Die Psalmen
Schule des Gebets und Sprache der Seele
Martin Luther nennt die Psalmen eine kleine Biblia. Viele Kernbotschaften der Bibel finden sich in diesen Gebeten in poetisch verdichteter Form wieder. Sie zeugen von Klage, Trost, Hoffnung und Lobpreis der betenden Gemeinde. Die Tradition des Psalmenbetens reicht bis in die Anfänge unserer christlichen Kirchen zurück. Wir teilen sie mit der jüdischen Gemeinde, aus deren Tradition sie uns geschenkt wurden. Als Schule des Gebets sind sie uns seit Generationen empfohlen. Ihre Sprache, mit teils fremdartigen Bildern und abgründiger Wut und Klage, stößt aber auch viele ab und hindert eher daran, sich der darin ausgedrückten Tiefe an Weisheit und Vertrauen zu nähern.
Der Abend ist gedacht als Einladung, etwas davon zu entdecken. Was hat Menschen seit Generationen dazu gebracht, mit den Psalmen zu beten? Und wie können wir uns heute noch von ihnen inspirieren lassen?
Den Abend wird Frank Straub, der Ehemann von Pfrin. Stamer, mit uns gestalten. Er ist Physiker und arbeitet in der Automobilindustrie. Außerdem hat er auch Theologie studiert und interessiert sich besonders für Texte der hebräischen Bibel.