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Blitz- und Donner-Zauber in Crailsheim - Wiesloch Wizards hexten beim American Flag-Football Ligaturnier einige Überraschungen aus Ihrem Zylinder

Die Wiesloch Wizards haben beim Ligaturnier in Crailsheim am 7. Juni 2026 mit einer starken Leistung wieder einmal zur Überraschung der renommierten Gegner...
Schnell und temperamentvoll: Mattis Kummerow Nr.12 in der Wizard Offense weicht geschickt einem Crailsheimer Defense Spieler aus und punktetFoto: TSG Wiesloch Wizards KW

Die Wiesloch Wizards haben beim Ligaturnier in Crailsheim am 7. Juni 2026 mit einer starken Leistung wieder einmal zur Überraschung der renommierten Gegner auf sich aufmerksam gemacht. Mit zwei Siegen gleich zu Beginn des Turniertages, einem hochklassigen Halbfinale und einem von Verletzungen sowie umstrittenen Entscheidungen des Head-Referees geprägten letzten Spiel erlebten die Nordbadener einen Sonntag voller Höhen und Tiefen. Ein regelrechtes Sport-Drama der Extraklasse.

Bereits zum Auftakt setzte das Team mit einem Donnerschlag ein Ausrufezeichen. Gegen die gastgebenden Routiniers der Crailsheim Mad Dogs gelang den Wizards aus der Kurpfalz ein überraschender 18:13-Erfolg. Die Zauberer aus Wiesloch präsentierten sich von Beginn an konzentriert und nutzten ihre Chancen konsequent. Mit dem Sieg gegen den überrumpelten Schwaben war der Grundstein für einen erfolgreichen Turnierstart gelegt. Die mit angereisten Fans wollten mehr davon – und sie bekamen auch mehr.

Denn noch deutlicher fiel anschließend das Ergebnis gegen die erfahrenen StuttgartSilver Arrows aus der Landeshauptstadt aus. Die regelrecht vor lauter Spielwitz sprühenden Wizards spielten sich in einen Rausch, gegen welchen es kein Mittel zu geben schien, und fegten ihren schwäbischen Gegner mit 32:8 vom Platz. Nichts schien mehr unmöglich. Offensiv lief nahezu alles zusammen, während die Defensive den Stuttgartern kaum Raum zur Entfaltung ließ. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen schien bei den Wieslochern alles zu funktionieren – das Mixed-Team der Wiesloch Wizards hatte sichtbar einen Flow entwickelt und hatte Spaß dabei. Insbesondere wenn die angriffslustige Blitzerin Haas die gegnerischen Quarterbacks, welche meist zwei Köpfe größer als sie selbst waren, regelrecht in Angst und Schrecken versetzte.

Im Halbfinale wartete mit den Treschklingen Hornets aus Heilbronn - Bad Rappenau jedoch für die an diesem Tag mit Blitz und Donner gestarteten Wizards ein Gegner auf Augenhöhe, welcher durch die ersten beiden siegreichen Spiele der Wiesloch Wizards sichtlich gewarnt war. Die Zuschauer bekamen ein packendes und bis zum Schluss spannendes Duell zu sehen. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Die Damen und Herren beider Teams schenkten sich nichts. Am Ende fehlten den Wizards nur wenige Punkte, um das Finale zu erreichen. Mit 31:33 mussten sie sich denkbar knapp geschlagen geben, nachdem sie bis 53 Sekunden vor Schluss noch geführt hatten und den Hornets dann doch noch ein entscheidender Touchdown gelang. So ist es eben im Sport: Das Spiel ist erst vorbei, wenn der letzte Pfiff ertönt.

Die Enttäuschung über das verpasste Finale wirkte im anschließenden Spiel gegen die Crailsheim Mad Dogs – dem zweiten Aufeinandertreffen beider Teams an diesem Tag – zunächst jedoch kaum nach. Allerdings hatten die routinierten Hausherren die Scharte aus dem Auftaktspiel auszuwetzen, stellten ihr Spiel taktisch komplett um und konnten zudem auf einen deutlich größeren Spielerkader zurückgreifen. So entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einer unglücklichen Angelegenheit für die allmählich konditionell erschöpften Wizards, die nach drei kraftzehrenden Spielen unter blauem Himmel und erbarmungsloser Sonne an ihre Grenzen gingen.

