Liebe Freunde
Aus der Missionsprokura in Detmold schickt die Missionarin Ingrid Janisch den Brief von ihrer Mitschwester aus dem Kongo, Katrin Maier.
Wir betreuen zurzeit 120 Sekundarschüler und bezahlen für sie auch das Schulgeld. Viele Schüler kommen mit ihren Problemen zu uns. Eine verzweifelte Frau, die die vier Kinder ihrer Schwester aufgenommen hat, bat uns mit Aline, dem ältesten Mädchen zu sprechen. Die Kinder mussten miterleben, wie ihre Eltern vor ihren Augen mit Macheten umgebracht wurden.
Sie sind nun bei uns und haben sich inzwischen auch schon gut eingelebt, aber Aline ist sehr schweigsam und schwierig, ein Wunder, dass sie in der Schule zurechtkommt. Es ist wirklich
schwer, in der Schule konzentriert zu lernen nach diesem Erlebnis. Zur Ablenkung hilft sie uns bei der Gartenarbeit.
Unter unseren Schülern sind auch 25 Kriegsvertriebene. Für diese Kinder ist das Leben in der Stadt nicht leicht, sie müssen sich mit wenig Nahrung begnügen und sich an eine neue
Umgebung gewöhnen. Vier Jungen wohnen zusammen in einem Häuschen in der Nähe. Ihnen helfen wir mit Lebensmitteln. Viele unserer Jugendlichen sind durch den Krieg Halbwaisen
geworden.
Wir danken euch sehr, dass ihr durch die helfende Solidarität den Familien und Kindern hier in Goma neue Lebensfreude schenkt und die Lebensqualität fördert. Jede Hilfe ist ein kostbares
Geschenk für uns.
Mit lieben Grüßen, im Gebet verbunden
Kathrin Maier


