Sonntag, 17.5.2026
TSV Neuenstein – Friedrichshaller SV 2:5 (1:1)
Schiedsrichter: Alexander Panarin (Marbach am Neckar)
Tore: 0:1 (19.) Adrian Nicolae Radu, 1:1 (38.) Lorenz Kühner, 1:2 (67.) Adrian Nicolae Radu, 1:3 (75.) Marvin Sieger, 1:4 (77.) Marvin Sieger, 1:5 (88.) Marvin Sieger, 2:5 (90.+1) Pierre Sahin
Friedrichshall dreht in der zweiten Halbzeit auf
Zum Gedenken an den Schiedsrichter Siegfried Lustig aus Gundelsheim, der am Samstag während eines Jugendspiels zusammengebrochen und dann im Krankenhaus im Alter von nur 58 Jahren verstorben war, wurde vor Spielbeginn eine Gedenkminute angesetzt. Die Begegnung zwischen dem abstiegsbedrohten TSV Neuenstein und unseren Pokalhelden begann etwas verhalten, weshalb die Zuschauer bis zur achtzehnten Minute auf den ersten erwähnenswerten Torschuss warten mussten. Der kam von Jonas Schneider, war jedoch zu schwach. Eine Minute danach lässt Marvin Sieger eine Pöllmann-Flanke auf Adrian Nicolae Radu klatschen und er setzte die Kugel zum 0:1 ins lange Eck. Danach beruhigte sich das Geschehen wieder etwas und in der fünfundzwanzigsten Spielminute versuchte „Adri“ Radu nach einem langen Ball mit dem rechten Außenrist zum Torerfolg zu kommen, doch das Leder flog haarscharf am Pfosten vorbei. Nicht ganz eine Zeigerumdrehung weiter scheiterte Radu mit seinem Versuch am Pfosten und Jonas Schneider jagte den Nachschuss über den Kasten. In der 38. Minute bekam der TSV Neuenstein einen Freistoß zugesprochen, den Cebulla vor das FSV-Tor schlug, worauf Lorenz Kühner mit einer Kopfball-Bogenlampe den Ausgleich schaffte. Die letzte Gelegenheit vor dem Seitenwechsel hatte wieder der Friedrichshaller SV. Nach einem schönen Spielzug scheiterte Adrian Nicolae Radu am gegnerischen Schlussmann.
Das Friedrichshaller Trainergespann sah zunächst keine Veranlassung eine personelle Veränderung vorzunehmen. In der 58. Minute kam dann Pascal Wasser für Luca Schumacher und kurz danach Bruder Yannic für Matteo Haas. Nach einem Abstimmungsfehler in der Friedrichshaller Hintermannschaft kam Swen Heer frei stehend zum Abschluss, aber Levent Heimannsberg war auf der Hut und Lukas Ryl beförderte endgültig die Murmel aus der Gefahrenzone. Dann zog der Friedrichshaller SV wieder das Tempo etwas an und Loris Ademaj bekam die Möglichkeit zum Torerfolg, aber er setzte den Querpass von Sieger über den Kasten. Nach einem Steckpass von Sieger auf Jonas Schneider bediente dieser Radu, der eiskalt einnetzte und für den FSV die Führung wieder zurückholte. Die Gäste blieben weiter am Drücker und nach einem Anspiel von Radu versetzte Marvin Sieger seinen Gegenspieler und stellte das Ergebnis auf 1:3. Keine drei Minuten später schickte Elias Leibel mit einem weiten Schlag Sieger auf der rechten Schiene auf die Reise. Nach dessen perfekter Ballmitnahme ließ er dem Schlussmann der Heimelf keine Abwehrchance. Friedrichshall kam zu weiteren Einschussmöglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit eroberte Marvin Sieger den Ball in der eigenen Hälfte, setzte zu einem Sprint über das halbe Feld an und machte seinen lupenreinen Hattrick innerhalb von nur dreizehn Minuten perfekt. Den letzten Treffer in diesem Spiel erzielte der TSV Neuenstein, als Pierre Sahin in der Nachspielzeit völlig blank stehend erfolgreich war.
Fazit: Nach dem 1:1-Pausenstand legte der Friedrichshaller SV eine Schippe nach und gestaltete die Begegnung in Durchgang zwei relativ einseitig. Das schnelle Umschaltspiel war heute der Schlüssel zum Sieg. Fast alle Tore waren super herausgespielt. Aufgrund einer homogenen Mannschaftsleistung geht dieser Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Freudig überrascht wurde der Friedrichshaller SV beim Betreten der Umkleidekabine, als man dort einen vom TSV Neuenstein gesponserten Kasten Bier und Glückwünsche zum Pokalsieg vorgefunden hatte. Vielen Dank nach Neuenstein für diese tolle Aktion.
Bilder gibt es u. a. auf der Homepage des FSV unter nachstehendem Link:
www.fsv-sport.de/index.php/aktuelles
Aufstellung Friedrichshaller SV: Levent Heimannsberg, Elias Leibel, Lukas Ryl, Matteo Haas (65. Yannic Wasser), Marvin Sieger (88. Gerton Kelmendi), Loris Ademaj, Luca Schumacher (58. Pascal Wasser), Jonas Schneider, Adrian Nicolae Radu, Ron Grajqevci, Jonas Pöllmann (70. Yannick Bruck)
Bank: Hans Günther Liebendörfer, Michael Wodarz, Fabio Schumacher
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