
Ich bin kürzlich nach Indien gereist, um drei unserer FrauenPower-Projekte in Ahmedabad und Udaipur zu besuchen. Mir ist es wichtig, unsere Programme in Kenia, Indien und Nepal jedes Jahr persönlich zu überprüfen, mit Partnern vor Ort Fortschritte zu besprechen und die Mädchen und Frauen zu treffen, die von unserer Arbeit profitieren.
In Ahmedabad unterstützen wir 30–35 Mädchen aus benachteiligten Verhältnissen bei ihrer Schul- und Hochschulausbildung. Gemeinsam mit dem Centre for Development übernehmen wir Schulgebühren, Nachhilfe, Transport, Lebensmittel und medizinische Versorgung. Viele Mädchen haben inzwischen höhere Abschlüsse erworben, Arbeit gefunden und unterstützen nun selbst jüngere Teilnehmerinnen.
Außerdem fördern wir dort eine Frauen-Genossenschaftsbank, die vor zwei Jahren mit 30 Frauen startete und heute 100 Mitglieder zählt. Sie vergibt Kleinkredite zu niedrigen Zinsen und schützt Frauen so vor extrem teuren, informellen Geldverleihern. Viele konnten ihre Schulden abbauen und kleine Einkommensprojekte wie Schneiderei, Handel oder Obst- und Gemüseverkauf aufbauen. Die Ausfallquote liegt unter 1 %.
In Udaipur (Rajasthan) besuchte ich unser MINT-Projekt, das über 500 Mädchen an staatlichen Dorfschulen Zugang zu Coding, Robotik und Technik verschafft. Da viele Schulen kaum Ausstattung haben, lernen die Mädchen zunächst theoretisch, bevor sie in Lernzentren praktisch arbeiten. In Code Clubs entwickeln sie eigene Lösungen für lokale Probleme – etwa ein Sensorsystem für Sehbehinderte oder ein solares Alarmsystem für Viehställe. Das Projekt läuft sehr erfolgreich; inzwischen finanziert die lokale Regierung weitere Zentren, und einige Mädchen haben Auszeichnungen für ihre App-Entwicklungen erhalten.
Wer auf Reisen eines unserer Projekte besuchen möchte, kann sich gerne bei uns melden.
Mayuri
Wenn Sie helfen, sich engagieren oder Vereinsmitglied werden möchten, wenden Sie sich bitte an:
Ansprechperson: Frau Dr. Mayuri Odedra-Straub, Vorstand
E-Mail: frauenpower.e.v@gmail.com
Web: www.frauen-power.eu