Am 21. Mai war das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg bereits zum dritten Mal im Bruchsaler Bürgerzentrum zu Gast. Mit einem Benefizkonzert unterstützte das renommierte Profiorchester das Sinfonische Jugendblasorchester Karlsruhe (SJBO), das Auswahlorchester des Blasmusikverbands Karlsruhe.
Eröffnet wurde der Abend von Dr. Christoph Lukas, dem Vorsitzenden des Fördervereins des SJBO. Im Anschluss hob Oberbürgermeister Sven Weigt in seinem Grußwort als Schirmherr die große Bedeutung der ehrenamtlichen Jugend- und Musikförderung hervor und zeigte sich erfreut über ein derart hochkarätiges Ereignis im Bruchsaler Veranstaltungskalender. Dem Förderverein des SJBO, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, dankte er für dessen unermüdliches Engagement und ermutigte die Anwesenden zum Ehrenamt, das eine unverzichtbare Grundlage für Kunst und Kultur bildet.
Bereits mit den ersten Tönen von Ernst Uebels „Jubelklängen“ und der „Symphonic Overture“ von James Barnes wurde deutlich, weshalb das repräsentative Konzertorchester unter der Leitung von Oberstleutnant Timor Oliver Chadik zu den Spitzenensembles der sinfonischen Blasmusik in Deutschland zählt. Von groß angelegten sinfonischen Klangbildern über mitreißende Märsche bis hin zum satten Big-Band-Sound ließ das abwechslungsreiche Programm keinen Musikwunsch offen.
Besonders eindrucksvoll war die Darbietung von „Extreme Make-Over“ des niederländischen Komponisten Johan de Meij, der darin Themen von Tschaikowski auf faszinierende Weise musikalisch verarbeitet hat. Mit großer Fachkunde und Eloquenz führte Oberstleutnant Chadik das Publikum an das Ausnahmewerk der sinfonischen Blasmusik heran. Die Komposition entfaltete in ihrer enormen stilistischen Vielfalt, ihren überraschenden Wendungen und klanglichen Entwicklungen eindrucksvolle Klangwelten. Beschwingte Walzermelodien aus der Strauss-Oper „Der Rosenkavalier“ verzauberten die Zuhörer, bevor das Jazz-Medley „The Rat Pack“ von Peter Schueller für heitere und swingende Unterhaltung sorgte.
Mit „Hoch Badnerland“ und der deutschen Nationalhymne verabschiedete sich das Musikkorps der Bundeswehr schließlich unter großem Applaus vom Publikum.
Dass Musik Menschen verbindet, war an diesem Abend deutlich spürbar – ganz gleich, ob jung oder alt, Bundeswehr oder Zivilgesellschaft, Profi-, Hobby- oder Nichtmusiker.