Mehrere unglückliche Verletzungen erschwerten das Spiel der badischen Zauberer aus der kurpfälzischen Weinstadt zusätzlich. Hinzu kamen aus Sicht der Wieslocher einige äußerst unglückliche Entscheidungen der noch unerfahrenen Head Referee, welche es zu akzeptieren galt. Die Wizards taten dies fair und sportlich. Respekt für so viel spielerische und menschliche Reife. Dafür gibt es nur ein Wort: Vorbildlich.

Die ohnehin schwierigen Bedingungen auf den sehr harten und ausgetrockneten Rasenspielfeldern, die sichtbar unter der seit Wochen anhaltenden Trockenheit gelitten hatten, forderten am Ende ihren Tribut. Nach den furiosen ersten drei Partien des Tages mussten die Wizards schließlich eine bittere Niederlage im Halbfinale mit 8 : 32 hinnehmen – wenn auch erhobenen Hauptes.

Den Turniersieg sicherten sich am Ende die Schwäbisch Hall Unicorns. Im Tagesfinale gegen die TK Hornets ließen die Unicorns keine Zweifel an ihrer Stärke aufkommen und gewannen deutlich mit 34:7 nachdem sie bereits zuvor die Tauberfranken Wolfspacks auf die untern Plätze des Turniertages verwiesen hatten.

Für die Wiesloch Wizards blieb trotz des verpassten Finaleinzugs die Erkenntnis, an diesem Turniertag mit starken Leistungen und zwei Überraschungssiegen zu den positiven Erscheinungen des Turniers gehört zu haben.

Für die Wiesloch Wizards zauberten, kämpften und punkteten in Crailsheim unerschütterlich auf dem Feld : der Fels in der Brandung Cezary „Czarek“ Baranowski (Defense), Ben Wagner (Defense u.Offense), Slawa Peters (Defense u.Offense) , Marcel Olinger (Defense u.Offense), Stefanie Schneider (Blitzerin), Nik Walter (Defense u.Offense), Julius Schneider (Defense u.Offense), Milena Haas (Blitzerin), Mattis Kummerow (Offense), Andy Kaufmann (Defense u.Offense) und Ferdinand Junker ( Defense u. Coach Assistent). Als versierte Referees für die Wiesloch Wizards im Turniertag-Einsatz: Sven Kummerow, Marta Kummerow und die unermüdlichen Christina Junker und Florian Junker.

Ein besonderes Lob gilt darüber hinaus dem Coaching-Team der Wiesloch Wizards. Unter der Leitung von Headcoach Florian Junker, unterstützt von Philipp Kleemann und Kristina Junker sowie weiteren engagierten Helfern und Coaches der Sportler -Familie Kummerow im Umfeld der Wizards, gelingt es der jungen TSG Wiesloch Abteilung American Flag - Football immer wieder, seine Spielerinnen und Spieler - seien es Jugendliche oder Erwachsene - hervorragend auf die Herausforderungen der starken baden-württembergischen Ligakonkurrenz vorzubereiten.

Mit viel Herzblut, Fachwissen und unzähligen ehrenamtlichen Stunden wird aus vergleichsweise bescheidenen Rahmenbedingungen bemerkenswert viel gemacht.

Die sportlichen Fortschritte der Wizards und die überraschenden Erfolge gegen etablierte Gegner sind daher nicht zuletzt auch ein Verdienst der engagierten Trainingsarbeit hinter den Kulissen. Kristina Junker ist unter anderem auch als Women's Representative, Yoga-Coach und Jugendcoach mit Melanie Kummerow im Einsatz.

Ehrenamt wird bei den Wiesloch Wizards noch wörtlich genommen und schafft einen Rahmen bei den sich die Boys und Girls in der Wieslocher Flag Football Familie sichtlich wohl fühlen. Sport kann eben auch Spaß machen und gleichzeitig erfolgreich sein.

Erscheinung
exklusiv online
von TSG 1885 Wiesloch e. V.Redaktion NUSSBAUM
08.06.2026
Orte
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