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“Blaue Husaren” : Überzeugendes Jahreskonzert.

Es ist schon lange her — genauer gesagt im Jahr 1981 — dass sich aus dem einstigen Fanfarenzug die Musikkapelle „Blaue Husaren“ herausbildete und...
Hauptorchester
Am Samstag, 21. März 2026, hatte die HSV-Musikkapelle "Blaue Husaren" zu ihrem Jahreskonzert in die Stadthalle eingeladen.Foto: GK

Es ist schon lange her — genauer gesagt im Jahr 1981 — dass sich aus dem einstigen Fanfarenzug die Musikkapelle „Blaue Husaren“ herausbildete und der Wandel hin zu einem vollwertigen Blasorchester vollzogen wurde. Diese Entwicklung bedeutete nicht nur eine Umbenennung, sondern auch eine strukturelle und musikalische Neuausrichtung: Das Ensemble erweiterte sein Instrumentarium, gewann neue Musiker hinzu und öffnete sein Repertoire für sämtliche Stilrichtungen der Musik. Fortan reichte das Spektrum von traditionellen Märschen und konzertanten Blasstücken bis hin zu modernen Arrangements aus Pop, Swing und Unterhaltungsmusik, sodass die Kapelle bei vielfältigen Anlässen flexibel auftreten konnte.

70 Jahre “Blaue Husaren”

Genau diese Wandlungsfähigkeit konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher beim Konzert „70 Jahre Musik, Gemeinschaft und Leidenschaft – 70 Jahre ‚Blaue Husaren‘“ am 21. März 2026 in der Stadthalle hautnah miterleben. In seiner Titelauswahl zeigte insbesondere das Hauptorchester die Entwicklung vom Fanfarenzug zum Blasorchester. Die gelöste Atmosphäre sowie die warmen Erinnerungen an frühere Jahrzehnte unterstrichen sowohl die musikalische Bandbreite als auch den starken Gemeinschaftssinn des Vereins. So wurde der Abend zu einer liebevollen Würdigung von sieben Jahrzehnten Leidenschaft, Teamgeist und musikalischer Anpassungsfähigkeit.

Nachwuchsformation

Wie bei den Jahreskonzerten der "Blauen Husaren" gewohnt, eröffnete auch diesmal das Jugendorchester den Abend. Die Nachwuchsformation umfasst derzeit rund 20 junge Musikerinnen und Musiker im Alter von etwa 10 bis 25 Jahren. In sieben Instrumentengruppen aufgeteilt, präsentieren sie ihre Stücke und sorgten so für einen abwechslungsreichen Auftakt des Konzerts. Den Auftakt bildete „Music von WICKED“. Michael Sweeney entnahm dem Musical mehrere Höhepunkte und gestaltete daraus ein für Blasorchester gut spielbares, zugleich sehr wirkungsvolles Arrangement. Danach wurde es unheimlich: In „Fright Night“ wurden Themen aus „Der weiße Hai“, der Melodie der Addams Family, „Die Nacht auf dem kahlen Berg“ und „Thriller“ verarbeitet. „Mountain Wind“ – zu Deutsch „Der Bergwind“ – ist ein kleines, feines Konzertstück von Martin Scharnagl. Die musikalisch ansprechende Komposition bot reizvolle Melodien und eine berührende Atmosphäre. Zum Schluss erklang beschwingt „Bella Napoli“ in der Bearbeitung von Erwin Jahreis.

Von klassisch zu modern

Unter der Leitung von Benedikt Strambach eröffnete das Hauptorchester mit der 1924 von Richard Strauss komponierten "Wiener Philharmoniker Fanfare". Im Anschluss spielte das Ensemble "Tannhäuser Festival" in der Bearbeitung von Alfred Bösendorfer sowie "The Witch and the Saint" von Steven Reinike. Nach der Pause bewies das Hauptorchester, dass es auch modernere Kompositionen beherrscht. “Star Wars Saga” war sicherlich ein Höhepunkt des Abends. In einem Medley für die Konzertbühne verarbeiteten die Musikerinnen und Musiker das Hauptthema und die Melodien, die man mit Darth Vader, Han Solo und Prinzessin Leia verbindet. Und zum Abschluss wurde es noch humoristisch. Ja, das Evergreen “Lummerland”, das 1995/96 33 Wochen in der deutschen Chartliste vertreten war, gibt es auch in einem Arrangement für ein Blasorchester.

Viel Beifall

Die „Blauen Husaren“ haben eindrucksvoll gezeigt, dass sich ihre intensiven, wöchentlichen Proben ausgezahlt haben. Das Konzertprogramm stellte eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit unter Beweis und offenbarte zugleich das hohe Niveau der bestens ausgebildeten Musikerinnen und Musiker. Das Publikum war sichtlich angetan, honorierte die Darbietung mit viel Beifall und verließ den Saal rundum zufrieden. Insgesamt war der Abend eine überzeugende Bestätigung des musikalischen Könnens der „Blauen Husaren“ und gibt Anlass zu Vorfreude auf kommende Auftritte. (GK)

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
23.03.2026
Orte
Hockenheim