Am Sonntagmorgen sind 15 gut gelaunte Gosheimer*innen auf zwei gut gelaunte Reutlingerinnen gestoßen und haben gemeinsam das Umland des Haupt- und Landesgestüts Marbach erwandert. Anders als die Gestütshöfe St. Johann (2024) und Offenhausen (2025) ist Marbach mit seiner 500-jährigen Tradition, das Herzstück der Pferdezucht auf der Schwäbischen Alb und das älteste Gestüt in Deutschland.
Erster Halt war der Geschichtsort Grafeneck. Von einer Burg des 15 Jhd. zum Jagdschloss und zur Sommerresidenz erweitert, war sie bis Mitte des 18. Jhd. Residenz der Herzöge und erlebte dann den Niedergang. Im 19. Jhd. ging der Ort an die Samariterstiftung nach Stuttgart und wurde ein Ort des Verbrechens.
Bis heute gedenkt man an das dunkle Kapitel, denn Grafeneck ist die zentrale Erinnerungs- und Mahnstätte für die 10.654 Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Verbrechen in Südwestdeutschland. Heute ist es nicht nur Gedenkstätte, sondern wieder ein sicherer Wohnort für Menschen mit geistiger Behinderung.
Über die Fauserhöhe, ein Weiler Richtung Münsingen ging es durch Wälder und Frühlingslandschaften durch das Tiefental zur Lauter. Dort haben beeindruckende Baumfällarbeiten des Bibers die Landschaft der Lauter geprägt und verwandelt. Der Ort lud zum Rasten ein und ging entlang der Lauter weiter zum Höhenweg oberhalb von Wasserstetten und Dapfen. Hier trifft der Planetenweg Gomadingen auf den HW5 und Burgenweg und in gemütlichem Tempo sind wir zurück nach Marbach gewandert. Abschluss war das Restaurant Sonne im Albgold Areal, das nicht nur zum Nudelschlemmen sondern auch zum Shoppen im Marktladen einlud. So landet unsere Alblinse auch auf dem Gosheimer Teller und wird die eine oder den anderen an den wunderschönen Tag in und rund um Marbach erinnern. Wir, Monika Böning und Petra Henger, haben uns sehr über den Besuch aus Gosheim gefreut.
Wir Gosheimer bedanken uns bei den Wanderführerinnen Monika und Petra für den tollen Wandertag, den sie uns beschert haben.


