheinung
Tennenbronner Anzeiger – Amtsblatt Tennenbronn
NUSSBAUM+
Ausgabe 46/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Schramberg
Kategorien
Aus den Rathäusern