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Bericht über die Vortragsveranstaltung mit Thomas Moos über Dr. Adam Hammer

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 250 - jährigen Jubiläum der Fürst – Stirum – Klinik Bruchsal berichtete Thomas Moos, Leiter des Stadtarchives...
Thomas Moos und Jürgen Wacker nach dem Vortrag mit zahlreichen Zuhörern im Kasino der Fürst – Stirum – Klinik an 4.05.26Foto: Dr. Wolfgang Weismann

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 250 - jährigen Jubiläum der Fürst – Stirum – Klinik Bruchsal berichtete Thomas Moos, Leiter des Stadtarchives Bruchsal, über den Kardiologen Dr. Adam Hammer (1818 – 1878). Prof. Dr. Martin Andrassy, der Ärztliche Direktor der Kardiologischen Klinik an der FSK Bruchsal, begrüßte die zahlreich erschienen Zuhörer im Kasino der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal. Prof. Andrassy stellte kurz die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der modernen Kardiologie, wie sie im Bruchsaler Krankenhaus praktiziert werden, vor. Danach führte Prof. Dr. Jürgen Wacker die aufmerksamen Zuhörer in die Veranstaltungsreihe des Freundeskreises zur Förderung des Krankenhauses Bruchsal aus Anlass des 250-jährigen Bestehens der FSK ein.

Thomas Moos begrüßte die zahlreichen Besucher aus Bad Schönborn - Mingolsheim und verwies auf das Buch über ‚Adam Hammer – ein badischer Achtundvierziger‘ von Werner Streckfuß, das 1998 vom Heimatverein Kraichgau herausgegeben wurde. Eindrücklich schilderte Thomas Moos die medizinhistorischen Meilensteine der Zeit von Adam Hammer, der unter anderem auch die Vorlesungen von Rudolf Virchow in Würzburg besucht hatte und von dessen Wirken und Denken Adam Hammer stark beeinflusst wurde. Mittelpunkt des Vortrages von Thomas Moos war der Anlass und der Inhalt des Artikels von Adam Hammer mit dem Titel: ‚Ein Fall von thrombotischem Verschluss einer der Kranzarterien des Herzens‘ der am 2. Februar 1878 in der Wiener Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht worden war. Moos zeigte eindrücklich die Instrumente und Möglichkeiten, die dem Arzt Dr. Adam Hammer am 4. Mai 1876 zur Verfügung standen. Statt der heutigen diagnostischen Möglichkeiten wie Littmann-Stethoskop, EKG, Koronarangiographie oder einer MRT – Untersuchung benutzte Hammer neben der Palpation des Pulses zur Auskultation der Herzgeräusche nur ein altes Stethoskop, das von René Laennec bereits 1820 in Paris entwickelt worden war. Obwohl Dr. Adam Hammer am 4. Mai 1876 eine richtige, wegweisende Diagnose bei dem 34-jährigen Wiener Patienten gestellt hatte, konnte er diesem nicht mehr helfen, denn der Patient verstarb wenig später an den Folgen eines Myokardinfarktes, wie es im Obduktionsbericht festgehalten worden war.

Thomas Moos berichtete auch aus dem abenteuerlichen Leben des vielfach interessierten und engagierten Arztes Dr. Adam Hammer, der auf tragische Weise am 4. August 1878 während eines Erholungsurlaubes in Bad Griesbach im Renchtal plötzlich in dem bekannten Schwarzwälder Kurort für Herz – Kreislauf - Beschwerden verstarb.

Wie das folgende Bild von Wolfgang Weismann zeigt, erhielt der Vortragende Thomas Moos am Ende seines Vortrages starken Beifall von den anwesenden, aufmerksamen Zuhörern!

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Amtsblatt Bruchsal
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Ausgabe 20/2026
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