Ein Wäldchen mitten im Ort bereichert die neue Mitte – wenn auch nur zeitweilig. Die hier entstandenen Häuser sind ein zukunftsweisendes Vorbild für den steigenden Wohnraumbedarf in vielen Städten und Gemeinden im Landkreis. Durch eine intelligente Nachverdichtung können bestehende Flächen effizienter genutzt und gleichzeitig wertvolle Natur- und Naherholungsgebiete in unserer dicht besiedelten Region erhalten werden. Ein zentraler Vorteil liegt in der besseren Ausnutzung bereits erschlossener Infrastruktur. Straßen, Wasser- und Stromleitungen sowie öffentliche Verkehrsmittel sind schon vorhanden, wodurch die Kosten für Neubauten geringer ausfallen. Durch das größere Angebot entspannt sich auch der angespannte Wohnraummarkt, was für günstigere Mieten sorgt. Zudem profitieren die Bewohner von kürzeren Wegen zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Freizeiteinrichtungen, was die Lebensqualität, insbesondere für Kinder und ältere Menschen, erhöht und eine umweltfreundlichere Mobilität fördert. Auch wirtschaftlich bietet die Ortskernverdichtung Vorteile: Lokale Geschäfte profitieren von einer höheren Kundenzahl, ein Wochenmarkt etabliert sich und Kommunen steigern ihre Attraktivität für neue Einwohner und wirken damit der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftemangel entgegen. So trägt die Verdichtung zu einer nachhaltigen Ortsentwicklung bei, die Ressourcen schont und lebenswerte urbane Räume schafft. Durch die direkte Anbindung an den Regionalverkehr wird der Landkreis auch attraktiv für Menschen, die in Mannheim oder Karlsruhe arbeiten – durch eine direkte, gut getaktete Zugverbindung in die großen Städte Badens.
Erststimme für Sebastian Grässer, Zweitstimme für Bündnis 90/Die Grünen