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Aus den Rathäusern

Bericht zur OR-Sitzung am Mittwoch, 25.02.2026

Tagesordnung 1. Mitteilungen aus der Verwaltung 2. Bekanntgabe nicht – öffentlich gefasster Beschlüsse 3. Umgestaltung der Ortsdurchfahrt...

Tagesordnung

1. Mitteilungen aus der Verwaltung

2. Bekanntgabe nicht – öffentlich gefasster Beschlüsse

3. Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Kiebingen

4. Vergabe der Ingenieurleistungen Leistungsphase 3-9

5. Bürgerfragestunde

6. Verschiedenes

Mitteilungen

OV Stopper teilt Folgendes mit:

  • Landtagswahlen finden am Sonntag, dem 08.03.2026, statt. Die Mitglieder vom Ortschaftsrat sind Wahlhelfer. Einteilung kann nochmal verschickt werden.
  • Waldkindergarten:

Aufgrund von Meldungen seitens der Einwohner konnten wir die Flurstücke 2668 und 2667 inzwischen prüfen. Die Eigentümer haben ihre Bereitschaft bekundet, diese Flächen an die Stadt zu verpachten. Nach einer positiven Vormerkung hat sich die Stadtverwaltung – vertreten durch den Bereich Hochbau (zuständig für den Wagen), das Umweltamt sowie das Amt für Jugend und Betreuung als künftiger Betreiber – die Flächen vor Ort angesehen und ebenfalls grünes Licht gegeben. Darüber hinaus haben auch der Naturschutzbeauftragte, die Untere Naturschutzbehörde sowie der zuständige Förster positive Rückmeldungen erteilt. Der nächste Schritt besteht nun darin, gemeinsam mit dem Förster und den Eigentümern einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren, um die weiteren Details und offenen Punkte abzustimmen.

Bekanntgabe nicht-öffentlich gefasster Beschlüsse

Der Ortschaftsrat Kiebingen hat an seiner Sitzung vom 21.01.2026 das Gewerbegrundstück 273/8 im Gewerbegebiet Allmandäcker mit 395 m² verkauft.

Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Kiebingen

Hierzu teilt Herr Klein mit, dass wie bereits erwähnt, der Kanalzustand zwischen der Neckarstraße und der Rohrhaldenstraße sobald die Mittel in 2027 bereitgestellt werden, saniert werden muss. Dies muss, aufgrund des Zustands in offener Bauweise erfolgen. Die Sperrung der Ortsdurchfahrt in diesem Abschnitt wird mindestens 5 Monate betragen. Voraussetzung natürlich, dass hier nichts Weiteres dazukommt. In diesem Zusammenhang wird dann auch die gesamte OD auf Kampfmittelbelastung untersucht. Der Kanalbau soll 2027 und der Beginn vom Straßenbau in 2028 erfolgen. Dem Tiefbauamt wurde in diesem Zusammenhang mitgeteilt, dass Anfang 2028 ein großes Narrentreffen in Kiebingen stattfinden wird.

OD Kiebingen – Vergabe der Ingenieurleistungen Leistungsphase 3-9

Herr Klein teilt Folgendes mit:

Da die weiteren Kosten der Vorbereitungsphase die Summe von 215.000 € überschreiten, ist für die Vergabe der freiberuflichen Leistungen das Verfahren oberhalb des EU-Schwellenwertes anzuwenden.

Gemäß der Vergabeverordnung (VgV) sind öffentliche Auftraggeber verpflichtet, bei der Vergabe von geistig-schöpferischen Leistungen – hierzu zählen insbesondere Ingenieur- und Architektenleistungen – ein strukturiertes, europaweites Vergabeverfahren durchzuführen.

Das Verfahren dient der transparenten und fairen Auswahl des wirtschaftlich besten Angebots auf Grundlage von Wettbewerb, Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung.

Das beauftragte Büro wird verpflichtet, bis spätestens 31.12.2026 einen prüffähigen Förderantrag beim Regierungspräsidium einzureichen.

