Beim sehr gut besuchten Neujahrsempfang am 18.01.2026 fanden sich über 250 Gäste in der Schönbuchhalle ein. In gekonnter Manier übernahm Roland Aberle, Gemeinderatsmitglied und stellvertretender Bürgermeister, die Begrüßungsansprache. Dabei konnte er u. a. Landrat Dr. Hendrik Bednarz und die Landtagsabgeordneten Dorothea Kliche-Behnke (SPD) und Daniel Lede Abal (Grüne) willkommen heißen.
Anschließend blickte Bürgermeister Thomas Engesser in seinem Grußwort auf das vergangene Jahr zurück und rief einige in diesem Zeitraum bewältigte Großprojekte wie z. B. die Wiedereröffnung des sanierten Freibades, den Ankauf des Alten Forsthauses und die Sanierung der Schönbuchstraße in Erinnerung. Dabei schlug er auch den Bogen zum Ehrenamt, das beim Neujahrsempfang 2026 inhaltlich im Vordergrund stand. So teilte Bürgermeister Engesser mit, dass im Zuge der Freibadsanierung seitens des Bädlesvereins 138 Helferinnen und Helfer mit über 4.000 Arbeitsstunden im Einsatz waren. Zusätzlich wurde vom Verein auch eine großzügige Geldspende an die Gemeinde gemacht.
„Diese Zusammenarbeit ist ein Beispiel für die perfekte Ergänzung von Haupt- und Ehrenamt“, so Bürgermeister Engesser.
Überhaupt sei das Ehrenamt „der Kitt, der das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde zusammenhält“.
Im Jahresrückblick des Bürgermeisters auf 2025 waren auch einige unerfreuliche Erinnerungen enthalten. In diesem Zusammenhang nannte er u. a. die Probleme beim Betrieb der Schönbuchbahn und den stockenden Ausbau des Fernwärmenetzes. Auch der unveränderte Zustand des mittig im Ort gelegenen Bärenareals sei aus Sicht der Gemeinde ärgerlich. Allerdings könne die Gemeinde aus rechtlichen Gründen hier leider keine Abhilfe schaffen.
Bürgermeister Engesser gab auch einen Ausblick darauf, welche Herausforderungen im Jahr 2026 und teilweise in den Folgejahren auf die Gemeinde warten: Dabei zählte er das Voranbringen des Schulneubaus, den Ausbau des Hochwasserschutzes und die Sanierung der Landesstraße L 1208. Letzteres sei zwar eine Aufgabe des Landes Baden-Württemberg, allerdings dränge hier die Gemeinde auf die Schaffung einer Ampelbedarfsanlage am südlichen Ortsausgang.
Bürgermeister Engesser empfahl, trotz dieser Herausforderungen und Schwierigkeiten positiv in die Zukunft zu blicken und zitierte aus einem Werk des Gemeindetags Baden-Württemberg: „Wer Optimismus sucht, sollte ins nächstgelegene Rathaus gehen. Hoffnung hat eine Postleitzahl“.
Jubiläen von drei Vereinen
Anschließend stellten sich die „Vereinsjubiliare“, vertreten durch ihre Vorstände, vor.
30 Jahre Freie Narren Dettenhausen e. V.
Zahlreiche Vereinsmitglieder erschienen mit ihrem „Häs“, was dem Neujahrsempfang ein äußerst buntes Erscheinungsbild verlieh. Die Vereinsvorsitzende, Miriam Bellomo, stellte dem Publikum den Werdegang der Freien Narren anschaulich vor.
Zwar berichtete sie dabei auch von so mancher schlaflosen Nacht, die die Vereinsarbeit und wachsende bürokratische Vorgaben mit sich brächten, allerdings entschädige das Wir-Gefühl im Verein und bei den Veranstaltungen für so manche Vorarbeit. Als schönes Beispiel wies sie auf den gelungenen Jubiläumsumzug am 11.01. in Dettenhausen hin.
25 Jahre s´Dettahäuser Fleckatheater e. V.
Der Vereinsvorsitzende, Dieter Bäuerle, schilderte packend die Entwicklung des Fleckatheaters von den bescheidenen Anfängen in einem Privatgarten hin zur auch im ganzen Umland von Dettenhausen bekannten Theatergruppe.
Dabei hatte der Verein auch einige schwere Zeiten zu überstehen. Auch er erinnerte an die Bedeutung des Ehrenamts in allgemeiner Hinsicht, da ansonsten nicht nur im Theater „die Bühne leer bleibt, sondern überall“.
20 Jahre Förderverein Freibad Dettenhausen e. V.
Daniel Gruner, der Vereinsvorsitzende, stellte die spannende Geschichte des von den Mitgliedern wie auch der Bevölkerung liebevoll „Bädlesverein“ genannten Vereins vor. Insbesondere zeigte er dadurch auf, in welchem großen Maße der inzwischen rund 400 Mitglieder zählende Verein durch Spenden und ehrenamtliche Helferstunden die Gemeinde unterstützt hat. So kam im Laufe der Jahre ein geldwerter Vorteil für die Gemeinde in Höhe von 750.000 Euro zusammen. Er erinnerte ferner an die quasi legendären „Karibik-Nächte“ und die „Sundowner-Abende“ im Freibad. Als Herausforderung sehe der Verein, die Rekordmarke von 40.000 Badegästen aus dem Jahr 2023 zu übertreffen.
Roland Aberle sprach in seinem Schlusswort den Dank der Gemeinde an die vielen ehrenamtlich engagierten Kräfte im Ort aus und dankte ebenfalls den Gemeindebeschäftigten und seinen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. Ein besonderer Dank galt auch Fritz Bazlen, der traditionell in die Rolle des Schornsteinfeger-Glücksbringers schlüpfte, sowie dem Harmonika-Club Dettenhausen, der die Bewirtung am Neujahrsempfang in vorbildlicher Weise übernahm. Einen großen Dank erhielt auch Sven Kornherr, dessen Florale Schmiede die hervorragende Dekoration der Halle übernommen hatte.
Etwas ganz Besonderes war auch die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, die vom Musikverein unter der hervorragenden Leitung von Fabian Bauer geleistet wurde. Außer einem Eric-Clapton-Medley wurden nur Eigenkompositionen von Fabian Bauer gespielt, wie z. B. der Schönbuch-Marsch und der Narrenmarsch.
Für diese Darbietungen erhielt der Verein rauschenden Applaus und großen Dank.