Der Förderverein Schloss Dätzingen lädt seine Mitglieder und Freunde herzlich zu einem Besuch der historischen Johanniterkommende Rohrdorf ein.
Sonntag, 3. Mai 2026
Treffpunkt: 14.00 Uhr im Café Raisch in Rohrdorf
Führung: 15.00 Uhr in der Komturei Rohrdorf
Leitung: Hauptamtsleiter Arnd Wurster
Dauer: ca. 1 bis 1,5 Stunden
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.
Anmeldung an: schlossdaetzingen@gmail.com
Historischer Hintergrund
Seit dem 15. Jahrhundert ist die damalige Johanniterkommende Dätzingen mit der Johanniterkommende Rohrdorf verbunden. Hans von Weitingen (Komtur von 1429 bis 1450) wurde Doppelkomtur von Rohrdorf und Dätzingen. Dätzingen war dabei als von einem Verwalter betreutes Membrum der Komturei Rohrdorf unterstellt.
Als Gründe für diese Verbindung werden einerseits die fehlende wirtschaftliche Basis Dätzingens zur Versorgung eines Komturs, zum anderen der Mangel an zur Übernahme einer Komturei befähigten Professrittern der Deutschen Zunge des Ordens genannt.
Um 1556 änderte sich die Situation: Nach der Reformation Rohrdorfs verlegten die Komture ihre Residenz nach Dätzingen. Dadurch gewann Dätzingen zunehmend an Bedeutung. Das mittelalterliche Bruderhaus wurde ab 1607 zu einer Vierflügelanlage erweitert. Bis zur Auflösung durch die Säkularisation im Jahr 1803 blieb Dätzingen der Kommende Rohrdorf übergeordnet.
Nach der Säkularisation ging Schloss Dätzingen durch eine Schenkung von König Friedrich I. von Württemberg an die Familie der Grafen von Dillen und deren Nachkommen über. In Rohrdorf wurden die Gebäude der ehemaligen Kommende 1811 an einen Tuchfabrikanten verkauft, der 1826 große Teile des Alten Schlosses abbrechen ließ. Seit 1833 dient das Neue Schloss der Gemeinde Rohrdorf als Rathaus. In der Führung werden wir die Geschichte und Entwicklung der Komturei Rohrdorf näher kennenlernen.