Zur fachlichen Unterstützung des komplexen Vergabeverfahrens hat sich die Stadtverwaltung eines auf Vergabeverfahren und Wettbewerbe spezialisierten Unternehmens bedient.

Ablauf des Vergabeverfahrens:

Das Verfahren wurde gemäß den gesetzlichen Vorgaben in zwei Stufen durchgeführt:

Stufe 1: Teilnahmewettbewerb (Auswahlverfahren)

  • Bekanntmachung: Der Auftrag wurde europaweit veröffentlicht.
  • Teilnahmeanträge: Interessierte Büros reichten ihre Bewerbungsunterlagen mit Eignungsnachweisen und Referenzen ein.
  • Insgesamt gingen 6 Bewerbungen ein.
  • Eignungsprüfung: Nach Prüfung der Unterlagen erhielten 4 Bewerber die volle Punktzahl.
  • Begrenzung der Teilnehmerzahl:
    Gemäß den festgelegten Kriterien durften jedoch nur 3 geeignete Bewerber zur Angebotsphase zugelassen werden.
  • Losverfahren:
    Da mehr geeignete Bewerber als zulässige Teilnehmer vorhanden waren, wurde ein Losverfahren durchgeführt.

Durchführung des Losverfahrens:

  • Organisation: Zentrale Vergabestelle
  • Losziehung: Rechnungsprüfungsamt
  • Beobachtung: TBA

Stufe 2: Angebotsphase (Zuschlagsverfahren)

  • Einladung:
    Die drei zugelassenen Büros wurden zur Abgabe eines Angebots aufgefordert.
  • Angebotsabgabe:Von den drei ausgewählten Büros reichten zwei Büros ein Angebot einschließlich Bewerbung ein.
  • Bewertung:Die Bewertung erfolgte durch eine unabhängige und nicht öffentliche Bewertungskommission.
    Die Unterlagen sowie die Präsentationen der Büros wurden getrennt und vertraulich gewertet.

Die Bewertungskommission setzte sich wie folgt zusammen:

  • Ortsvorsteher Herr Stopper
  • Leiterin der Zentralen Vergabestelle
  • Leiter des TBA
  • Abteilungsleiter Straßenbau

Das Büro Klotz, das die Stadtverwaltung bei dem Vergabeverfahren unterstützt hatte, war nicht Teil der Bewertungskommission.

Der Zuschlag erfolgt gemäß den Vorgaben der VgV an das wirtschaftlichste Angebot unter Berücksichtigung der festgelegten Zuschlagskriterien an die Bieter pirker + pfeiffer ingenieure GmbH, Reutlingen /Münsingen.

Auf Fragen vonseiten des Ortschaftsrates wurde mitgeteilt, dass das Bürowohl für die gestalterische Planung zuständig sein wird, hier wird aber immer noch die Stadtverwaltung und der Ortschaftsrat eine Mitsprache haben. Zudem teilte Herr Klein mit, dass das Vergabeverfahren so notwendig war. Dass hier ein Rottenburger Unternehmen bereits beim Losverfahren rausgefallen ist, ist schade, aber aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht anders lösbar.

Es ergeht folgender Beschlussantrag:

Der Ortschaftsrat Kiebingen vergibt die Ingenieurleistungen nach Wertung der Zuschlagskriterien an das Ingenieurbüro pirker + pfeiffer in Reutlingen/Münsingen, Birnenweg 15, 72766 Reutlingen

Der Ortschaftsrat Kiebingen beschließt mehrheitlich (10 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung) den o.g. Beschlussantrag.

Herr Klein teilt mit, dass das Land Baden-Württemberg Musterlösungen für Ortsmitten in Baden-Württemberg veröffentlicht hat. Diese Unterlagen enthalten Orientierungshilfen, Musterelemente sowie Musterquerschnitte und dienen als planerische Grundlage und Empfehlung für entsprechende Maßnahmen.

