Der TSV Berkheim hat im letzten Spiel des Jahres 2025 ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Mit einem packenden 3:2-Erfolg gegen Türkspor Nürtingen 1973 e. V. verabschiedete sich die Mannschaft von Trainer Patrick Bauer in die Winterpause. Und das mit einem Auftritt, der den Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Vor allem, weil ein Rückkehrer nach langer Verletzungspause zum gefeierten Helden wurde und ein bärenstarker Matteo Bauer im Tor sein Team im Spiel hielt.
Leider misslang der Start in das Spiel, Türkspor erwischte den TSV kalt und ging praktisch mit der ersten Offensivaktion in Führung. Fatih Özkahraman nutzte in der 4. Minute eine Unachtsamkeit in der Defensive und schob zum frühen 0:1 ein. Ein Déjà-vu aus dem Hinspiel, das Berkheim schmerzlich in Erinnerung behalten hatte, damals setzte es eine bittere 0:5-Niederlage.
Doch an diesem mild regnerischen Nachmittag in Berkheim zeigte der TSV, dass er in den vergangenen Wochen enger zusammengerückt ist. Schritt für Schritt kämpfte sich die Mannschaft in die Partie zurück, vor allem Torhüter Matteo Bauer avancierte zum sicheren Rückhalt. Mit mehreren starken Paraden, teils aus kurzer Distanz, teils bei schweren Aufsetzern, hielt er seine Mannschaft im Spiel und gab seinen Vorderleuten spürbar Sicherheit.
Kurz vor der Pause dann der Lohn für die engagierte Berkheimer Leistung. In der 41. Minute setzte sich Alejandro Bartmann stark im Strafraum durch und netzte nach schönem Ball von Robin Söhnel zum 1:1-Ausgleich ein. Die grüne Hölle war wieder da, die Mannschaft war wieder da und die Begegnung völlig offen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf Messers Schneide. Beide Teams wussten um die Bedeutung dieses Kellerduells, entsprechend intensiv wurde um jeden Ball gekämpft. Die Gäste wechselten früh doppelt, um neue Impulse zu setzen, doch Berkheim blieb stabil.
Dann kam die 78. Minute und mit ihr der Moment, der das Spiel entscheiden sollte. Trainer Bauer brachte nach langer Verletzungspause Nils Müller, der auf diesen Moment hingearbeitet hatte. Kaum auf dem Platz, brachte der Joker sofort frischen Wind. Laufstark, präsent und mit dem bekannten Torriecher setzte er mehrfach Akzente und belohnte sich und sein Team in den Schlussminuten spektakulär.
In der 86. Minute schob Müller nach einem weiten Einwurf zur 2:1-Führung ein. Nur drei Minuten später machte er den Doppelpack perfekt, er läuft den Torwart an und kriegt den Fuß vor dem ausholenden Keeper rein und stellte auf 3:1.
Türkspor gelang zwar in der Nachspielzeit durch Arda Senel noch der Anschlusstreffer (90.+2), doch am Ende brachte der TSV den Vorsprung über die Zeit. Auch die letzte Wechselaktion, Timo Rommel für den in dieser Begegnung bärenstarken Alexandros Dallas half, das Tempo aus der Partie zu nehmen.
Mit diesem hart erkämpften Sieg verbessert sich zwar die Tabellenposition des TSV nicht, doch die Bedeutung des Dreiers geht weit darüber hinaus. Die Berkheimer konnten sich trotz einer ergebnistechnisch bescheidenen Hinrunde, auf 3 Punkte an den Nichtabstiegsplatz heranschieben. Weh tun natürlich die Punkte, die gegen Plochingen, Oberboihingen und Jesingen in der Nachspielzeit verloren wurden.
Trotzdem war es wichtig, mit 2 Siegen und einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen.
Und 3 Punkte sind ein Abstand, den man aufholen kann, in der Wintervorbereitung wird jetzt hart gearbeitet, um eine starke Rückrunde zu spielen.
Ein besonderes Wort des Dankes richtet der Verein und die Mannschaft an seine treuen Fans. Trotz schwieriger Wochen, trotz Rückschlägen und Verletzungen – die Unterstützung auf den Rängen war ungebrochen. Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bleibt gesund, wir sehen uns 2026 wieder!
Tore:
0:1 Fatih Özkahraman 4. Min.
1:1 Alejandro Bartmann 41. Min.
2:1 Nils Müller 86. Min.
3:1 Nils Müller 89. Min.
3:2 Arda Senel 90. Min.
Es spielten: Matteo Bauer, Patrick Schmid, Tim Schleehauf, Michael Wamsler, Alexandros Dallas (Timo Rommel 91. Min.), Sebastian Franken, Sayed Obaidullah Sadat, Alejandro Bartmann (Oliver Wamsler 68. Min.), Dominik Alber, Domenic Spohn (Nils Müller 78. Min.), Robin Söhnel
Trainer: Patrick Bauer, Simon Baur
Betreuer: Oli Laue, Benjamin Schmid