Im Rahmen der Veranstaltungen zum 250 - jährigen Jubiläum der Fürst – Stirum – Klinik Bruchsal trafen sich die Mitglieder des erweiterten Vorstandes des Freundeskreises zur Förderung des Krankenhauses Bruchsal vor dem historischen A – Bau der Fürst – Stirum -Klinik bei der großen Bronzestatue der Ordensschwester. Prof. Dr. Jürgen Goertz, der 1996 die Bronzestatue der Ordensschwester geschaffen hat, sowie der OB a.D. und Ehrenbürger der Stadt Bruchsal Bernd Doll, erklärten den Anwesenden die Idee und die Durchführung der Herstellung des unter Nr. 30 als Kleindenkmal erfassten Kunstwerkes der Stadt Bruchsal. Diese Bronzestatue wurde bewusst im Jahre 1996, 90 Jahre nach der Errichtung des A – Baues im Jahre 1906, vor dem historischen Eingang zum A – Bau aufgestellt. Das folgende Bild zeigt die Bronzestatue aus Sicht von der Grünfläche mit der Kräutertasse aus.
Die Bronzestatue der Ordensschwester erinnert an die Vinzentinerinnen, die von 1858 bis 1990 im Pflegedienst der Fürst – Stirum – Klinik gearbeitet hatten. Am 1.07.1858 nahmen drei Schwestern vom Orden der Vinzentinerinnen ihren Samariterdienst im alten Bruchsaler Spital am Alten Schloss auf. Ab 1905/1906 übernahmen fünf Vinzentinerinnen den Pflegedienst in der damals neu erbauten Fürst – Stirum – Klinik. Ende der 1980er Jahre traten die letzten Schwestern in den Ruhestand und kehrten aus Altergründen in ihr Mutterhaus nach Sinzheim bei Baden – Baden zurück.
Prof. Goertz erklärte bei dem Treffen am 4.05.26 den anwesenden Mitgliedern des Vorstandes, dass keine der Vinzentinerinnen als Vorbild für die Bronzestatue gedient habe. Aus der Mitte der Anwesenden wurde die Frage nach dem Grund der Tränen gestellt: ‚Es bleibt jeden Betrachter der Statue überlassen, den Grund für die dargestellten Tränen zu finden‘, lautete die Antwort von Prof. Goertz. Trotz ihrer aufopfernden Arbeit, blickt die Ordensschwester erhobenen Hauptes, geradeaus, so als wolle sie in die Zukunft blicken!
Bruchsal, den 17.05.26
Prof. Dr. Jürgen Wacker