Im Zuge der weiteren Planung wurde darauf hingewiesen, dass die bislang vorgesehene Straßenbreite von 5,50 m anzupassen ist.

Aufgrund des erforderlichen Begegnungsverkehrs – insbesondere LKW–LKW bzw. Bus–LKW – ist eine Fahrbahnbreite von 6,50 m vorzusehen.

Sollte diese Breite im Bestand oder aus planerischen Gründen nicht durchgängig realisierbar sein, sind ausreichende Ausweichstellen einzuplanen, um einen ordnungsgemäßen und sicheren Verkehrsablauf zu gewährleisten.

Bürgerfragestunde

Es wurden keine Fragen aus der Bevölkerung gestellt.

Verschiedenes

Hr. Klein teilt weiter mit, dass das Tiefbauamt momentan weitere Arbeiten in bzw. für Kiebingen im laufenden Prozess hat.

Digitales landesweites Verkehrsmodell:

Das Land Baden-Württemberg stellt ein Tool für Planungen von Infrastrukturen zur Verfügung. Nach der Erhebung der Zahlen, kann hier dann ein digitaler Zwilling eine Verkehrswende simulieren.

Bahnsteigverlegung:

Im Zuge der Regionalstadtbahn soll die Bahnsteigverlegung realisiert werden. Die Planungen schreiten voran. Es soll 2 Treppenaufgänge (Fahrrad-Abholstation sowie im Unterdorf zwischen Haus Nr. 40 und 35) geben. Zudem soll eine Rampe für den barrierefreien Zugang zum Bahnsteig errichtet werden.

Verkehrszunahme B28:

Hr. Klein teilt weiter mit, dass im Zuge einer der letzten Fraktionssprecherrunden Herr GR Volkmar Raidt die Ampelschaltung zum Abzweig Kläranlage und DHL -Gelände bemängelt und hier gebeten hat, bei den entsprechenden Behörden eine Korrektur zu beantragen. Aufgrund des baulichen Zustands der Brücke zwischen Weilheim und Hirschau an der L 371 sowie der damit verbundenen Straßensperrung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen – die wegen Nichteinhaltung inzwischen auf 3,5 Tonnen ausgeweitet werden soll – werden derzeit Überlegungen angestellt, wie Kiebingen vor einem Umleitungschaos geschützt werden kann.

Nach aktuellen Planungen ist vorgesehen, die Brücke im Jahr 2027 neu zu errichten. Während der Bauzeit von voraussichtlich 1,5 bis 2 Jahren wird der Verkehr in Richtung Hirschau ausschließlich über Wurmlingen und die L 371 geführt werden können. Dies wird zwangsläufig auch erhebliche Auswirkungen auf die Bundesstraße 28 zwischen Rottenburg und Tübingen haben.

Um Kiebingen vor einem Verkehrschaos zu bewahren – da davon auszugehen ist, dass viele Verkehrsteilnehmer auf die alte Strecke ausweichen werden – werden verschiedene verkehrslenkende Maßnahmen geprüft. Dazu gehört insbesondere eine Verlängerung der Ampelschaltungen von Weiler in Richtung Kiebingen, um den Durchgangsverkehr gezielt zu steuern.

Zudem wird erwogen, die Ampelanlage im Bereich Klärwerk/Gewerbegebiet Kiebingen vollständig außer Betrieb zu nehmen. Dies hätte zur Folge, dass Linksabbieger auf eine geeignete Verkehrslücke warten müssten. Darüber hinaus wird diskutiert, das Linksabbiegen vom Klärwerk in Richtung Tübingen gegebenenfalls ganz zu untersagen, um den Verkehrsfluss auf der Hauptachse aufrechtzuerhalten. Das Regierungspräsidium Tübingen prüft auch weiterhin, ob die Brücke zwischen Weilheim und Hirschau bis Baubeginn überhaupt noch weiterhin befahren werden kann. Diese Entwicklungen müssen wir genau im Auge behalten.

