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Bericht zur Hauptversammlung 2026

Gas, Ammoniak und eine Sprengung – das Jahr 2025 forderte die Freiwillige Feuerwehr bei ungewöhnlichen Einsätzen. Kommandant Carsten Vogt konnte bei...
Die teils neu gewählte FeuerwehrführungFoto: Bernd Schlesinger

Gas, Ammoniak und eine Sprengung – das Jahr 2025 forderte die Freiwillige Feuerwehr bei ungewöhnlichen Einsätzen. Kommandant Carsten Vogt konnte bei der Hauptversammlung neben Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck, zahlreiche Führungskräfte der benachbarten Wehren aus Hoffenheim, Sinsheim und Meckesheim, Ehrenbürger Dieter Steinbrenner sowie Bürgermeister Hagen Zuber und fast den kompletten Gemeinderat begrüßen. Zuzenhausens Feuerwehr hat Ende 2025 insgesamt 67 Mitglieder, davon 36 aktive Kameradinnen und Kameraden, 8 Kameraden in der Altersabteilung und 23 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.

Die Aktiven der Feuerwehr mussten im Jahr 2025 zu 44 Einsätzen ausrücken. Bei 5 Brandeinsätzen waren bei Kleinbränden meist nur Nachlöscharbeiten erforderlich. Für den ersten Einsatz bei einem „Gasaustritt“ war zum Schmunzeln des Kommandanten eine Maus im Heizraum die Ursache. Weit gefährlicher war dagegen der Abriss der Gashauptleitung in Zuzenhausens Hauptstraße sowie die Unterstützung der Kameraden in Hoffenheim bei einem Gasaustritt. Vogts Dank galt der Gefahrgutkomponente aus Sinsheim, die Zuzenhausens Wehr auch beim Ammoniakaustritt aufgrund einer Leckage unterstützte, die unter Chemieschutzanzügen abgedichtet werden konnte. Eigentlich ganz harmlos startete der Einsatz zur Sicherung des Tatortes aufgrund einer Automatensprengung am Zuzenhäuser Bahnhof und endete spektakulär nach 7 Stunden mit der Sprengung des verbliebenen Sprengsatzes durch den Kampfmittelräumdienst. Bei weiteren 19 Hilfeleistungen mit Schwerpunkt Verkehrsunfällen, 3 Hilfeleistungseinsätzen als Überlandhilfe, 8 Sicherheitswachdiensten und 7 Fehlalarmen leisteten Zuzenhausens Feuerwehrmänner und - frauen insgesamt 712 Einsatzstunden.

Für die Aus- und Fortbildung wurden 20 Übungen durchgeführt und dabei 650 Stunden Übungsdienst geleistet. Auch im Jahr 2025 wurde von der Gemeinde in die Ausstattung der Feuerwehr investiert. Die Netzersatzanlage wurde fertiggestellt und eingeweiht. Für Unwettereinsätze wurde gemeinsam mit Sinsheim und Angelbachtal ein mobiler Hochwasserschutz mit Sandsäcken und Fülltrichter beschafft. „Durch die Kooperation bei den Beschaffungen können nicht nur Geld und Zeitaufwand eingespart werden, auch die gegenseitige Unterstützung mit Material und Personal wird gefördert“, lobte Kommandant Carsten Vogt. Der Gemeinderat hat im Januar den Feuerwehrbedarfsplan für die nächsten 5 Jahre beschlossen. Danach soll das seit 30 Jahren im Einsatz befindliche Löschfahrzeug 8/6 durch ein LF 10 ersetzt werden, was von der Versammlung mit Beifall quittiert wurde.

Neben dem Übungsbetrieb ist die Feuerwehr beim Maibaustellen und dem Ferienzeltlager, beim Kerwe- und Martinsumzug ein Aktivposten im Dorfleben. Ein Höhepunkt war die Besuch der Feuerwehr in Crostau in der Oberlausitz, wo man stimmungsvoll 30 Jahre Partnerschaft feierte.

Die Jugendfeuerwehr hat nach dem Bericht von Jugendwart Bastian Obländer einen stabilen Bestand von 23 Jugendlichen, darunter 2 Mädchen. Zwei Mitglieder der Jugendwehr traten in die aktive Wehr ein. Die Jugendwehr leistete 567 Übungsstunden. Kassier Rüdiger Obländer berichtete in seinem 31. Amtsjahr von einer geordneten Kassenlage bei einem kleinen Defizit im Jahr 2025.

Für Bürgermeister Hagen Zuber ist es einfach gut zu wissen und beruhigend, dass die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr jederzeit bereitstehen, wenn Hilfe gebraucht wird. Wenn Menschen in Not geraten, wenn es brennt, wenn schnelle Hilfe gefragt ist, dann kann sich nach Zuber jeder darauf verlassen, dass die Feuerwehr kommt: Ohne Zögern. Ohne Wenn und Aber. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, dankte Zuber. Voraussetzung für die professionellen Einsätze sei der hervorragende Ausbildungsstand und die sehr gute Ausstattung. Die Gemeinde investiert mit voller Überzeugung in die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr und somit in die Sicherheit der Gemeinde.

Die Versammlung gedachte dem verstorbenen Kameraden und Gemeinderat Gebhard Sonst, der 26 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst sowie 15 Jahre als Schriftführer tätig war. Kommandant Carsten Vogt dankte vor den Neuwahlen Christian Lange für 10 Jahre als stellvertretender Kommandant und den Ausschussmitgliedern Klaus Hoffmann und Sven Rimmler. „Mit Euch verlieren wir 62 Jahre Erfahrung und große Unterstützung für unsere Feuerwehr.“

Bei den geheimen Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis: stellvertretender Kommandant Bastian Obländer, Leiter der Altersabteilung Helmut Breit, Stellvertreter Erwin Backfisch. Feuerwehrausschuss: Christan Lange, Mirco Hoffmann, Andre Neu, Markus Häußer, Leo Ritter und Benjamin Ottenthal, Kassenprüfer: Isabel Schneider, Michael Wilking.

Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck dankte für das Engagement im Unterkreis in den funktionierenden kleinen Wehren und lobte die reibungslosen Wahlen. Das habe sie schon ganz anders beobachtet. Gemeinsam mit Unterkreisführer Sven Fischer zeichnete Stefanie Heck Oberfeuerwehrmann Bernhard Müller für 15 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze und Dirk Buchwald für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold aus. Kommandant Carsten Vogt überreichte im Auftrag der Feuerwehr in Crostau an Ehrenbürger Dieter Steinrenner eine Schiefertafel mit den Wappen beider Gemeinden in Anerkennung der langjährigen Verdienste für die Partnerschaft.

Text: Bernd Schlesinger

Die Geehrten.Foto: Bernd Schlesinger
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Amtsblatt der Gemeinde Zuzenhausen
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Ausgabe 14/2026
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