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Besuch eines RTWs im Kindergarten Schwalbenweg

Wir sind ganz aufgeregt, als wir hören, dass uns Frau Wolkenstein – eine Mama aus der Bärengruppe – heute ihren Arbeitsplatz zeigt. Sie arbeitet...

Wir sind ganz aufgeregt, als wir hören, dass uns Frau Wolkenstein – eine Mama aus der Bärengruppe – heute ihren Arbeitsplatz zeigt. Sie arbeitet nämlich an einem ganz besonderen Ort. Ihr Arbeitsplatz ist ein Rettungswagen.
Viele Kinder wussten auch schon, zu wem Frau Wolkenstein mit ihren Kollegen damit fährt: zu Menschen, die verletzt sind oder Hilfe brauchen. Und auch wenn wir es schon einmal alle gesehen und gehört haben, freuen wir uns sehr, als Frau Wolkenstein für uns das Blaulicht anmacht. Auch auf die Liege darf dann, wer mag, liegen und die Kinder müssen herzlich lachen, als Frau Wolkenstein sie mit nur einem Hebel und einer Handbewegung in eine sitzende Position bringt.

Ein paar Kinder hatten Kuscheltiere dabei, die von Frau Wolkenstein fachmännisch verarztet wurden und die Kinder dies mit großem Interesse beobachteten.
Dann geht es ins Innere des Rettungswagens.


Wir sehen, wo die Medikamente und das Beatmungsgerät sind, die Spucktüten, die Handschuhe und die Spritzen. Auch ein Kühlpack gibt es und natürlich das Funkgerät, aus dem wir tatsächlich Stimmen hören. Frau Wolkenstein kann uns erklären, was da gerade gesprochen wird: Ein Rettungswagen soll schnell zum Krankenhaus und von dort einen Patienten zu einem anderen Krankenhaus fahren. Dann dürfen wir das EKG-Gerät testen, dessen Monitor gleich die Neugier der Kinder geweckt hat. Wenn man das kleine Gerät an den Finger macht, zeigt der Monitor unseren Herzrhythmus und wir können das Herz dann auch hören. Das ist cool. Als Malea dran ist, strahlt sie: „Ihr könnt hören, dass mein Herz glücklich ist!“ Später will Frau Wolkenstein noch wissen, ob es Fragen gibt. Neyhla hat gut zugehört und fragt genauer nach: „Warum brauchen die Kinder dieses Gerät, das du vorhin gezeigt hast, das beim Atmen hilft, nie?“ Frau Wolkenstein erklärt: „Weil ihr gesunde Lungen habt und jung seid. Ihr raucht ja auch nicht!“ Das Rauchen blöd ist, da sind sich alle Kinder einig. Lio will von Frau Wolkenstein noch wissen: „Hast du auch einen Rettungsmelder?“ Das bejaht sie, aber den hat sie heute nicht dabei, weil sie heute gar nicht im Dienst ist. Im Kindergarten zeigte Herr Wolkenstein allen Kindern noch die großen bunten Taschen, mit denen die Rettungssanitäter zu den Menschen, die Hilfe brauchen, gehen. Die drei Taschen sind alle riesig und wir dürfen uns selbst überzeugen, wie schwer die sind. Laura weiß: „Die Taschen sind so schwer, weil da ist so viel drin!“ Erst einmal dürfen wir in die rote Tasche hineinschauen. Wir lernen: hier ist alles, um Medikamente zu geben.
Herr Wolkenstein zeigt uns, womit er den Menschen Medikamente gibt: Er erklärt, dass es damit nur einen Minipieks gibt – viel kleiner als der einer Biene, und die Nadel auch nicht drin bleibt, sondern nur die Kanüle, die dann auch im Kreis umgeht. Malea weiß noch von ihrer letzten Operation: „Da ist bei mir auch das Mittel zum Schlafen reingegangen.“ Paul staunt als Herr Wolkenstein das Schlafmittel zeigt: „Das sieht ja aus wie Milch!“ „Darf man das trinken?“ kommt da die Frage auf. Herr Wolkenstein erklärt, dass man nur so viel Medikamente nehmen darf, wie der Arzt einem erlaubt oder der Rettungssanitäter oder der Arzt einem geben. Die kennen sich nämlich aus. Medikamente können nämlich, wenn man zu viel nimmt, auch ganz gefährlich sein. Ein anderes Medikament zeigt er uns auch: Es hat den schwierigen Namen Paracetamol und ist gegen Schmerzen. Zoi sagt: „Das habe ich auch daheim, das kenn ich!“ Herr Wolkenstein erklärt, dass es das auch als Tablette oder als Zäpfchen gibt. Jason, der mitgehört hat, weiß: „Wir haben solche Zäpfchen Zuhause!“
Dann ist die blaue Tasche an der Reihe. Hier ist auch ein Beatmungsgerät drin und noch andere Gerätschaften.


Das Beatmungsgerät darf jeder, der mag, testen und was Herr Wolkenstein danach herausholt, erkennen alle: „Ein Fieberthermometer!“ Matteo erzählt uns, dass er auch so eines (das ins Ohr geht) Zuhause hat, Viola berichtet, dass ihres an der Stirn misst.
Die Blutdruckmanschette, die Herr Wolkenstein danach zeigt, erkennt Rafael und erklärt: „Das kommt an den Arm!“ Zur Untersuchung des Rachens gibt es außerdem eine Lampe und Herr Wolkenstein zeigt uns einen lustigen Trick: Kitzelt man den Patienten am Kinn, geht der Mund viel weiter auf und der Rettungsdienst kann viel besser den Rachen untersuchen. Das wollen ganz viele ausprobieren. Zum Schluss ist nur noch wenig Zeit, aber Herr Wolkenstein sagt: Ist nicht schlimm, in der gelben Tasche ist eigentlich das, was ihr schon gesehen habt, nur für ganz besondere Patienten. Frida ist es, die auf der gelben Tasche den Hinweis erkennt, „Kinderrettung“. Tatsächlich entdecken wir auch hier das Beatmungsgerät vom RTW, in kleinerer Größe, wieder. Gut zu wissen, dass Herr und Frau Wolkenstein und Ihre Kollegen vom Rettungsdienst jederzeit bereit sind, uns zu helfen.


Wir danken Herrn und Frau Wolkenstein ganz besonders für Ihre so wichtige Arbeit und dass wir heute ein wenig darin hineinschnuppern durften. Die Kinder haben viel gelernt und eine für unsere Gesellschaft ungemein wichtige Berufsgruppe kennengelernt.
Durch den leichten und spielerischen Zugang zu dem Thema möchten wir zudem Ängste abbauen und gleichzeitig die Kinder für den Ernstfall vorbereiten.

Erscheinung
Leute – Amtsblatt der Gemeinde Leutenbach
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Ausgabe 16/2026
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