Hr. Stopper bedankt sich bei Herrn Klein für die Ausführungen und teilt weiter folgende Punkte mit:

Umspannstation:

Für die Errichtung einer neuen Umspannstation am Feuerwehrhaus musste zunächst ein Baum gefällt werden, um ausreichend Platz für den Neubau zu schaffen.

Ursprünglich war vorgesehen, die neue Station exakt am Standort der bisherigen Trafostation zu errichten. Ein direkter 1:1-Austausch ist jedoch nicht möglich, da über die bestehende Anlage weiterhin Gebäude mit Strom versorgt werden, die noch über einen Dachständer angeschlossen sind.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur Verbesserung der Verkehrssituation im unteren Bereich setzte er sich dafür ein, dass die bestehende Trafostation am Feuerwehrhaus zunächst zurückgebaut wird. Übergangsweise soll dort eine kompaktere Stahlträgerkonstruktion mit geringerem Platzbedarf errichtet werden, um die Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Verkehrssituation nicht zusätzlich zu beeinträchtigen.

Der bestehende Turm wird abgebaut und durch einen massiven Stahlständer ersetzt. Die Netze BW wird für den adäquaten Ersatz eines Baumes sorgen, den der Ortschaftsrat dann entsprechend einpflanzen kann. Möglichkeiten u.a. beim Spielplatz „Fünfzehn Morgen“ werden geprüft.

Zudem gab es eine Anfrage von der Fa. BEGO Bau, ob eine Teilfläche vom geplanten Schuppengebiet vorübergehend gepachtet werden kann. Dies wird in der nächsten Sitzung Thema sein.

OR Deni teilt mit, dass in der letzten Nacht an 2 Wohnhäusern versucht wurde, einzubrechen.

OR Raidt fragt an, ob es möglich wäre, am Friedhof zwischen den Wegen und den Grabflächen Trittplatten anzubringen, da bei solchen Wetterverhältnissen man nicht ohne nasse Schuhe an die Gräber kommt. OV Stopper teilt mit, dass wir das bereits geprüft haben, aber es für alle Nutzungsberechtigten nicht die Möglichkeiten gibt. Auch auf anderen Friedhöfen gibt es das Problem, aber die Tage, an denen der Regen wie in letzter Zeit heruntergeht, sind selten. Die Besucher der Gräber müssen sich darüber bewusst sein, nicht ohne trockenes Schuhwerk ans Grab zu kommen, denn sonst muss man Umwege laufen und vermehrt zwischen den Gräbern, wo man auch nicht unbedingt immer hindurch soll.

OR Deni: die Stadtverwaltung Tübingen wird Kameras zur Überwachung vom Europaplatz aufstellen. Ist sowas auch in Rottenburg bzw. Teilorten möglich?

OV Stopper: Nein, angedacht ist es nicht. Auch für das illegale Ablegen von Müll ist dies nicht sinnvoll, denn sonst wird dieser einfach woanders abgelegt. ORtin Geiger ergänzt, dass sie die Anfrage auch bereits im GR gestellt hat und das Ordnungsamt nach Abwägung der Delikte und mit dem Datenschutz dies noch nicht in Erwägung zieht.

OR Adis: Weiß man, ob die Gelben Säcke dieses Mal pünktlich abgeholt werden.

OV Stopper: Nachdem die Gelben Säcke das letzte Mal erst eine Woche später abgeholt wurden, hat sich die Verwaltung offiziell an Alba und das Landratsamt gewendet. Es wurde nochmals mit Nachdruck eine Verbesserung der Kommunikation gefordert. Wenn wir anfragen, wann die Gelben Säcke abgeholt werden, dann erwarten wir eine zuverlässige Auskunft, das ist das Mindeste, was wir hier erwarten.

Erscheinung
Amtsblatt der Stadt Rottenburg am Neckar, Ausgabe Kernstadt, Kiebingen
NUSSBAUM+
Ausgabe 10/2026
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Orte
Rottenburg am Neckar
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