Der naturwissenschaftliche Teil des Winteraktionstages führte die Schülerinnen und Schüler in das Naturkundemuseum in Stuttgart. Dort konnten sie beeindruckende Dinosaurierskelette und echte Fossilien aus der Urzeit bestaunen. Außerdem erhielten sie spannende Einblicke in die Entwicklung der Erde und ihrer Lebewesen.
Sportlich wurde es beim Wandern, beim Eislaufen in Bad Liebenzell und im Aramis. Dort verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 9 sportliche und abwechslungsreiche Stunden. Sie spielten Tischtennis, Squash, Basketball, Fußball sowie Badminton, Dart und Billard. Dabei konnten sie einiges ausprobieren und neue Sportarten kennenlernen. Das gemeinsame Spielen machte allen großen Spaß und sorgte für eine tolle Stimmung sowie ausgepowerte und glückliche Gesichter.
Besonders spektakulär wurde es beim Klettern:
Die circa zwanzigköpfige Klettergruppe bewegte sich zunächst horizontal mithilfe der verfügbaren öffentlichen Verkehrsmittel in Richtung Neckarstadt Tübingen. Angekommen und rasch umgezogen im Boulderzentrum B12, empfing uns ein Trainer am Fuße der 12 Meter hohen Seilkletterwand, die in unserer kollektiven Wahrnehmung mindestens die Dimensionen des Mount Everest angenommen hatte. Während Herr Sebastian-Vogel mit der Ernsthaftigkeit eines Expeditionsleiters die Karabiner sortierte und dabei Worte wie „Sicherheitsknoten“ und „Körperschwerpunkt“ mit beinahe philosophischer Gravitas aussprach, flüsterten einige bereits ehrfürchtig den Namen Reinhold Messner, als könne allein dessen alpinistische Aura unsere zittrigen Knie stabilisieren.
Nach ein paar Runden Seilspringen versuchten wir uns zunächst an den etwas niedrigeren Bereichen. Im großen Boulderbereich war eine per App verstellbare Trainingswand das Highlight und führte uns schrittweise an die höheren Aufgaben heran. Frau Paetzold und Herr Fleischer riefen nun dazu auf, sich diesen zu stellen. So legten die Ersten das Seilklettergeschirr an, um sich dann im nächsten Wimpernschlag festgekrallt an der Plastikfelswand wiederzufinden, die dem Original aus Nepal in nichts nachsteht.
Jeder einzelne Griff wurde nun zu einer existenziellen Entscheidung, jeder Tritt zu einem Triumph über die Schwerkraft. Unten wurde angefeuert, kommentiert und mitgefiebert, als ginge es um olympisches Edelmetall. Und als schließlich auch die Letzten – leicht kalkbestäubt, aber von einem Pathos durchdrungen, das ganze Heldensagen speisen könnte – wieder festen Boden unter den Füßen hatten, waren wir uns einig, dass dieser Tag nicht nur ein Ausflug gewesen war, sondern eine alpinistische Initiation, bei der der eine oder andere sogar eine bis dato unbekannte poetische Beziehung zum Kalkstein entwickelte.