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Bericht zur Jahreshauptversammlung 2026

Jahreshauptversammlung 2026 des Vereins Schefflenztal-Sammlungen e.V. Von zahlreichen Aktivitäten konnte die Vorsitzende des Vereins „Schefflenztal-Sammlungen“...

Jahreshauptversammlung 2026 des Vereins Schefflenztal-Sammlungen e.V.

Von zahlreichen Aktivitäten konnte die Vorsitzende des Vereins „Schefflenztal-Sammlungen“ e.V., Silvia Dorsch, bei der Jahreshauptversammlung 2026 berichten.

Im Mittelpunkt allerdings stand das Gedenken an den verstorbenen Willi Weirether, einen der Begründer des Vereins und langjährigen Vorsitzenden, der im vergangenen Jahr gestorben ist. Seine zahlreichen Verdienste konnte Dorsch überhaupt nicht alle nennen. Erwähnt soll aber werden seine Federführung bei der Einrichtung und Unterhaltung des Heimatmuseums und bei dem Erwerb und der Renovierung des „Farrenstalls“, in dem die zweite Abteilung des Museums untergebracht ist. Seine Frau Dorle, die ebenfalls im letzten Jahr gestorben ist, gab ihm immer Rückhalt und Unterstützung.

Ein weiteres aktives Mitglied musste das Zeitliche segnen: Christine Stein, die den Webstuhl aktiviert hat und in Zusammenarbeit mit dem Spinnzirkel Eberbach einige Veranstaltungen durchgeführt hat.

Silvia Dorsch berichtete auch von den zahlreichen Ausbesserungs- und Putzarbeiten, die an den alten Gebäuden vorgenommen werden mussten. Diese seien beim eigentlichen Museum besonders behutsam vorzunehmen, da es unter Denkmalschutz stehe. Sie bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den aktiven Vereinsmitgliedern, die sich als Helfer jeweils ehrenamtlich zur Verfügung stellten. Ein besonderer Dank ging an Manfred Ernst, der sich den ganzen Sommer über um die Blumen gekümmert habe.

Wichtige Anlässe seien immer wieder Besuche von Personen, deren Vorfahren im 19. Jahrhundert nach Amerika ausgewandert seien. Interessant beim letzten Besuch seien deren europäischen Stationen gewesen: Frankfurt, Unterschefflenz, Schweiz!

Lebendig gehalten würden die Museen durch die Schulklassen, die sie besuchten. Dorsch erwähnte einen Aktionstag für die Grundschulkinder der Schefflenzschule, bei dem diese in die Techniken des Spinnens und Webens eingeführt wurden. Eine andere Grundschulklasse besuchte das historische Klassenzimmer im Farrenstall. Dabei lernten die Kinder unter Anleitung der früheren Lehrerin Erika Braun, wie man mit Federhalter, Feder und richtiger Tinte aus dem Tintenfass schreibt. Der stellvertretende Vorsitzende, Hardy Körber, warf die Frage auf, was und wie denn die Leute zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelesen hätten.

Beim Thema „Schule“ schlug Dr. Georg Fischer vom Literatur-Museum Augusta Bender, auch Mitglied im Verein „Schefflenztalsammlungen“, eine engere Kooperation zwischen beiden Institutionen vor. Anlässlich der deutlich überschaubaren Besucherzahlen müsse man gerade bei den Schulen ansetzen, um auf längere Sicht die Museen am Leben zu halten. Fischer schlug auch vor, die handschriftlichen Eintragungen in den Familienbüchern auszuwerten. Die Vorstandschaft zeigte sich bereit, die vorhandenen Texte einem Interessenten zur Verfügung zu stellen.

Finanziell steht das Unterschefflenzer Museum gut da. Zwar sei im vergangenen Jahr, so Kassenwartin Ursula Frey, ein Minus von ca. 500 € zu verzeichnen gewesen, was aber hinsichtlich des Gesamtbestands der Kasse nicht bedenklich sei. Ihr bescheinigten die Kassenprüfer Georg Friedrich und Peter Rupp eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin die Versammlung sowohl Ursula Frey als auch der gesamten Vorstandschaft einstimmig die Entlastung erteilte.

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